Janus Henderson Investors: Nvidia: „Alles ist ausverkauft“

Investmentfonds.de | „Alles ist ausverkauft“ lautete die Kernaussage von Nvidia. Ungeachtet der Geopolitik verzeichnet das Unternehmen weiterhin eine unstillbare Nachfrage nach allen seinen Produkten und bleibt damit der Hauptnutznießer der geschätzten Ausgaben für KI-Infrastruktur in Höhe von 3 bis 4 Billionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren.
Das geopolitische Gerangel zwischen den USA und China sorgt kurzfristig für Volatilität. Allerdings sind in Nividias Prognosen derzeit keine H20-Verkäufe an China vorgesehen – das Risiko ist also gebannt und wurde vom CFO als mögliche Gewinnquelle von 2 bis 5 Mrd. US-Dollar bezeichnet, falls sich die geopolitischen Themen wieder beruhigen sollten.
Die Anlaufschwierigkeiten mit dem Blackwell-Rack sind überwunden, und das Unternehmen bestreitet jegliche Verzögerungen bei Rubin. Investoren können sich also auf eine starke Innovationskurve freuen, die zur Lösung der Energieprobleme von KI-Rechenzentren beiträgt. Außerdem wird sie Kunden helfen, Agentic AI (handlungsfähige KI) mit den damit verbundenen exponentiell höheren Rechenanforderungen bei deutlich höherer Energieeffizienz pro Token bereitzustellen und so den ROI (Return on Investment) zu steigern.
Wichtige Erkenntnisse
- Geopolitisches Epizentrum: Die wichtigste kurzfristige Variable sind die H20-Verkäufe in China angesichts der geopolitischen Veränderungen und die Situation bleibt weiterhin dynamisch. Nachdem die US-Regierung Exportlizenzen für H20 nach China verlangt hatte, mit der Erwartung, dass diese verweigert werden, hat Nvidia 8 Mrd. US-Dollar Umsatz aus dem Juli-Quartal gestrichen und 4,5 Mrd. US-Dollar an Lagerbeständen abgeschrieben – obwohl die US-Regierung im August tatsächlich einige Lizenzen an ausgewählte chinesische Kunden vergeben hat. Seitdem hat Nvidia bisher kein H20 nach China geliefert und den H20-Umsatz in China nicht in seine Prognose aufgenommen. Nvidia bezifferte den potenziellen Umsatz von H20 in China in diesem Quartal auf 2 bis 5 Milliarden US-Dollar, sofern sich „die geopolitischen Probleme legen“, und hofft weiterhin, dass die US-Regierung letztendlich den Export bestimmter Blackwell-Produkte nach China genehmigen wird. Da der Zugang zu Nvidia-GPUs für die USA bei allen Handelsverhandlungen eine wichtige Rolle spielt, wird Nvidia weiterhin im Zentrum der geopolitischen Volatilität stehen. Folglich wird China weiterhin inländische Unternehmen dazu drängen, ihre KI-Rechenleistung ins Inland zu verlegen. Dieser Markt bleibt jedoch eine Quelle langfristiger Aufwärtspotenziale für Nvidia, verglichen mit dem derzeit geringen einstelligen Prozentsatz ihrer Rechenzentrumsumsätze.
- Sovereign AI Ramping: Trotz des Gegenwinds aus China erklärte Nvidia, man sei auf dem besten Weg, den Umsatz mit Sovereign AI in diesem Jahr auf über 20 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln. Angesichts der Bedeutung dieser neuen Technologiewelle stellt dies für den Technologiesektor im Vergleich zum Internetzeitalter nach wie vor einen neuen Kundenstamm dar – da jedes Land weniger abhängig von den USA sein und über eine eigene KI-Infrastruktur und -Kompetenz verfügen möchte.
- Full-Stack-Innovation zur Lösung von Energieproblemen: Während der Fokus stets auf Chips liegt, werden dabei die immensen Software-Innovationen außer Acht gelassen, die für eine höhere Energieeffizienz in KI-Rechenzentren sorgen. Die Möglichkeit, KI-Modelle mit geringerer mathematischer Präzision zu trainieren, führt in Kombination mit der neuesten Blackwell-Hardware zu einer 50-fach höheren Energieeffizienz pro Token im Vergleich zur vorherigen Hopper-Generation. Nvidias Netzwerkgeschäft hat sich im Jahresvergleich ebenfalls verdoppelt: Nvidia arbeitet weiterhin an immer größeren und effizienteren GPU-Clustern, sei es in einem NVL72-Rack oder in KI-Rechenzentren, die auf Hunderttausende von GPUs skaliert werden, um sowohl Grenzmodelle als auch Inferenz-Workloads bereitzustellen, da Reasoning-Modelle und Agentic AI einen Anstieg der Token-Verarbeitung bewirken.
- Keine Verzögerung bei Rubin: Nvidia verfolgt weiterhin einen schnellen Zeitplan und hat kürzlich Berichte über eine Verzögerung bei der nächsten Generation der Rubin-Architektur zurückgewiesen. Das Unternehmen gab bekannt, dass sich die Chips zusammen mit fünf weiteren neuen Chips, darunter die neue ARM-basierte CPU der Vera-Generation sowie mehrere Netzwerkchips, die ein Rack-Level-Produkt der dritten Rubin-Generation ermöglichen, in den Produktionsstätten von TSMC befinden. Dies stellt eine große Hürde für die Konkurrenz dar, insbesondere für AMD, das Ende nächsten Jahres sein erstes Rack-Level-Produkt auf den Markt bringen will, sowie für ASIC-Anbieter.
- Neuer Rückkauf im Wert von 60 Mrd. US-Dollar: In einer der größten Untertreibungen dieses Jahres sagte US-Finanzminister Scott Bessent diese Woche auf die Frage nach einer möglichen Beteiligung der US-Regierung an Nvidia: „Ich glaube nicht, dass Nvidia finanzielle Unterstützung braucht.“ Mit fast 50 Mrd. US-Dollar an Netto-Barmitteln in der Bilanz wird Nvidia mehr Zinserträge als die meisten Unternehmen insgesamt an Gewinn erzielen. Diese starke Profitabilität und die Generierung von freiem Cashflow untermauerten die Ankündigung eines neuen Rückkaufprogramms im Wert von 60 Mrd. US-Dollar.
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