Marktkommentar Vontobel: Ist Portugal teuer oder ist Italien billig?
Mark Holman, CEO von TwentyFour Asset Management
Marktkommentar von Mark Holman, CEO von TwentyFour Asset Management:
Wenn die Bewertungen von festverzinslichen Wertpapieren hoch sind, müssen
wir überkaufte Vermögenswerte meiden und stattdessen nach bisher ungeliebten
Vermögenswerten Ausschau halten, die eine gute Gelegenheit bieten, Erträge zu
erzielen. Nehmen wir zum Beispiel die Renditen 10-jähriger portugiesischer
Staatsanleihen, die auf ein Dreijahrestief von rund 1,65 % gefallen sind.
Damit notieren sie nur 110 Basispunkte von deutschen Bundesanleihen entfernt
und etwa 15 Basispunkte niedriger als italienische Schuldverschreibungen (BTPs).
Rein basierend auf den Fundamentaldaten macht es jedoch keinen Sinn, dass die
italienischen Schulden teurer gehandelt werden als die portugiesischen.
Portugal ist ein Aushängeschild der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung in
Europa. Steigende Investitionen und Exporte trugen dazu bei, dass die Wirtschaft
im Jahr 2017 um 2,7 % wuchs. Das ist die höchste Wachstumsrate seit dem Jahr
2000. Die Staatsverschuldung des Landes sank gleichzeitig auf 125,7 % gegenüber
130 % im Jahr 2016. Diese Schuldenquote ist jedoch für eine Wirtschaft zu hoch,
die sehr stark vom Tourismus abhängig ist. Zudem geht die Bank von Portugal davon
aus, dass das BIP-Wachstum auf 1,9 % im Jahr 2019 und 1,7 % im Jahr 2020 sinken
wird.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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