T. Rowe Price: Anleger sollten ihr Augenmerk auf Frontier Markets richten
Oliver Bell, Portfoliomanager des Frontier Markets Equity Fund von T. Rowe Price
Sogenannte Frontier Markets zeigen langfristig großes Wachstumspotential:
„Die Kombination der ökonomischen wie politischen Faktoren erinnert an die
Situation heutiger Schwellenländer in den 1990er Jahren“, sagt Oliver Bell,
Portfoliomanager des Frontier Markets Equity Fund von T. Rowe Price. „Das
legt nahe, dass die Frontier Markets eine ähnliche Entwicklung nehmen
können.“ Wenn man die Situation vor etwa zwanzig Jahren in den Schwellen-
ländern genauer beobachte, entdecke man viele Parallelen zu den heutigen
Frontier Ländern. „Der Entwicklungsstand des demokratischen Systems, das
Investitionsniveau, die Demographie, die zunehmende Urbanisierung, das
Bruttoinlandsprodukt nominal und per Capita sowie die überaus geringe
Marktkapitalisierung – all diese Faktoren wiesen auch Schwellenländer
damals auf“, sagt Bell. „Wir sehen eine Verbesserung dieser Aspekte und
rechnen daher damit, dass über die nächsten Jahre Frontier Markets
deutlich an Marktpräsenz gewinnen werden“, sagt Bell.
Mehr politische und ökonomische Stabilität fördert Entwicklung
Noch Mitte der 90er Jahre habe es beinahe 50 Konflikte innerhalb oder
zwischen einigen Frontier Ländern gegeben, wie beispielsweise den
Bürgerkrieg in Sri Lanka. Diese Zahl sei seitdem massiv gesunken und
das Ende der Konflikte sei die Grundlage für politische Verbesserungen
gewesen. In Nigeria, Argentinien oder Georgien sei beispielsweise eine
zunehmende Akzeptanz des demokratischen Prozesses zu beobachten, wofür
ein friedlicher Machttransfer von Regierung zu Opposition ein deutlicher
Indikator sei. „Das demokratische System motiviert die Regierung, die
wiedergewählt werden möchte, dafür zu sorgen, dass es die Bevölkerung
besser gestellt wird. Das funktioniert in der Regel über ökonomische
Verbesserungen.“ Durch diese würden Hilfsprogramme des Internationalen
Währungsfonds (IWF) sowie liberalere Kapitalmärkte möglich, was die
positive Entwicklung der Länder weiter fördere. „Vietnam ist so ein Fall,
hier steigt das Level ausländischer Investitionen Jahr für Jahr an“, sagt
Bell. „Das Land hat einen florierenden Elektroniksektor und wird zunehmend
zum globalen Produktionshub.“ Argentinien sei ein ähnliches Positivbei-
spiel. Der 2015 gewählte, wirtschaftsfreundliche Präsident Mauricio Macri
setzt mit seiner Regierung marktfreundliche Reformen um. So habe die
Regierung es geschafft, das Vertrauen internationaler Investoren in das
Land und seine Wirtschaft wiederherzustellen. Dank notwendiger Anpassungen
der Fiskal- und Währungspolitik könne Argentinien ein positives Wachstum
und ausländische Investitionen auf Rekordniveau verzeichnen.
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