Fidelity: Fed Zinserhöhung im Dezember keine ausgemachte Sache
Anna Stupnytska, Volkswirtin bei Fidelity Worldwide Investment
Anna Stupnytska, Volkswirtin bei Fidelity Worldwide Investment:
- Fundamentaldaten in Industrieländern unverändert solide
- Anhaltende Belastung ausgehend von China und Schwellenländern
- Weitere geldpolitische Unterstützung in Europa fast unumgänglich
Globales Wachstum: Ausblick für 2016 leicht eingetrübt
"Der Ausblick für das Weltwirtschaftswachstum im nächsten Jahr hat
sich etwas eingetrübt, denn die von niedrigeren Energiepreisen aus-
gehenden Impulse für den Konsum lassen nach. Zugleich bleibt die
Abkühlung in China eine Belastung. In den Industrieländern sind die
Fundamentaldaten zwar unverändert solide. Von den angespannteren
Finanzierungsbedingungen könnte jedoch Gegenwind ausgehen – sofern
nicht binnen Jahresfrist eine deutliche Lockerung eintritt. In An-
betracht des geringen Preisauftriebs und der anhaltenden Belastung
ausgehend von China und den Schwellenländern wird das die Europäische
Zentralbank EZB und die Bank von Japan vermutlich dazu veranlassen,
noch in diesem Jahr ihre quantitativen Lockerungsprogramme auszu-
weiten. Eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember ist recht
wahrscheinlich, aber wegen der jüngsten Wachstumsdynamik keine ausge-
machte Sache. Die erste Zinserhöhung könnte unerfreulich werden, wenn
die Fed die Zinszügel anziehen muss, weil sich der Preisauftrieb
plötzlich beschleunigt, während sich zugleich das Wachstum abkühlt."
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