J.P. Morgan Asset Management: Wendepunkt für Anleihenmärkte
Nicholas Gartside, International Chief Investment Officer für Anleihen
und Währungen bei J.P. Morgan Asset Management
Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sind trotz der aktuellen
Turbulenzen und der erhöhten Volatilität positiv für die weitere Ent-
wicklung an den Anleihenmärkten gestimmt. Nicholas Gartside, International
Chief Investment Officer für Anleihen und Währungen bei J.P. Morgan Asset
Management betont: „Während in diesen Tagen die Sorgen um die Entwicklung
in Griechenland und China im Vordergrund stehen, vergessen viele, dass die
globale wirtschaftliche Entwicklung, nicht zuletzt durch die aggressive
Notenbankpolitik vieler Zentralbanken, einen positiven Trend aufzeigt.
So gehen wir das erste Mal seit 2008 in unserem Basisszenario von einem
Wachstum über dem Trendniveau aus.“
Laut dem Experten verbessern sich die weltweiten Konjunkturaussichten
insbesondere in den Industrieländern, wo die koordinierten globalen
Anreizmaßnahmen, die über längere Zeit aufrechterhalten wurden, Wirkung
zeigen. „Mit Ausnahme von Japan ist ein Anstieg der realen Investitionen
zu beobachten, ein Rückgang der Arbeitslosigkeit und ein Aufwärtstrend
bei der Kerninflation,“ so Gartside. „In den USA und Großbritannien
schlägt sich die Stärke am Arbeitsmarkt allmählich in den Gehältern
nieder. Das Wachstum in den USA hält weiter an, und selbst das Wachstum
in der Eurozone hat angezogen, da der schwache Euro und Strukturreformen
die Wettbewerbsfähigkeit stärken,“ unterstreicht der Experte.
Zinserhöhung noch in 2015?
Eine vieldiskutierte Frage ist, ob die US-Notenbank (Fed) in diesem
Jahr tatsächlich die Zinsen erhöht. „Wir denken, dass dies der Fall
sein wird. Obwohl das FOMC in jüngster Zeit gewisse expansive Signale
gesendet hat, glauben wir, dass die Fed die Zinsen anheben will und
es wenige Gründe gibt, die gegen eine Zinserhöhung sprechen. Zudem
gehen wir davon aus, dass die Konjunkturdaten in den folgenden Wochen
für eine Zinserhöhung bereits im September als ersten Schritt in
Richtung Normalisierung sprechen werden“, erläutert Gartside. Gleich-
wohl versuche die US-Notenbank Marktstörungen so gut es geht zu
vermeiden und betone daher, dass die Zinserhöhungen dosiert
erfolgen werden.
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