Barings: Aktuell Lebhafte Wirtschaftstätigkeit eröffnet weitere Rendite-Chancen
Robert Smith, Investment Manager des Baring German Growth Trust
In einem aktuellen Kommentar zu den Perspektiven an den Aktienmärkten
schreibt Robert Smith, Investment Manager des Baring German Growth Trust:
Häufig werden wir um unsere Einschätzung zu den diversen Daten gebeten,
die über den deutschen Markt veröffentlicht werden. Die jüngsten BIP-
Daten für das vierte Quartal 2014 fielen mit 0,7% im Vergleich zum Vor-
quartal beispielsweise durchaus robust aus und überraschten den Markt
positiv.
Uns hingegen überrascht die lebhafte Geschäftstätigkeit nicht. Sie deckt
sich mit unseren Analysen und unseren Gesprächen mit den Geschäftsführungen
vor Ort. In den letzten Monaten haben wir sogar eine noch optimistischere
Haltung eingenommen, obwohl wichtige Daten wie Geschäftsklimaumfragen und
gesamtwirtschaftliche Daten schwächer ausfielen.
Solche Unterschiede sind uns bereits in der Vergangenheit aufgefallen,
weshalb wir die entsprechenden Wirtschaftsdaten mit einem gewissen
Vorbehalt betrachten. Dennoch werden sie trotzdem von uns berücksichtigt.
Diese Daten sind treibende Faktoren für die Aktivität am Markt, sie können
jedoch auch schwanken und sollten kritisch betrachtet und überprüft werden,
wie wir unlängst am Beispiel der Industrieproduktionszahlen vom Dezember
gesehen haben.
Vor allem aber entstehen unsere Einschätzungen durch eine tiefgründige
Analyse nach dem Bottom-up-Ansatz jener Unternehmen, die wir abdecken.
Sollte eine Ungleichheit zwischen unseren Unternehmensanalysen sowie den
Erkenntnissen unserer Gespräche aus erster Hand einerseits und den daten-
getriebenen Entwicklungen am Markt andererseits herrschen, dann unter-
ziehen wir diese Ergebnisse einer genauen Prüfung, um die entsprechenden
Abweichungen nachvollziehen und daraus einen Vorteil für unsere Anleger
ziehen zu können.
Erkenntnisse über Inflation und QE
Die Deutung von Inflationsentwicklungen ist ein weiterer Bereich, der
eine genaue Überprüfung erfordert. Auf der einen Seite fielen die BIP-
Daten des vierten Quartals robust aus und auf der anderen Seite drohte
eine Deflation. In den meisten Situationen ist dies eine seltsame
Kombination. In diesem Fall können wir den Effekt des fallenden Ölpreises
auf die Aktienkurse nicht außer Acht lassen. Die Frage ist nun, ob sich
der Druck der quantitativen Lockerung (Quantitative Easing - QE) gegen
die hartnäckig niedrigen Preise durchsetzen kann und welche Auswirkungen
dies auf die Aktienkurse der Unternehmen haben wird.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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