DNB AM Markteinschätzung: Die skandinavischen Märkte in 2013
Dr. Dag Lindskog, DNB Asset Management
Ende Dezember 2012 herrschte an den Märkten vorsichtiger Optimismus, und am
ersten Handelstag des neuen Jahres zogen die globalen Aktienmärkte an.
Ausgelöst wurde diese Rallye, weil sich die US-Politiker im Hinblick auf
die „fiskalischen Klippe“ endlich auf einen Kompromiss verständigen konnten,
auch wenn wichtige Themen auf Ende Februar verschoben wurden.
Die Zentralbanken waren im Dezember sehr aktiv. Sowohl die amerikanische
Fed als auch die Bank von Japan kündigten eine aggressivere quantitative
Politik an. Die schwedische Riksbank ging weiterhin orthodox vor und
senkte die Zinsen. Die Renditen von nordischen Staatsanleihen stiegen leicht,
blieben aber sehr niedrig. Die Währungen Dänemarks, Norwegens und Schwedens
tendierten gegenüber dem Euro praktisch unverändert. Die nordischen Aktien-
märkte legten im Dezember leicht zu und stiegen dann Anfang Januar ebenso wie
die übrigen Märkte.
Schweden - selbst nicht in der Eurozone - hat so starke Handels- und sonstige
Verbindungen mit dem übrigen Europa, dass sein Konjunkturzyklus überwiegend
dem des restlichen Kontinents entspricht - allerdings mit dem wichtigen Unter-
schied eines besseren Ausgangspunkts: Die privaten und öffentlichen Finanzen
waren zu Beginn der Krise solide, so dass die Verantwortlichen sogar leichte
fiskalische Anreize setzen konnten. Den Statistiken und Umfragen zufolge könnte
das vierte Quartal 2012 den Tiefpunkt des Abschwungs darstellen. Die meisten
Prognosen erwarten zum Teil dank der sehr niedrigen - derzeit negativen -
Inflation eine höhere Inlandsnachfrage mit realen Einkommenszuwächsen und sehen
das reale Wachstum dieses Jahr daher bei etwa 1%.
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