Fidelity-Umfrage: Deutsche planen 2013 keine Anleiheninvestments
Andreas Feiden, Geschäftsführer Fidelity Worldwide Investment Privatkundengeschäft
Seit Anfang des Jahres müssen Sparer auf eine beliebte Geldanlage verzichten:
den gebührenfreien Bundesschatzbrief. Einst zur breiten Vermögensbildung
eingeführt, sind die "Schätzchen" für Privatanleger nicht mehr kostenlos
erhältlich. Wer nicht zusehen möchte, wie die magere Rendite von der Inflation
und den nun anfallenden Bankgebühren ins Minus geschmälert wird, sollte zu
einem breiten Anleihenmix greifen. Doch von dieser Alternative wollen deutsche
Anleger kaum etwas wissen. Lieber nehmen sie den Kaufkraftverlust ihres
Ersparten in Kauf und halten an klassischen Spar- und Tagesgeldern fest.
Das ergab eine Umfrage des unabhängigen Vermögensverwalters Fidelity
Worldwide Investment.
Der Anleihenmarkt brachte Anlegern im vergangenen Jahr insgesamt beträchtliche
Gewinne. Von minimal verzinsten sicheren Staatsanleihen wie deutschen oder
amerikanischen einmal abgesehen, konnten Investoren etwa mit Unternehmensan-
leihen Renditen von bis zu 20 Prozent erzielen. Bislang wollten deutsche
Privatanleger von Anleihen aber kaum etwas wissen. Dieser Trend scheint sich
in diesem Jahr fortzusetzen: Einer repräsentativen Umfrage zufolge, die
YouGov im Auftrag des unabhängigen Vermögensverwalters Fidelity Worldwide
Investment unter mehr als 1.000 Personen durchgeführt hat, zieht eine klare
Mehrheit (82 Prozent) diese Vermögensklasse für ihre Finanzplanung in
diesem Jahr nicht in Betracht. Besonders hoch ist der Anteil der Anleihen-
Skeptiker unter weiblichen Anlegern (85 Prozent).
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