08.05.2012
SEB ImmoInvest: Anteilinhaber haben entschieden
Köln, den 08.05.2012 (Investmentfonds.de) -
Vielzahl der Anteilinhaber hätte sich die Fortführung des Fonds gewünscht
– nicht alle Anleger konnten überzeugt werden
SEB ImmoInvest wird aufgelöst: Erste Auszahlung bereits im Juni 2012
– danach halbjährliche Auszahlung geplant
Gleichbehandlung aller Anleger durch transparente Vorgehensweise sichergestellt.
Die Anteilinhaber haben gemeinsam mit dem Fondsmanagement über die Zukunft des
SEB ImmoInvest entschieden. Eine Vielzahl der Investoren hätte sich eine Wieder-
eröffnung und Fortführung des SEB ImmoInvest im Interesse aller Anleger gewünscht.
Die angekündigte frühzeitige Umstellung auf das Anlegerschutz- und
Funktionsverbesserungsgesetz wurde als tragfähige Weiterentwicklung der
Anlageform Offener Immobilienfonds aufgenommen. Aber leider konnten nicht
alle Anleger überzeugt werden. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die bis
zum 7. Mai 2012 gesammelten Anteilrückgaben die Liquidität des Fonds
deutlich überstiegen haben. Mit Blick auf die Gleichbehandlung aller
Anleger wird somit das Fondsmanagement keine Order ausführen und in
Abstimmung mit der BaFin den Fonds bis zum 30. April 2017 auflösen.
„Ich bedaure dies sehr und bedanke mich gleichzeitig im Namen des gesamten
Teams der SEB Asset Management für den vielseitigen Zuspruch, die Unterstützung
und das an vielen Stellen gezeigte Engagement“, sagt Barbara Knoflach, Vor-
standsvorsitzende der SEB Asset Management AG.
Das Ergebnis zeigt, dass trotz aller Anstrengungen den tatsächlichen
Liquiditätsbedürfnissen keine Rechnung getragen werden konnte, ohne die
Portfoliostruktur und Qualität des SEB ImmoInvest für den Fall seiner
Wiedereröffnung nachhaltig zu gefährden. Ein Interessenausgleich zwischen
bleibe- und verkaufswilligen Anlegern konnte nicht erreicht werden.
Im Wesentlichen ließen sich zwei Gruppen von Verkäufern erkennen: zum
einen jene Anleger, deren Anlagehorizont in den vergangenen zwei Jahren
ausgelaufen ist und die über ihre Gelder jetzt verfügen müssen, zum
anderen stark verunsicherte Anteilinhaber. Die nicht enden wollende
Kette schlechter Meldungen aus Wirtschaft und Finanzindustrie sowie
das unruhige Fahrwasser, in dem sich die Offenen Immobilienfonds seit
über zwei Jahren bewegen, hat viele Anleger zermürbt. Und zwar so
stark, dass sie sich mit Argumenten und Weiterentwicklungen ihrer
Anlageform derzeit nicht mehr auseinandersetzen möchten.
Unter den neuen Rahmenbedingungen wird das Fondsmanagement eine zügige
Auszahlung der Anlegergelder durch einen strategisch durchdachten
Abverkauf des Immobilienportfolios verfolgen. Um allen Anlegern
schnellstmöglich Zugang zu ihrem Kapital zu ermöglichen, ist bereits
im Juni 2012 eine erste Auszahlung in Höhe von voraussichtlich 20 Prozent
des Fondsvermögens geplant. Im Anschluss sind halbjährliche Auszahlungen
vorgesehen, deren Höhe sich an den jeweils realisierten Immobilienverkäufen
orientiert.
Barbara Knoflach hebt hervor: „Wir werden alles dran setzen, um die
23-jährige Erfolgsgeschichte des SEB ImmoInvest auch im Rahmen seiner
Auflösung fortzuschreiben. Die stabilen Renditen vergangener Jahre werden
uns Ansporn sein. Sie dürfen versichert sein, dass das Team der SEB Asset
Management die Auflösung so anlegerfreundlich wie möglich gestalten wird.“
Der rund 6 Milliarden Euro große SEB ImmoInvest wurde im Mai 1989 aufgelegt
und gilt als Klassiker unter den Offenen Immobilienfonds in Deutschland.
Er ist aktuell in 132 Immobilien in 18 Ländern und 64 Städten investiert.
Seit Auflegung bis heute erwirtschaftete der Fonds eine Wertentwicklung
von 219,7 Prozent bzw. durchschnittlich 5,2 Prozent pro Jahr (BVI-Methode).
Im Langzeitvergleich über 20 Jahre erzielt der SEB ImmoInvest den besten
Wert aller Offenen Immobilienfonds laut BVI-Statistik.
Quelle: Investmentfonds.de