J.P. Morgan Asset Management Studie zeigt: Institutionelle Anleger halten Rentenpapieren die Treue
Peter Schwicht, Leiter des institutionellen Geschäfts von
J.P. Morgan Asset Management in Kontinentaleuropa
- Professionelle Investoren erwarten nach wie vor niedrige Zinsniveaus
- Politische Risiken gewinnen an Bedeutung
- Schwellenländer können attraktive Rendite im Rentenportfolio beisteuern
Europäische institutionelle Anleger erwarten weiterhin niedrige Zinsniveaus
in den etablierten Wirtschaftsregionen. Doch obwohl sie für die kommenden
zwölf Monate mit mäßigen Renditen an den Rentenmärkten rechnen, wollen
institutionelle Anleger an ihrer Renten-Allokation festhalten. Zu diesem
Ergebnis kommt J.P. Morgan Asset Management in seiner ‚Fixed Income Studie
2011’. An der Befragung zwischen Mai und Juni 2011 nahmen 166 institutionelle
Investoren aus 15 europäischen Ländern teil. Dabei waren deutsche Institu-
tionelle mit 24 Prozent am stärksten vertreten, gefolgt von britischen
(22 Prozent) und französischen (12 Prozent) Profianlegern. 7 Prozent der
Teilnehmer stammten aus der Schweiz, 4 Prozent aus Österreich.
„Institutionelle Anleger bleiben trotz der starken Verunsicherungen an
den Kapitalmärkten besonnen und suchen insbesondere nach Sicherheit und
berechenbaren Ertragsquellen. Ein Trend, der sich über die Ländergrenzen
hinweg zeigt“, erläutert Peter Schwicht, Leiter des institutionellen
Geschäfts von J.P. Morgan Asset Management in Kontinentaleuropa. So
verwundert es nicht, dass 73 Prozent der Teilnehmer ihren Rentenanteil
im Gesamtportfolio auf konstantem Niveau belassen wollen oder sogar
darüber nachdenken, ihr Engagement bis zum Jahresende 2011 weiter
auszubauen.
Nick Gartside, CIO des Fixed Income Team von J.P. Morgan Asset
Management in London
22 Prozent der Teilnehmer sind im aktuell niedrigen Zinsumfeld besorgt,
ihre Ertragsziele erreichen zu können, während 19 Prozent die politischen
Risiken zunehmend als ernst zu nehmende Gefahr ansehen. Gleichzeitig
möchten 19 Prozent der Befragten den erhöhten Portfoliorisiken einen
höheren Stellenwert beimessen. Zwar liegen die Inflationsraten in Europa
derzeit deutlich unter der 2 Prozent Marke, jeweils 13 Prozent der
teilnehmenden Profianleger machen sich aber Gedanken um steigende Zinsen
bzw. eine wachsende Inflation. Nick Gartside, CIO des Fixed Income Team
von J.P. Morgan Asset Management in London, kommentiert: „Im Jahr 2011
stellt insbesondere die Staatsschuldenkrise in Europa Anleger vor große
Herausforderungen. Gerade die Situation in Griechenland aber auch die
Lage in Irland, Italien und Portugal bleibt ungewiss. Zudem haben wir
in diesem Jahr erstmals gesehen, dass bis dahin Undenkbares möglich wird.
So bestätigte Standard & Poor´s das AAA-Rating für die Vereinigten
Staaten von Amerika erstmals nicht.“
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