01.04.2011
Außereuropäische Investoren verdoppeln Transaktionsvolumen in zweiter Jahreshälfte 2010
Köln, den 01.04.2011 (Investmentfonds.de) - Das Interesse von außereuropäischen
Investoren am Gewerbeimmobilienmarkt Europas ist in der zweiten Jahreshälfte
2010 deutlich gestiegen. Dies geht aus einer Untersuchung des Immobiliendienst-
leistungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE) hervor. Demnach lag der Anteil
außereuropäischen Kapitals bei rund der Hälfte des gesamten Transaktionsvolumens,
eine deutliche Steigerung zu 33 Prozent des Jahres 2009.
Zwischen der ersten und zweiten Jahreshälfte 2010 hat sich das Investitionsvolumen
außereuropäischer Marktteilnehmer mehr als verdoppelt und erreichte in der zweiten
Jahreshälfte neun Milliarden Euro, den höchsten Wert seit Beginn des Jahres 2008.
Im Gesamtjahr 2010 konzentrierten sich die Investoren fast ausschließlich auf
London und Paris, fast acht Milliarden Euro wurden allein in diese beiden Städte
investiert. In den letzten Monaten 2010 und mit Beginn des Jahres 2011 lässt sich
sowohl in Bezug auf den Investorentypus als auch auf die Zielmärkte eine Diversi-
fikation erkennen. Dennoch bleibt ein Großteil der Investitionen auf London und
Paris konzentriert.
Eine steigende Nachfrage von nordamerikanischen Investoren wurde Ende 2010 ver-
zeichnet. Kanadische Investoren, die 2008 und 2009 kaum Präsenz auf dem Markt
gezeigt hatten, investierten 2010 1,4 Milliarden Euro in europäische Gewerbeimmo-
bilien. Ein Großteil der Transaktionen, die kanadische Investoren abschlossen,
entfiel auf das Core-Segment. Hauptinvestoren waren institutionelle Anleger und
Pensionsfonds. Hierunter fällt auch der Anteilskauf am Westfield Shopping-Center
in London durch das Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB).
Das Investitionsvolumen US-amerikanischer Investoren in Europa erreichte 2010
5,4 Milliarden Euro. Diese Summe liegt deutlich unter den Höchstwerten von 25
bis 30 Milliarden Euro früherer Jahre, entspricht aber einem Anteil von 40
Prozent am Gesamtvolumen außereuropäischer Immobilieninvestments 2010. Im
Unterschied zu den Kanadiern, waren US-amerikanische Investoren vor allem
Immobilienfonds, die sich entweder für das Core-Segment des Marktes – wie
beispielsweise die von CBRE begleitete Transaktion des Frankfurter Opernturms –
oder für Immobilien mit größeren Optimierungsmöglichkeiten interessieren.
Investoren aus Asien und dem Mittleren Osten erreichten 2010 einen Anteil am
Transaktionsvolumen von 41 Prozent. Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE
in Deutschland: „Investoren aus Asien und dem Mittleren Osten haben bei der
Erholung der europäischen Immobilienmärkte eine entscheidende Rolle gespielt.
Während ein Großteil des Kapitals von institutionellen Investoren kommt –
hierzu zählen neben Staats- vor allem Pensionsfonds – erkennen wir aktuell
ein verstärktes Interesse von Immobilienunternehmen und Privatpersonen. Der
Hauptteil der Investitionen aus Asien und dem Mittleren Osten konzentrierte
sich auf großvolumige Investments in Landmark-Immobilien in London, Paris
und einigen Städten in Deutschland.“
Quelle: Investmentfonds.de