BVI: Aktienfonds bleiben erste Wahl für Vorsorgesparen
Bei Anlegern, die ihren Sparbetrag auf verschiedene Assetklassen aufgeteilt bzw. auf schwankungsärmere Fondsarten gesetzt haben, konnten zum Beispiel Rentenfonds und Offene Immobilienfonds attraktive Renditen beisteuern. Dies ist der aktuellen Sparplanstatistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 30. September 2010 zu entnehmen. Da Fondssparpläne nicht automatisch zu Beginn der geplanten Entnahmephase „fällig“ werden, sind Anleger völlig flexibel. Zum Beispiel können Sparer Schritt für Schritt in schwankungsärmere Fondsarten umschichten oder mögliche Börsenschwächen aussitzen und nur dringend benötigte Beträge entnehmen. Dass sich ein langer Atem auszahlt, verdeutlicht auch eine Übersicht der in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse von Aktienfonds, die international investieren. Dabei bewegte sich die Jahresrendite zehnjähriger Sparpläne in einer Bandbreite zwischen minus 8,8 Prozent zum Stichtag 31. März 2009 und plus 19,1 Prozent Ende März 2000. Bei längerer Laufzeit mildern sich zwischenzeitliche Börsenschwächen hingegen deutlich ab. So lag die Bandbreite im 30-jährigen Zeitraum lediglich zwischen 4,1 Prozent p.a. (Ende März 2009) und 11,3 Prozent p.a. (Ende März 2000). Auch Mischfonds mit Anlageschwerpunkt Euro spielten bei längerfristigem Anlagehorizont ihre Rendite- stärke aus. Je nach Markteinschätzung variieren die Fondsmanager den Schwerpunkt zwischen Dividendentiteln und verzinslichen Wertpapieren. Wer zum Beispiel 20 Jahre lang 100 Euro Monat für Monat in einen Euro-Mischfonds einzahlte, hat im Schnitt ein Vermögen von rund 38.800 Euro erzielt. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 4,5 Prozent. Rentenfonds überzeugten in allen Anlagezeiträumen mit positiven Renditen bei vergleichs- weise geringen Wertschwankungen. Die jährlichen Wertsteigerungen bei Euro-Rentenfonds, die in Papieren mit einer (Rest)Laufzeit von drei bis sieben Jahren investieren, lagen im Schnitt bei 4,7 Prozent (20 Jahre) bzw. 5,5 Prozent (30 Jahre). Einen beachtlichen Zuwachs von 6,0 Prozent per annum konnten Anleger erzielen, die in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig in Emerging-Market-Rentenfonds eingezahlt haben und von deutlichen Renditeaufschlägen der Anleihen aus Schwellenländern profitierten.
Anleger, die schon mit geringen Sparbeträgen in eine risikogestreute Immobilienanlage investieren möchten, sind mit Offenen Immobilienfonds gut gefahren. So resultiert aus einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro in den vergangenen 20 Jahren ein Vermögen von gut 33.700 Euro. Das entspricht – unter Berücksichtigung des maximalen Ausgabeauf- schlags – einer jährlichen Rendite von im Schnitt 3,3 Prozent und somit einem Prozent- punkt mehr als die durchschnittliche Inflationsrate in diesem Zeitraum (Veränderung des Verbraucherpreisindexes: im Schnitt 2,3 Prozent). Auf Sicht von 30 Jahren lag die Wertsteigerung eines Sparplans per 30. September 2010 bei 4,2 Prozent p.a.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.