Investmentbarometer: Stimmung deutscher Privatanleger stabilisiert sich
Bei genauerer Betrachtung wird deutlich: Der Optimismus steigt zwar weiterhin an, aber langsamer als bisher. Während sich in der Zeitspanne von Mai bis Juli der Zuspruch der Anleger von 23,4 Prozent auf 47,3 Prozent mehr als verdoppelte, ist von Juli bis September nur ein schwacher Zuwachs von 2,3 Prozent festzu- stellen. Die Beruhigung der Eurokrise aufgrund der ergriffenen Maßnahmen und die damit verbundene Erleichterung der Anleger führten bis zur Umfrage im Juli zu einem rasanten Wachstum des Börsenoptimismus. Diese Euphorie der Anleger ist inzwischen abgeflaut, die Stimmung beruhigte sich und pendelt sich nun auf einem hohen Niveau ein. Die genannten Werte stammen aus der aktuellen Investor Confidence-Studie der Gesellschaft für Konsumforschung GfK. Die Befragungen werden im Auftrag von J.P. Morgan Asset Management alle zwei Monate durchgeführt. Dabei werden rund 2.000 Personen repräsentativ für Deutschland nach ihrem Anlageverhalten und ihrer Investitionsbereitschaft befragt. Bei der Studie im September handelt es sich um die 91. Befragung. Investor Confidence-Index steigt weiter an Sehr stabil zeigt sich in der aktuellen Umfrage der Investor Confidence- Gesamtindex. Er bildet die Gesamtstimmung hinsichtlich der Entwicklung des Aktienmarktes ab und stieg im Vergleich zur Befragung im Juli (3,4) nur um 0,1 Punkte auf 3,5. Auch dies ist ein Beleg für eine ruhige, stabile Anleger- Stimmung. Diese bildet auch der J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Index ab. Er wertet ausschließlich Aussagen positiv gestimmter Anleger aus. Also derjenigen, die davon ausgehen, dass sich der Markt in den kommenden Monaten posititv entwickeln wird. Hier ist der Indexwert von 113 im Juli auf 117 angestiegen. Auffällig ist, dass Männer und Frauen die aktuelle Lage ganz unterschiedlich einschätzen. Im Gegensatz zur positiven Börsenstimmung bei den Männern blicken Frauen seit der letzten Befragung negativer in die Börsenzukunft. So beläuft sich der Investor Confidence-Index der Frauen auf 101 (Juli-Wert 131), der Wert der Männer beläuft sich auf 125 (Juli-Wert 106). Auch der Gesamtindex spiegelt eine Zunahme der Zuversicht bei Männern und eine gleichzeitige Abnahme bei Frauen wider. Trotz des steigenden Optimismus der deutschen Privatanleger sinkt ihre Investmentbereitschaft. 36,1 Prozent der Anleger planen, in den kommenden sechs Monaten zu investieren, das sind 1,7 Prozent weniger als im Juli. Im Gegensatz hierzu wollen 57,8 Prozent in der nächsten Zeit nicht in börsen- notierte Investments anlegen. Im Juli waren es noch 53,0 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent.
Die Anleger haben die vergangenen unruhigen Monate an den Märkten noch gut in Erinnerung, bleiben vorsichtig und warten ab. Zwar lässt die aktuelle Situation am deutschen Aktienmarkt die Anleger aufatmen – doch Berichte wie die über eine mögliche erneute Rezession in den USA stehen dem gegenüber. Die Frage ob diese Situation Auswirkungen auf den DAX haben könnte, verunsichert die Anleger möglicherweise und beeinflusst damit deren Anlage- freude. Fonds weiterhin beliebte Anlageform Bei der Gruppe der Investmentbesitzer, die ihr Geld in den nächsten Monaten anlegen möchten, hat besonders das Sparbuch an Beliebtheit eingebüßt. Planten im Juli noch 11,5 Prozent, ihre Ersparnisse mittels eines sicheren Sparbuchs zu verwahren, sind es nun nur noch 6,9 Prozent. Fonds sind mit 16,8 Prozent weiterhin die beliebteste Geldanlage der Deutschen. Platz zwei belegen Tagesgeldkonten mit 11,8 Prozent. Einige Anleger weichen also von ihrem strikten Sicherheitskurs ab.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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