Nachhaltigkeit gewinnt trotz Wirtschaftskrise an Bedeutung
"Die Umfrageergebnisse belegen, dass Nachhaltigkeit kein Modetrend ist, sondern die Unternehmensführung grundlegend verändert", betont Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Nachhaltigkeitsmanagement, und Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana. "Bislang ist das Nachhaltigkeitsmanagement allerdings noch zu defensiv und innenorientiert. Die meisten Unternehmen lassen damit Chancen zur Positionierung am Markt und zum Wachstum ungenutzt", ergänzt Michael Werner, verantwortlicher Partner des Kompetenzbereichs Sustainability Services von PwC. Konkret nutzen bislang weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen Nachhaltigkeit zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen, beispielsweise durch gezielte Vermarktung ökologisch und/oder sozial vorteilhafter Produkte und Dienstleistungen. Nachhaltigkeit soll sich rechnen - Effizienz im Fokus Auch wenn die Unternehmen das Marktpotenzial nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen nur selten ausschöpfen, engagieren sie sich in erster Linie bei Nachhaltigkeitsthemen, die einen unmittelbaren ökonomischen Nutzen erkennen lassen. So haben die Steigerung der Energieeffizienz, Abfall- und Abwassermanagement und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bei der Mehrzahl der Befragten höchste Priorität. Handlungsbedarf: Biodiversität und Menschenrechte Bislang finden Themen wenig Beachtung, die auf den ersten Blick keine direkte Anbindung an das Kerngeschäft aufweisen: "Für den Erhalt von Biodiversität oder den Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit setzen sich rund ein Drittel der Befragten ein. Dabei führt eine Vernachlässigung dieser Themen bereits heute zu Ressourcenengpässen, steigenden Preisen und Reputationsschäden, die teilweise erhebliche finanzielle Auswirkungen haben", erläutert Michael Werner. Finanzen und Controlling zu wenig einbezogen Ein wesentliches Integrationsdefizit zeigt sich bei den Bereichen Finanzen und Controlling: Während Geschäftsführung, Unternehmenskommunikation und CR-Abteilungen nach Einschätzung der Befragten stark in das Nachhaltigkeitsmanagement involviert sind, trifft dies auf Rechnungswesen, Finanzen und Controlling nicht zu. "Diese Bereiche liefern dem Management entscheidungs- und erfolgsrelevante Informationen. Hier verpassen Unternehmen die Chance, etablierte Informations- und Steuerungsansätze zu nutzen und damit nachhaltigkeitsrelevante Fakten mit Finanzinformationen zu verknüpfen", so Prof. Dr. Stefan Schaltegger. Erfolgskontrolle kommt zu kurz Durch die Außenseiterrolle von Rechnungswesen und Controlling fühlen sich nur wenige Unternehmen über die Wirkungen ihres Nachhaltigkeitsmanagements informiert oder messen, inwiefern Nachhaltigkeit geschäftsrelevant ist. Weniger als die Hälfte evaluieren die Auswirkungen ihres ökologischen und sozialen Engagements auf Faktoren wie Effizienz oder Reputation hin, nur gut ein Drittel (34,8 Prozent) den Einfluss auf die Innovationstätigkeit.
Die Studie "Corporate Sustainability Barometer" - Wie nachhaltig agieren Unternehmen in Deutschland?" kann kostenfrei bestellt werden unter www.pwc.de/de/sustainability-barometer und steht unter www2.leuphana.de/csm/CorporateSustainabilityBarometer.pdf zum Download bereit. Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8664 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2 Pressekontakt: PricewaterhouseCoopers AG WPG Nicole Susann Roschker Marketing & Communications / Presseabteilung Olof-Palme-Straße 31 60439 Frankfurt am Main Tel: +49 69 9585-1669 nicole.susann.roschker@de.pwc.com Leuphana Universität Lüneburg Henning Zühlsdorff Pressesprecher Scharnhorststraße 1 21335 Lüneburg Tel.: +49 4131 677-1007 zuehlsdorff@uni.leuphana.de Centre for Sustainability Management (CSM) Leuphana Universität Lüneburg Prof. Dr. Stefan Schaltegger Scharnhorststraße 1 21335 Lüneburg Tel.: +49 4131 677-1281 schaltegger@uni.leuphana.de
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