HSBC: US-Konsum mit angezogener Handbremse
Eine Verlangsamung des Gesamtwachstums in den kommenden Quartalen ist damit sehr wahrscheinlich, da die Wachstumstreiber der jüngeren Vergangenheit - hier ist insbesondere die Lagerveränderung anzuführen - perspektivisch nicht mehr ganz so starke Effekte generieren dürften. Wir rechnen in der 2. Jahreshälfte dieses Jahres mit einem durchschnittlichen BIP-Zuwachs von rund 2 % (ann.). Bei einer nur moderaten Erholung der Binnennachfrage in Kombination mit unterausgelasteten Kapazitäten bleibt der Preisdruck in den USA gering. So dürfte die Kernrate des PCEPreisdeflators im Juni lediglich um magere 0,1 % gg. Vm. zugelegt haben. Auf Basis dieser Projektion würde die Jahresveränderung von 1,3 % auf 1,2 % nachgeben. Euro legt den Turbo ein Der Euro startete mit signifikanten Zuwächsen zum US-Dollar in die neue Woche. So legte die Einheitswährung auf Werte jenseits von 1,315 USD zu und dürfte heute die Marke von 1,32 USD überspringen. Dabei hatte in den USA der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe auf der Oberseite überrascht. So kam es zwar zu einem Rückgang von 56,2 auf 55,5 Punkte, der Konsens war allerdings nur von 54,5 Punkten ausgegangen. Zur Vorsicht mahnt indes die deutliche Rückbildung der Unterkomponente "Neue Aufträge" von 58,5 auf 53,5 Punkte - dem niedrigsten Stand seit Juni 2009. Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass die Unternehmen die Exportaussichten besser als noch im Vormonat einschätzen, d.h. besonders die Binnennachfrage scheint zu schwächeln. Dies unterstreicht den oben bereits angeführten Trend zu einer nachlassenden Konsumaktivität. Die australische Notenbank ließ auf ihrer heutigen Sitzung erwartungsgemäß den Leitzins unverändert bei 4,5 %. Dabei war seitens der Währungshüter keine Tendenz zu erkennen, den in der 2. Jahreshälfte 2009 gestarteten Zinserhöhungszyklus in näherer Zukunft wieder aufzugreifen. Entsprechend gering war die Reaktion beim australischen Dollar. Bund-Future ohne klare Tendenz Beim Bund-Future rechnen wir heute mit einer Seitwärtsbewegung oberhalb der Marke von 128. Technische Analyse EUR/NOK (Tageschart): Déjà-Vu vom Jahrestief? Die Hoffnungen auf eine anhaltende Euro-Erholung zur norwegischen Krone sind zerplatzt: der engmaschige Widerstandsgürtel aus diversen Hochpunkten aus den Jahren 2007 und 2008 zwischen 8,12 NOK und 8,19 NOK hat sich als zu hohe Latte für die Gemeinschaftswährung herausgestellt. Da im Anschluss auch noch der kurzfristige Aufwärtstrend seit Mai (akt. bei 8,05 NOK) aufgegeben werden musste, ist der Ausbruchversuch lediglich als Korrektur zur Baissebewegung seit Ende 2008 abzuhaken. Dabei schützt derzeit noch die massive Haltezone aus mehreren Tiefs bei 7,81 NOK zu 7,71 NOK vor einem Wiedersehen mit dem bisherigen Jahrestief bei 7,67 NOK. Unterhalb dieser Marke droht dann sogar das Mehrjahrestief vom Oktober 2007 bei 7,62 NOK wieder in die Schusslinie der Gemeinschaftswährung zu geraten. Die technischen Indikatoren vermögen sich dieser Entwicklung derzeit kaum in den Weg zu stellen. Einzig der relativ heißgelaufene Stochastik deutet auf nicht mehr all zu viel Spielraum für weitere Kursverluste hin. Um wieder Zuversicht für den Euro gewinnen zu können, gilt es jedoch zumindest, den o. g. Widerstandsgürtel nachhaltig zurückzuerobern. Keine schnelle Besserung in Sicht Die Situation des Euro zur norwegischen Krone ist deutlich eingetrübt. Investoren sollten ihre Euro-Shortpositionen damit zunächst ruhigen Gewissens halten können. Bondmarkt Total Returns im Juli: Die Peripherie holt auf Der Rentenmarkt hat sich im Juli überwiegend positiv entwickelt. Gemessen an der Performance der FTSE/BondTop-Indizes konnten Staatsanleihen der Peripherie gegenüber besseren Bonitäten aufholen. So bekleiden Schuldtitel von Spanien, Portugal und Italien die ersten drei Plätze unserer Performancetabelle. Ultralange spanische Staatsanleihen schlugen gleichlange Bundesanleihen um 7,2 Prozentpunkte. Die drei letzten Plätze werden bezeichnender Weise von Finnland, den Niederlanden und Deutschland belegt. Die Schwächephase französischer OATs des Vormonats scheint dagegen überwunden. Bemerkenswert ist zum einen die Tatsache, dass Staatsanleihen Covered Bonds in einem Umfeld outperformen, in dem schwächere Bonitäten die Nase vorn haben. Zum anderen weicht die Performance einzelner Assetklassen bereits bei Kurzläufern überdurchschnittlich stark voneinander ab. Staatsanleihen aus Griechenland haben leicht positive Returns erzielt (Ausnahme: >10 Jahre: +7,69 %), während sich die 10-jährige BUNDei mit -0,05 % deutlich besser entwickelte als konventionelle Bonds dieser Laufzeit. Seit Jahresbeginn ergibt sich weiterhin ein entgegen gesetztes Bild. Am auffälligsten ist der Verlust bei griechischen Staatstiteln, der im 7- bis 10-jährigen Bereich bei 23,29 % liegt. Dieser Wert entspricht dem Abschlag für GGBs beim kürzlich durchgeführten Bankenstresstest. In den kommenden vier Wochen rechnen wir mit einer Fortsetzung der aktuellen Tendenz. Von den geringen Angeboten an den Primärmärkten für Covered Bonds und für Staatsanleihen geht kein Druck auf die Risikoaufschläge aus. Wir trauen Covered Bonds eine insgesamt bessere Performance zu, da gegenüber den lokalen Staatsanleihen in einigen Fällen noch Nachholbedarf besteht. Köln, den 04.08.2010 (Investmentfonds.de) - Die heute anstehenden Daten zu den persönlichen Ausgaben in den USA dürften zeigen, dass die Konsumfreude der US-Haushalte gelitten hat. Nachdem es im Mai zu einem Plus von 0,2 % gg. Vm.
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