J.P. Morgan AM: Strategischen Stärkung der Corporate Treasurer
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Köln, den 18.02.2010 (Investmentfonds.de) -
Frankfurt, 17. Februar 2010 – Corporate Treasurer sahen sich im Krisenjahr
2009 mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Durch die Kombination
aus strengeren Kreditvergaben verbunden mit dem Rezessionsumfeld mussten
viele Unternehmen mit knapperen Liquiditätsressourcen arbeiten. So wurde
die Cashflow-Disposition strategisch wichtiger. Parallel sorgte die Schieflage
bedeutender Finanzinstitute dafür, dass die finanzielle Bonität der
Geschäftspartner wichtiger wurde. Dies zeigt die aktuelle Global Cash
Management-Studie von J.P. Morgan Asset Management, die auf jährlicher
Basis Entwicklungen und Trends im Liquiditätsmanagement von Unternehmen
untersucht. Diese Studie wurde bereits zum elften Mal gemeinsam mit der
Association of Corporate Treasurers (ACT) durchgeführt. An der
aktuellen Befragung, die von Juli bis Ende September 2009 stattfand,
nahmen weltweit 334 Corporate Treasurer teil. Den größten Anteil haben
Befragte aus den USA (25 Prozent) gefolgt von Teilnehmern aus
Großbritannien (22 Prozent). Deutschland stellt mit 12 Prozent
erstmals die drittstärkste Nation. Weitere Teilnehmer stammen aus
West- und Osteuropa, aber auch aus Asien, den Vereinigten Arabischen
Emiraten sowie Südamerika. „Mit dieser umfangreichen Abdeckung von
Regionen, Märkten und den Sektoren in denen die Befragten tätig
sind, ist die Studie ein wirklich globales Sprachrohr der aktuellen
Entwicklungen im Corporate Treasury“, unterstreicht Kathleen Hughes,
Leiterin des Bereichs Global Liquidity EMEA von J.P. Morgan Asset
Management. Als wichtigsten Trend hat sie nach wie vor die
Risikoaversion der Treasurer ausgemacht, die weiterhin Qualität
wichtiger als Rendite beurteilen.
Strategische Bedeutung des Treasures wächst
Als ihren wichtigsten Arbeitsbereich beurteilen 72 Prozent der befragten
Corporate Treasurer aktuell Cash Flow-Prognosen (Vorjahr: 17 Prozent),
gefolgt vom letztjährigen Spitzenreiter Cash Management mit 62 Prozent
(Vorjahr: 56 Prozent). Diese Verschiebung unterstreicht die Bedeutung,
die das Thema Liquiditätsmanagement für die Unternehmen bekommen hat.
So nehmen die Corporate Treasurer heute eine strategischere Rolle ein
und sie erwarten, dass sich dies zukünftig noch verstärken wird: Während
derzeit 66 Prozent der Befragten eine globale Cash Management Struktur
nutzen, erwarten sie dass dieser Anteil zukünftig auf 81 Prozent
ansteigt. „Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, wie wichtig es für
einen Corporate Treasurer ist, jederzeit einen Überblick über Finanz-
informationen und -risiken des Unternehmens zu erhalten. In vielen
Unternehmen wurden entsprechend die Prozesse angepasst“, unterstreicht
Sven Lorenz, der bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt für
institutionelle Geldmarktfonds verantwortlich ist.
Kontrahentenrisiko im Fokus
Nachdem vor der Krise die Anzahl der Bankbeziehungen kontinuierlich
zurückging, geben die Befragten seit 2007 an, ihre Bank-Partnerschaften
wieder aufzustocken. So haben sich 32 Prozent der Unternehmen 2009 noch
breiter aufgestellt – nicht zuletzt um das Kontrahentenrisiko stärker
zu diversifizieren oder sich Zugang zu Krediten zu sichern. In Asien
sind es sogar 50 Prozent der Befragten, die zusätzliche Banken beauftragen.
Bei 46 Prozent der Befragten ist die Anzahl der Bankverbindungen gleich
geblieben. Reduzieren will sie mit 22 Prozent nur jeder Fünfte. Bei der
Aufzählung der wichtigsten genutzten Dienstleistungen gaben 94 Prozent
der Corporate Treasurer das Cash Management an, mit jeweils 80 Prozent
folgen Kreditangebot und Währungsservices (79 Prozent). Wichtigstes
Entscheidungskriterium für ein Institut ist mit 59 Prozent die Service-
qualität. Wichtiger als das breite Angebot verschiedener Treasury
Management Services ist für die Auswahl einer Bank allerdings ein Full-
Service-Angebot.
Nachfrage nach Geldmarktfonds mit AAA-Rating in der Krise groß
Bei der Allokation der Liquidität sind in den verschiedenen Regionen
nach wie vor sehr unterschiedliche Herangehensweisen zu finden. Während
in den USA 45 Prozent der Corporate Treasurer Fondsvehikel nutzen, sind
es bei globaler Betrachtung nur 28 Prozent. Im asiatisch-pazifischen
Raum ist mit 25 Prozent noch eine größere Affinität zu den Fonds zu
verzeichnen als in EMEA, wo Fondsinvestments mit 18 Prozent weiterhin
unterrepräsentiert sind. Außerhalb der USA sind nach wie vor Bankeinlagen
die meist genutzte Investmentform (66 Prozent in EMEA, 60 Prozent in
Asien). Insgesamt ist die Allokation in Bankeinlagen über die letzten
Jahre jedoch gesunken: 2007 lag diese global noch bei 61 Prozent, 2008
bei 55 Prozent und bei der aktuellen Befragung bei 54 Prozent.
Liquidität wichtiger als Ertrag
Während ein Großteil des Liquiditätsmanagement also noch über klassische
Bankdisposition erfolgt, gaben 47 Prozent der Befragten an, aktuell in
institutionelle Geldmarktfonds mit AAA-Rating zu investieren. Weitere
27 Prozent verlassen sich auf eine noch sicherheitsorientiertere Variante:
Geldmarktfonds mit AAA-Rating, die ausschließlich in Staatsanleihen
investieren. Weniger sicherheitsorientierte Fonds nutzen derzeit nur
10 Prozent. Während bei der Befragung 2008 die Rendite noch das wichtigste
Kriterium zur Auswahl eines Geldmarktfonds war steht aktuell für 45 Prozent
der Befragten die tägliche Liquidität und jederzeitige Verfügbarkeit der
Gelder ganz oben. Auf dem zweiten Platz folgt dann der Ertrag (44 Prozent)
und auf dem dritten Rang die Reputation (39 Prozent).
Die Risikoaversion der Unternehmen zeigt sich unter anderem darin, dass die
Anlagekriterien bei 49 Prozent der Befragten Geldmarktfonds ausschließen –
ein Anstieg von rund zehn Prozentpunkten. Hier spiegelt sich sicherlich das
gesunkene Vertrauen gegenüber Geldmarktfonds, die kein AAA-Rating aufweisen,
wider – schließlich haben einige Fonds in der Finanzkrise offenbart, dass
es unterschiedliche Risikoprofile von Geldmarktfonds gibt. Bei denjenigen,
die in Geldmarktfonds investieren dürfen, sind die Anforderung an die
Investments zudem noch gestiegen: Über 50 Prozent erfordern als Mindestbonität
ein AAA-Rating. Für Bankeinlagen verlangen ebenfalls rund 20 Prozent der
Befragten ein AAA-Rating – in Anbetracht der immer geringeren Anzahl von
Banken solcher Bonität erscheint dies bemerkenswert.
Die Zukunft des Liquiditätsmanagements
Befragt nach ihren wichtigsten zukünftigen Themen im Cash Management nannten
71 Prozent der befragten Treasurer Liquidität als erste Priorität, gefolgt
vom Kontrahentenrisiko mit 68 Prozent. Die Sorge, Cash-Prognosen einzuhalten,
ist mit 60 Prozent nach wie vor hoch. Noch im letzten Jahr wurde das Währungs-
risiko als besonders groß angesehen, gefolgt von der Kreditkrise und dem
Reporting.
„Die Folgen der Kreditkrise werden die Corporate Treasurer also auch
weiterhin beschäftigen“, zieht Sven Lorenz das Fazit der Studie. So sei
gerade in Deutschland zu beobachten, dass - da zunehmend die Bankenlimite
eingeschränkt würden – die sehr risikoaversen Geldmarktfonds verstärkte
Nachfrage erfahren. „Vorzugsweise werden Fonds von Asset Managern gewählt,
die in der IMMFA – also der Institutional Money Market Fund Association –
organisiert sind. Die IMMA stellt klar definierte Regeln auf, wie diese
institutionellen Geldmarktfonds investieren können“, erläutert Lorenz
J.P. Morgan Asset Management – Global Liquidity
J.P. Morgan Asset Management ist mit einem verwalteten Vermögen von über
500 Milliarden US-Dollar einer der weltweit größten Anbieter von Geldmarktfonds,
davon werden allein außerhalb der USA über 184 Milliarden Euro in Geldmarktfonds
mit AAA-Rating verwaltet (Stand: 31. Dezember 2009). Dies belegt das große
Vertrauen der Anleger in die umfassende Expertise der Gesellschaft bei der
Verwaltung von kurzfristigen Anlagen. So global wie die betreuten Kunden
aufgestellt sind, präsentieren sich auch die Vertriebs- und Service-Teams
in den USA, Europa und Asien. Auch in Frankfurt gibt es ein eigenes
Liquidity-Team zur Betreuung der Kunden in Deutschland, Österreich und der
Schweiz rund um das Thema Geldmarktfonds. Rund die Hälfte der Dax-Unternehmen
vertrauen bereits J.P. Morgan Global Liquidity ihr Geld an.
Pressekontakt bei J.P. Morgan Asset Management
Annabelle Düchting, PR & Marketing Managerin
Telefon: (069) 7124 22 75, Mobil: (0151) 55 03 17 11
E-Mail: annabelle.x.duechting@jpmorgan.com
Internet: www.jpmam.de/presse
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