Weiterhin überzeugende langfristige Gründe für ein Investment in Indien
Betrachtet man die letzten Monate, so ist die Stimmung in Indien etwas
verhaltener geworden, was vorwiegend durch Befürchtungen wegen der Inflation,
der schwachen Regenfälle und des ausufernden Haushaltsdefizits ausgelöst
wurde. Millionen von Menschen feierten am 17. Oktober 2009 Diwali, das
Lichterfest der Hindu, und somit den Beginn eines neuen Jahres. Welche
langfristigen Aussichten ergeben sich nun für den indischen Aktienmarkt?
Sukumar Rajah, Chief Investment Officer für Asiatische Aktien und
Sub-Advisor des Franklin India Fund, ist davon überzeugt, dass das
längerfristige Wachstumspotenzial Indiens dank der starken Fundamentaldaten
intakt bleibt. Er kommentiert vor allem, wo das Wachstum liegt: "Die
langfristige Wachstumsstory in Indien ist eine Interaktion von Infrastruktur-
und Konsumthemen."
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Es gäbe aufgrund der steigenden verfügbaren Einkommen attraktive Chancen in den Sektoren des Konsum- und Investmentbereichs. "Wir sind davon überzeugt, dass Sektoren, die huckepack auf den Themen Binnenkonsum und Investment reiten können, auf mittlere bis lange Sicht günstige Möglichkeiten darstellen. Sie werden vom stetigen Strukturwandel in Indien profitieren." Indien ist bei Finanzdienstleistungen noch immer unterversorgt, aber das stark wachsende persönliche Einkommen führt zu steigender Nachfrage und bietet so dem Franklin Templeton India Team reichlich Anlagemöglichkeiten. Sukumar Rajah erläutert: "Angesichts der geringen Penetration der Bank- und Finanzdienstleistungen in Indien dürften die Unternehmen in diesem Sektor ein enormes Potenzial aufweisen. Gut etablierte große Privatbanken wie die HDFC Bank und die Kotak Mahindra Bank zum Beispiel sind günstig platziert, um von diesen Wachstumschancen zu profitieren." Allgemeiner formuliert, weist er darauf hin, dass die indischen Märkte 2009 weltweit an der Spitze lagen. Sukumar Rajah beurteilt zudem die Nachrichtenlage über Konjunktur und Unternehmensgewinne in den letzten Monaten als ermutigend. "Die historische Entwicklung der indischen Unternehmen bei der Eigenkapital- rendite, sowie der zunehmenden Binnenanteil an den Unternehmensgewinnen sind positiv zu werten und verhelfen Indien zu einem Bewertungsaufschlag gegenüber anderen Emerging Markets. Es gibt zudem klare Hinweise auf eine stärkere Nachfrage nach Gebrauchs- und Investitionsgütern, was ebenfalls für ein Gewinnwachstum spricht. Allerdings müssen die Anleger in bestimmten Marktnischen auf eine Überbewertung des Wachstums achten." Zweifellos beeinflusst Indien die übrigen Märkte Asiens. Innerhalb Asiens ist Indien eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften mit starker Binnennachfrage und einer starken Verbraucherbasis. Sukumar Rajah geht davon aus, dass sich dadurch Möglichkeiten für eine breite Palette von Unternehmen in der Region ergeben dürften. Darüber hinaus hat Indien kürzlich mit Südkorea und der Association of South East Asian Nations (ASEAN) Handelsabkommen unterzeichnet, um Handelsschranken abzubauen und den Handel in der Region zu fördern. Trotz des allgemeinen Optimismus im Land erkennt Sukumar Rajah auch, dass für Anleger Risiken bestehen: "Kurzfristig stellen der zunehmende Inflations- druck und eine mögliche Verschiebung der globalen Stimmung die größten Probleme dar. Das massive Angebot an Neuemissionen dürfte ebenfalls das Aufwärtspotenzial des Marktes begrenzen. Indien weist ein hohes Haushalts- defizit aus. Die Regierung muss die Haushaltskonsolidierung forcieren." Für Sukumar Rajah überwiegen die Chancen die kurzfristigen Risiken. Die langfristigen Aussichten des indischen Aktienmarkts beurteilt er als günstig. Er meint abschließend: "Jetzt, da sich Unternehmensgewinne und Konjunktur erholen, bleibt Indien auf mittlere bis lange Sicht ein überzeugender Anlagegrund. Ein positives politisches Umfeld wird den Reformprozess unterstützen und dürfte das Land befähigen, nachhaltig höhere Wachstumsraten zu generieren. Strukturbedingte Wachstumstreiber, z. B eine günstige demografische Entwicklung, und die zunehmenden Staats- und Unternehmens- ausgaben, werden langfristig das Gewinnwachstum fördern." Der Franklin India Fund ist mit vier Sternen von Morningstar ausgezeichnet, wurde im Oktober 2005 aufgelegt und wird gemanagt von Stephen Dover in San Mateo, Kalifornien, dem International Chief Investment Officer der Local Asset Management Group von Franklin. Sukumar Rajah fungiert als Sub- Advisor für den Fonds. Der Fonds zielt auf langfristigen Kapitalzuwachs und investiert dazu in Wertpapiere über die gesamte Bandbreite der Marktkapitalisierung in Indien. Das Investment Team setzt bei der Einzel- titelauswahl auf einen Bottom-up Ansatz und wählt die nach eigener Überzeugung besten Investment-Kandidaten aus allen Sektoren aus, darunter auch derzeit nicht gefragte Unternehmen. Zur Feinabstimmung des Portfolios werden auch Top-down Länderbewertungen eingesetzt. Mit einem verwalteten Vermögen von fast USD 823 Mio. generierte der Franklin India Fund in den letzten drei Jahren bis zum 30. September 2009 einen Gewinn von 42,7 %. Der entsprechende Morningstar-Sektordurchschnitt lag bei 24,2 %.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.