Robeco Marktausblick: Liquiditätsbedingte Rally dürfte weiter anhalten
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Die Aktien von Schwellenmärkten sind wieder beliebt. Bei den Umschichtungen der Anlageprodukte spielt für Léon Cornelissen auch die positivere Bewertung der Aktien in Schwellenmärkten eine Rolle. Seiner Meinung nach haben diese, wie die europäischen Aktien, die besten Anlageaussichten. Seine früheren kurzfristigen Zweifel zu den Schwellen- märkten haben sich als unbegründet erwiesen, die damalige lokale Schwäche der Börsen in China wirkte sich nicht auf die Anlageklasse allgemein aus. „Da unsere Bedenken sich verflüchtigten, dass die staatlichen Förderungen in China deutlich reduziert werden, und da das Wachstum weiter beeindruckend ist, ließen wir unsere kurzfristigen Zweifel fallen und sehen wieder die langfristig attraktiven Chancen der Schwellenmärkte“, so Léon Cornelissen. Obwohl die Bewertung nicht länger ein Argument für die Börsen der Schwellenmärkte ist – die Kurse entsprechen bei diversen Kennziffern im Wesentlichen denen der entwickelten Länder – verweist er darauf, dass die wirtschaftlichen Bedingungen allgemein besser sind als in den Industrie- staaten und dass die Wirtschaft wieder an Schwung gewonnen hat. Aussichten für Aktien im pazifischen Raum schlecht Wenn als Anlageziele die Schwellenmärkte und Europa bevorzugt werden, bedeutet dies, dass Aktien aus Nordamerika und dem pazifischen Raum weniger attraktiv sind. Negativ für die US-Wirtschaft sind die enorme Förderung, die für eine Erholung erforderlich war, das unsichere Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2010, die weitere Schwäche des Dollars, die Budgetdefizite 2009 und 2010 und die hohe Verschuldung im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt. Im pazifischen Raum befürchtet Léon Cornelissen, dass die Deflation in Japan weiter anhält, die relative Performance aber zurückbleibt. Von Aktien dieser Region erwartet er nicht viel. Anleihen: Investment Grade-Unternehmensanleihen weiter bevorzugt Staatsanleihen stuft Cornelissen als „neutral“ ein. Allgemein gilt als unwahrscheinlich, dass die Zentralbanken die kurzfristigen Zinsen zulasten der Anleihen vor der zweiten Hälfte des kommenden Jahres erhöhen. Insgesamt dürfte die Inflation aufgrund der zögerlichen wirtschaftlichen Erholung weiter niedrig bleiben. Dagegen stehen Bedenken über den Inflationsdruck nach dem Jahr 2010, bedingt durch den wachsenden Wohlstand in den Schwellenmärkten. „Vor allem rechnen wir damit, dass Anleger immer mehr Bedenken wegen der aggressive Geldpolitik haben, die zurzeit verfolgt wird, sowie wegen der Budgetdefizite der Regierungen und der steigenden Verschuldungsquote. Angesichts der Verschul- dungsquote wird Inflation zu einem verführerischen Mittel, um die Belastung der Weltwirtschaft zu reduzieren“, so Léon Cornelissen. Aus diesem Grund erwartet er bei den langfristigen Zinssätzen keine wesentlichen Veränderungen. Unternehmensanleihen haben weiter bessere Aussichten. In dieser Kategorie bevorzugt Cornelissen Anleihen mit der Bewertung „Investment Grade“ gegenüber Hochzinsanleihen. Der Grund dafür liegt darin, dass die gute Performance der Hochzinsanleihen die Zusatzrendite reduzierte, die Anleger für diese Anleihen erhielten. Nach Ansicht von Léon Cornelissen liegen die Erträge jetzt auf einem Niveau, das angesichts der aktuellen makroökonomischen Bedingungen normal ist. Angesichts der Fragen zur Nachhaltigkeit der Erholung sind Anleihen solider Unternehmen jetzt attraktiver. Immobilien mit schlechterer Performance als Aktien Abschließend ist Léon Cornelissen der Ansicht, dass Immobilien etwas weniger attraktiv sind als Aktien. „Immobilien sind eine Anlageklasse, die am Ende eines Anlagezyklus attraktiv wird, und die Anleger rechnen jetzt wieder mit einer Erholung. Wir fragen uns jedoch, ob diese Erholung schon weit genug gekommen ist“, so Léon Cornelissen. In diesem Zusammenhang verweist er auf die schlechten Ertragsaussichten und die hohen Bewertungen. Tatsächlich wurden die Erwartungen des MSCI World REITs vor allem nach unten korrigiert und Analysten prognostizieren kein Ertragswachstum im Jahr 2010. Anleger zahlen jedoch für REITs etwa das 22-fache der in den kommenden zwölf Monaten erwarteten Erträge. Bei Aktien zahlen sie nur das 15-fache.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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