Gamax: Glänzende Wachstumsperspektiven in Asien
Dr. Peter Fischer, Mitglied des Vorstandes der GAMAX Management AG
Wie wirken sich aktuell die Konjunkturprogramme der chinesischen Regierung
auf die Wirtschaft Chinas aus?
Das chinesische Konjunkturankurbelungsprogramm wirkt sich bereits sehr positiv
auf die Binnenkonjunktur des Landes (z.B. Bau- und Infrastrukturinvestitionen)
aus. Im Unterschied zu den USA, wo die nötige Neuverschuldung auf eine sehr
hohe Altverschuldung trifft, kann China das Konjunkturpaket mit einem Volumen
von rund 400 Mrd. Euro über zwei Jahre aufgrund der geringen Staatsverschuldung
gut bewältigen. Ferner kann China vor dem Hintergrund von zuletzt negativen
Inflationsraten und noch relativ hohen Notenbankzinsen von über 5% die Zinssätze
noch deutlich zurücknehmen. Noch wichtiger ist ein sehr bedeutender monetärer
Indikator: die Mindestreservehaltung. Im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern
hat China äußerst solide und nachhaltig die Inflation durch höhere Mindestreserven-
Anforderungen der Banken bekämpft. Hier hat man erst jüngst begonnen zu lockern.
Die USA hatten trotz aller US-Inflation die Mindestreserven nie angehoben und
auch die Börsenspekulation nie durch Erhöhung der Bareinschüsse bei Kreditkäufen
von Aktien begrenzt. China kann also auf einem sehr soliden Fundament aufbauen.
Wie wird sich Asiens Wirtschaft bis Ende 2009 entwickeln? Gibt es hier
Unterschiede zur Wirtschaft anderer Schwellenländer oder auch entwickelter Länder?
Wenn ja, worin bestehen die Vorteile/Nachteile?
Im Unterschied zu anderen Schwellenmärkten sind die Wachstumsperspektiven in
Asien weiterhin intakt. Allein die demografische Entwicklung spricht im Unterschied
z.B. zu Osteuropa für die Region. Auch besteht bei den asiatischen Ländern in der
Regel keine zu große Abhängigkeit von einzelnen Rohstoffen. Die Entwicklung
Russlands wird hingegen maßgeblich vom Ölpreis bestimmt. Darüber hinaus ist Russland
aufgrund der jüngsten Kreditkrise stark vom internationalen Kapitalmarkt
abgeschnitten. Die Investitionsbereitschaft ist dementsprechend stark gesunken. Der
Frühindikator Kreditgewährung liegt in China dagegen zurzeit ca. 30% über Vorjahres-
niveau. In diesem Jahr wurden im Reich der Mitte bereits etwa genauso viele Kredite
vergeben wie im gesamten Vorjahr.
Warum sollten Anleger jetzt in Aktien asiatischer Unternehmen investieren?
Asiatische Aktien sind in Bezug auf die Ertrags- und Substanzbewertung auf den
ersten Blick nicht viel anders bewertet als die Aktien der Industrieländer. Beim
Buchwert muss man jedoch berücksichtigen, dass dieser in Asien meist keinen
"Goodwill" (also immaterielle Werte, die eigentlich eine sehr zweifelhafte
„Substanz“ darstellen) enthält. Inklusive eines "Goodwill" wären die asiatischen
Kurs-/Buchwerte deutlich tiefer. Ferner kann in Anbetracht der guten Frühindikatoren
davon ausgegangen werden, dass die Unternehmensgewinne steigen werden (vor allem
bei binnenorientierten Branchen, von Einzelhandel bis zu Finanzdienstleistern),
während sie in den westlichen Industrieländern wahrscheinlich länger fallen werden.
Neben den guten Gewinnaussichten durch die gesunden und oftmals schuldenfreien
Bilanzen sprechen zudem hohe Dividendenrenditen von aktuell bis zu 10% für
asiatische Aktien.
Welche Länder Asiens werden aktuell im Portfolio des GAMAX Maxi-Fonds Asien
International bevorzugt? Weshalb?
China und Hongkong werden mit Blick auf die Konjunkturindikatoren (Kreditvergabe,
Investitionen und Einzelhandelsumsätze) und aufgrund der attraktiven Bewertung der
Unternehmen bevorzugt. Vor allem der chinesische Konsument ist weiterhin in einer
sehr soliden Finanzsituation. 56% der Bilanz eines durchschnittlichen chinesischen
Haushalts liegen in geldmarktähnlichen Anlagen, während die Kredite nur 8% betragen.
Dem stehen 8% an Aktienwerten und 34% an Immobilienwerten gegenüber. Der chinesische
Haushalt ist also immer noch außerordentlich flüssig und spart über ein Viertel
seines verfügbaren Einkommens (der gesamte private Sektor inklusive Unternehmen
hat sogar eine Sparquote von rund 40%). Die amerikanische Sparquote der Haushalte
ist zwar wieder von Null etwas angestiegen, liegt aber erst bei knapp 6%. In China
machten Investitionen im vergangenen Jahr 42% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts
aus, während nur 35% auf den Konsum der Haushalte entfielen. Die hohen chinesischen
Investitionen sind aber eine Garantie dafür, dass die natürliche Kette einer gesunden
Volkswirtschaft (zuerst Investitionen, dann Beschäftigungsanstieg, dann Konsum) in
China erhalten bleibt und dass das Land nicht in einer volkswirtschaftlichen
Sackgasse steckt wie die USA (erst Schuldenerhöhung – sofern überhaupt noch möglich –,
dann Konsumsteigerung). Die um gut 20% rückläufigen China-Exporte machten im ver-
gangenen Jahr netto (!) lediglich 8,1% des Bruttoinlandsprodukts aus, da die Importe
ebenfalls sehr hoch sind. Nur ca. 10% der Arbeitsplätze sind direkt vom Export
abhängig, so dass die Schrumpfung in diesem Sektor die Volkswirtschaft weit weniger
belastet als zunächst befürchtet. Der Konsum wächst weiterhin real mit ca. 15% –
im weltweiten Vergleich eine einmalig gute Situation. Angesichts der hohen Sparquote
und der Bemühungen der Regierung, durch Verbesserung der staatlichen Gesundheits-
leistungen ein geringeres Vorsorge-Sparen zu erreichen, dürfte der Konsum
längerfristig noch stärker zulegen als dies allein aufgrund der Beschäftigungsent-
wicklung realistisch wäre.
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Über GAMAX Management AG
Die GAMAX Management AG wurde 1992 mit Sitz in Luxemburg gegründet. Seit 2001
gehört die Verwaltungsgesellschaft zum führenden italienischen Finanzdienst-
leistungskonzern Mediolanum. Die GAMAX FUNDS und die MEDIOLANUM GAMAX FUNDS
bieten Kunden ein breites Anlagespektrum. Die Fondspalette reicht von inter-
nationalen Aktienfonds über Misch- und Rentenfonds bis hin zum Vermögensver-
waltungsfonds. In Deutschland und Österreich verwaltet das Unternehmen ein
Gesamtvermögen von über 300 Millionen Euro. Bei der Portfolioverwaltung setzt
die GAMAX Management AG auf die im deutschen Markt bekannten und sehr erfolgreichen
Fondsmanager DJE Kapital AG und PEH Wertpapier AG.
Über die Mediolanum Banking Group
Die Mediolanum Banking Group ist einer der bedeutendsten und innovativsten
Finanzkonzerne Europas. Seit 1998 ist die Mediolanum-Gruppe im S&P/MIB gelistet.
Dieser Index - vergleichbar mit dem Deutschen DAX - umfasst die 40 wichtigsten
italienischen Unternehmen. Mediolanum Banking Group betreut mittlerweile mehr
als eine Million Kunden mit einem in Fonds und Versicherungen investierten
Vermögen von rund 32 Milliarden Euro. Die Mediolanum-Gruppe umfasst neben Banken
auch Versicherungs- und Kapitalanlagegesellschaften und ist in Italien, Irland,
Deutschland, Luxemburg und Spanien vertreten.
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