Barings: Die asiatischen Aktienmärkte setzen ihre Erholungstendenz fort
Die asiatischen Aktienmärkte setzen ihre Erholungstendenz fort,
schreiben die Fondsexperten von Barings im aktuellen Marktbericht. Die
Gründe dafür sind die gestiegene Risikobereitschaft sowie sich weltweit
verbessernde Frühindikatoren. In China hatte der Einkaufsmanager-Index
im November 2008 sein Tief erreicht und stieg daraufhin in fünf
aufeinander folgenden Monaten wieder an. Trotz der unerwartet schwachen
US-BIP-Zahlen für das I. Quartal ermutigt der steigende Privatkonsum in
den USA den Markt.
Die Aussichten asiatischer Aktien sind trotz der globalen
Unsicherheit nach wie vor viel versprechend. Obwohl die ver-
öffentlichten Unternehmensgewinne im I. Quartal 2009 gegenüber dem
Vorjahr einen deutlichen Rückgang belegen, gehen die negativen
Korrekturen der Gewinnprognosen seitens regionaler Marktteilnehmer
allmählich zurück. Darüber hinaus haben einzelne Unternehmen ihre
Gewinnprognosen angesichts eines Wiederaufbaus der Lagerbestände
sowie einer unerwartet hohen Endnachfrage angehoben. Insgesamt weist
Asien äußerst hohe Sparraten auf und verfügt über ein solides
Bankensystem. Durch diese Faktoren sollte die Region in der Lage
sein, mit den derzeitigen Problemen besser fertig zu werden als die
westlichen Industriestaaten. Jedoch trüben das Ausmaß und die Dauer
der globalen Rezession und die Grippeepidemie die Aussichten für
Asien weiterhin. Die größten Risiken bestehen in einer sich weiter
ausbreitenden Grippeepidemie, einer unerwartet schwachen Endnachfrage
sowie umfangreichen Kapitalaufnahmen insbesondere von Finanzinstituten.
Hongkong / China
Das BIP-Wachstum Chinas ging im I. Quartal 2009 auf 6,1% zurück. Andere
Wirtschaftsdaten zeigten jedoch eine leichte Verbesserung. Der chinesische
Einkaufsmanager-Index (PMI) überwand die 50 Punkte-Marke und lag im
März bei 52,4 sowie im April bei 53,5 Punkten. Dies deutet darauf hin,
dass die Industrieproduktion wieder ansteigt, nachdem sie in den letzten
fünf Monaten noch zurückgegangen war. Im März kletterte die Industrie-
produktion um 8,3% und damit deutlicher nach oben als während der ersten
beiden Monate des Jahres 2009 (+3,8%). Die Einzelhandelsumsätze wiederum
stiegen im März im Vergleich zum Vorjahr um 14,7% an, nachdem sie im
Februar gegenüber dem Vorjahr 11,6% zugelegt hatten. Die Exporte sanken
um 17,1%, während die Importe im Vorjahresvergleich um 24,9% nachließen.
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Der Aktienmarkt setzt seine Erholung fort. Angetrieben wird er dabei von sich verbessernden Zahlen zur Binnenkonjunktur und höheren Lagerbeständen der Unternehmen sowie gestiegenen Konsumausgaben in den USA. Der Hang Seng China Enterprises-Index kletterte im April um 12,6% nach oben. Die Automobilbranche tendierte hauptsächlich aufgrund eines Programms zum Austausch alter Autos und Busse überdurchschnittlich. Der Sektor hoch- wertige Konsumgüter legte wegen Spekulationen der Anleger zu, dass die Regierung eine Reihe politischer Maßnahmen einleiten könnte, um den Binnenkonsum anzukurbeln. Das Segment Baustoffe wiederum entwickelte sich überdurchschnittlich, nachdem der Staatsrat Pläne bekannt gegeben hatte, die Mindestkapitalanforderungen zu reduzieren, um so Investitionen zu fördern. Im Gegensatz dazu tendierten Versicherer unterdurchschnittlich, nachdem sie für das I. Quartal 2009 unein- heitliche Zahlen zum Prämienwachstum veröffentlicht hatten. Auch unabhängige Stromversorger blieben hinter dem breiten Markt zurück. Der Grund dafür war die Unsicherheit um die Vertragsverhandlungen im Kohlesektor. Korea Koreanische Aktien setzten ihren deutlichen Aufwärtstrend, der Anfang März eingesetzt hatte, fort und legten im April in lokaler Währung 13,5% zu. Interessanterweise waren internationale Investoren weiterhin die wichtigsten Käufer, weil Korea tendenziell als einer jener Märkte angesehen wird, die als erste auf eine Erholung der globalen Nachfrage reagieren werden. Die Wirtschaftsdaten belegen, dass das koreanische BIP im I. Quartal 2009 gegenüber dem IV. Quartal 2008 um 0,1% zugelegt hat. Obwohl es im Vergleich zum Vorjahr nach wie vor mit 4,3% im Minus liegt, deutete dieses Ergebnis auf eine leichte Stabilisierung des Wirtschaftswachstums hin. Darüber hinaus ist der Leistungsbilanzüberschuss Koreas inzwischen auf 6,6 Mrd. US-Dollar und damit auf ein Rekordhoch gewachsen. Dies führte zu einer Aufwertung des Koreanischen Won. ASEAN Die Märkte legten weiter kräftig zu, weil sich verbessernde wirtschaftliche Frühindikatoren jene Investoren, die an „das zarte Pflänzchen einer Erholung“ glaubten, hoffen ließen. Selbst der Ausbruch der Schweinegrippe konnte das Kaufinteresse der Anleger nicht bremsen. Die ASEAN-Märkte verzeichneten einen hervorragenden April, denn der MSCI South East Asia-Index legte 17,7% zu. Auf Branchenebene entwickelten sich zyklische Segmente wie die Sektoren Grundstoffe, Energie, hochwertige Konsumgüter und Finanzen am besten. Aufgrund der hohen Gewichtung der Rohstoffbranche legte Indonesien mit einem Plus von 30,5% (zu dem auch ein 9%-iger Anstieg der Rupie beitrug) die besten Ergebnisse vor. Die Stimmungslage gegenüber der Rupie wurde von dem gestiegenen Kaufinteresse der Anleger gestützt, und zwar insbesondere, nachdem die sogenannten Sukuk-Bonds (Shariah-konforme Anleihen, die den religiösen Regeln des Islams entsprechen) sechsfach überzeichnet waren. Die Parlamentswahlen verliefen erfreulich und stärkten die Verhandlungsposition des Präsidenten vor der Präsidentschaftswahl im Juli. Außerdem legten Banken und marktbreite Unternehmen zu Beginn der Gewinnsaison in Indonesien überraschend positive Ergebnisse vor. Der thailändische Markt konnte trotz des Debakels im Zusammenhang mit den politischen Unruhen, die zum peinlichen Abbruch der ASEAN-Konferenz führten, 17% zulegen. Dies war in erster Linie auf die solide Entwicklung seiner zyklischen Sektoren zurückzuführen. Auch Singapur verzeichnete eine kräftige Kursrallye, weil die Anleger in Finanzaktien wie Immobilienwerte und Bankentitel investierten, nachdem neue Immobilienversteigerungen positiv aufgenommen worden waren. Die wirtschaftlichen Frühindikatoren innerhalb der Region deuteten zudem darauf hin, dass das I. Quartal 2009 im Hinblick auf den Rückgang des BIP der bisher schlimmste 3-Monatszeitraum war. Die Philippinen blieben mit einem Plus von lediglich 6,7% hinter dem allgemeinen Trend zurück, obwohl die Zahl der Auslandsüberweisungen im Februar die Erwartungen übertraf.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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