M.Mobius / Templeton: Einschätzung Emerging Markets
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Mexiko zeigte sich dagegen unterlegen, da seine Wirtschaft eng mit der US-amerikanischen verknüpft ist. Besorgnis erregten aber auch die Überweisungen von Mexikanern, die in den USA arbeiten. Asien, China und Taiwan gehörten zu den schwächsten Märkten ihrer Region, während Hongkong und Indien einen Vorsprung verbuchen konnten. Aktuelles aus den Regionen Die chinesische Volkswirtschaft wuchs im letzten Quartal 2008 im Jahresvergleich um 6,8%. Für das gesamte Jahr liegt das Wachstum damit bei 9,0% gegenüber dem Vorjahr. Das BIPWachstum ging im vierten Quartal gegenüber den im Jahresvergleich im dritten Quartal verzeichneten 9,0% zurück, was in erster Linie an rückläufigem Exportwachstum und schwächerer Industrieproduktion lag. Die chinesische Regierung verkündete für 2009 ein Wachstumsziel von 8,0%. Um das zu erreichen, gab Premierminister Wen Jiabao im Januar sechs politische Leitlinien heraus und sagte weitere Bemühungen zur Wiederbelebung des Wachstums zu. Die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) nach China stiegen 2008 gegenüber den im Vorjahr ausgewiesenen 78,7 Mrd. US-Dollar um 23,6% auf einen Rekordwert von 92,4 Mrd. US-Dollar. Das verdeutlicht Chinas anhaltende Attraktivität. China hielt mit 1,95 Bio. USDollar Ende 2008 nach wie vor die größten Devisenreserven der Welt. Dadurch verfügt das Land über reichhaltige Ressourcen, um seine heimische Wirtschaft zu stützen. In Südkorea schrumpfte das BIP im vierten Quartal 2008 um 3,4% im Jahresvergleich, nachdem es im vorangegangenen Dreimonatszeitraum um 3,8% zugenommen hatte. Das lag vor allem an der schwächeren Binnennachfrage. Schärfere Kreditbedingungen und mangelndes Vertrauen lösten vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise einen Rückgang des privaten Konsums um 4,4% aus. Der Inflationsdruck ließ weiter nach. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 4,1%, im November waren es noch 4,5% gewesen. Die koreanische Zentralbank hielt an der Lockerung ihrer Währungspolitik fest und senkte die Leitzinsen im Januar um 50 Basispunkte (0,5%) auf 2,5%. Die Regierungen bemühten sich weiter um die Unterstützung der Wirtschaft und stießen ein Beschäftigungsprogramm für 32,7 Mrd. US-Dollar an. In Bezug auf die politische Situation erfolgte im Januar eine geringfügige Umbildung des Kabinetts, um das Vertrauen in die Regierung von Präsident Lee Myung-bak zu stärken. Die mexikanische Zentralbank senkte ihre BIP-Prognose für 2009 gegenüber früheren Wachstumsschätzungen, die sich auf 0,5% bis 1,5% beliefen, auf ein Minus von 0,8% bis 1,8% im Jahresvergleich. Die Hauptgründe für die Abwärtskorrektur liegen unter anderem in strengeren Kreditbedingungen, aber auch in der Verschlechterung der Realwirtschaft und des Finanzsystems. Für 2008 rechnet die Bank mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Regierung kündigte jedoch im Berichtsmonat ein neues Paket fiskalischer Anreize zur Wirtschaftsförderung an. Dessen Schwerpunkte sind Arbeits- und Häusermarkt, Inflation und öffentliche Ausgaben. Die Zentralbank senkte ihren Leitzins um 50 Basispunkte (0,5%) auf 7,75%, um den Inflationsdruck zu verringern. Die Inflation erreichte 2008 mit 6,5% ein Sechsjahreshoch.
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Die brasilianische Zentralbank beschloss im Januar eine Lockerung der Währungspolitik und drückte den Leitzins um 100 Basispunkte (1,0%) auf 12,75%. Dies war die erste Zinssenkung der Bank seit über einem Jahr und soll die Kreditkosten reduzieren, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Präsident Lula da Silva kündigte außerdem Pläne zur baldigen Umsetzung weiterer wachstumsfördernder Maßnahmen an. Die eingehenden FDI erhöhten sich im Jahresvergleich 2008 um 30,3% auf 45,1 Mrd. US-Dollar. Hinzu kommt, dass die Devisenreserven mit 206 Mrd. USDollar Ende 2008 nach wie vor hoch waren, wodurch das Land seine Wirtschaft gegen größere Finanzschocks abfedern kann. Für die südafrikanische Wirtschaft wird fürs nächste Jahr eine Erholung prognostiziert, zu der die Vorbereitungen auf die Fußballweltmeisterschaft 2010 beitragen sollen. Diese könnte den Branchen Tourismus, Dienstleistungen und Infrastruktur Auftrieb verleihen. Die Inflation fiel im Dezember auf ein Neunmonatstief. Der CPIX (Verbraucherpreise ohne Hypothekenzinsen) kletterte im Jahresvergleich um 10,3% gegenüber 12,1% im November. Das war in erster Linie gefallenen Transportkosten infolge der niedrigeren Ölpreise zu verdanken. An der politischen Front hatte das oberste Berufungsgericht das Urteil einer niedrigeren Instanz aufgehoben, die das Korruptionsverfahren gegen den Parteiführer des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) Jacob Zuma niedergeschlagen hatte. Zuma gilt weithin als aussichtsreicher Kandidat auf das Präsidentenamt, obwohl das jüngste Ausscheiden mehrerer ANC-Politiker zur Gründung einer neuen Partei den ANC vor Probleme stellen könnte. In Russland setzten sich die Bestrebungen der Regierung zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums im Januar fort. Dort wurde ein 1,3 Mrd. US-Dollar schweres Hilfspaket zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit geschnürt. Das Land verzeichnete 2008 infolge der globalen Finanzkrise, der Korrektur der Rohstoffpreise und des militärischen Konflikts mit Georgien im Laufe des Jahres per Saldo Kapitalabflüsse in einer Rekordhöhe von 130 Mrd. US-Dollar. Das stellte die 2007 eingegangenen Zuflüsse von 83,1 Mrd. US-Dollar in den Schatten. Die Inflation tendierte weiter abwärts. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 13,3% – so gering wie seit März 2008 nicht mehr. Das lag vor allem an nachgebenden Nahrungsmittel- und Ölpreisen. Der Inflationsdruck dürfte 2009 weiter abnehmen. Im Berichtsmonat unterzeichneten Russland und die Ukraine nach zwei Wochen mit Lieferausfällen eine langfristige Vereinbarung zur Wiederaufnahme der Gasexporte nach Europa Die türkische Regierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) verkündeten eine zehntägige Unterbrechung der Gespräche über den Abschluss einer neuen Kreditvereinbarung. Diese Gespräche sollen sich nach der Wiederaufnahme auf strukturelle fiskalische Reformen konzentrieren. Es wird allgemein erwartet, dass es zu einer neuen Kreditvereinbarung kommt. Die Zentralbank verstärkte ihre Bemühungen um die Unterstützung der heimischen Wirtschaft, indem sie die Referenzzinssätze – Borrowing und Lending Rate – jeweils um 200 Basispunkte (2,0%) auf 13,0% bzw. 15,5% senkte. Der Inflationsdruck ließ weiter nach. Die Verbraucherpreise gingen im Dezember auf ein Achtmonatstief von 10,1% gegenüber dem Vorjahr zurück. Im November waren es noch 10,8% gewesen.
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