18.10.2007
AE: aktuelle Markteinschätzung Bonds
Köln, den 18.10.2007 (Investmentfonds.de) - BONDS:
Vor dem Hintergrund anhaltend schwacher Wirtschaftsdaten
und der immer noch zu spürenden Belastung durch die
Kreditverknappung, sind die Erträge für US-Bonds generell
zurückgegangen. Die FED dürft e die US-Zinssätze noch
weiter senken, während die übrigen Zentralbanken geplante
Zinserhöhungen vermutlich entweder vertagen oder ganz
aussetzen.
In den nächsten Wochen dürft en die 10-Jahres-Erträge
niedrig bleiben. Solange die neuen Wirtschaft sdaten
das Risiko einer Rezession in den USA nicht bestätigen,
erscheint eine erneute bedeutsame Rallye der Anleihen
unwahrscheinlich.
Im Jahre 2008 dürft e es mit der US-Wirtschaft wieder
schrittweise aufwärts gehen, und die Märkte werden mit
der Zeit wieder erwarten, dass die FED ihre Leitzinsen
erhöht. Wir gehen davon aus, dass die Erträge auf 10-
jährige Staatsanleihen auf 5%+ steigen werden (von aktuell
4,5%). Daher halten wir für langfristige Modelle an unserer
Untergewichtung von US-Bonds fest.
In den nächsten Monaten dürft en europäische und
japanische Anleihen eine schlechtere Performance zeigen
als US-Schuldtitel. Denn die kurzfristigen Geldsätze werden
vermutlich eher stabil bleiben, als zu sinken und auch die
kurzfristigen Wachstumsaussichten sind besser. Doch 2008
dürft en wieder Europa und Japan outperformen, wenn der
Wirtschaft saufschwung eine höhere Reife erreicht.
überwunden sahen.
Die Gewinne im Finanzsektor haben sich Anfang des dritten
Quartals drastisch verlangsamt oder sind zurückgegangen
und es wurden Warnungen zu künft igen Gewinnerwartungen
ausgegeben. Die Gewinnerwartungen sind aber ohnehin
niedrig; für die Investoren war es aber tröstlich, dass die
Verluste verbrieft er Vermögenswerte publik gemacht wurden.
Die Probleme bei Subprime-Hypotheken werden fortdauern
und für hohe Volatilität sorgen, und auch die potenziellen
Abwärtsrisiken dürft en hoch bleiben. Es gibt aber erste
Anzeichen für eine Milderung der Kreditknappheit und
auch für die Aktien dürft e es Aufwärtschancen geben, da die
FED die Zinssätze vermutlich noch mindestens ein weiteres
Mal senken wird.
Die Gewinne in den USA außerhalb des Finanzsektors
werden in den kommenden Monaten vermutlich unter Druck
geraten, da das Wirtschaft swachstum weiterhin schwach ist.
Die Bewertungen sind aber immer noch moderat und die
Unternehmensbilanzen erfreuen sich einer generell guten
Gesundheit.
Obwohl die europäischen und japanischen Aktien auf
gleicher Linie wie die der USA steigen dürft en, bleibt auch die
Volatilität auf hohem Niveau. Dennoch sind die Bewertungen
vernünft ig, der anhaltende Wirtschaft saufschwung
dürft e ein gutes Gewinnwachstum unterstützen und die
Währungsstärke dürft e keine allzu schädliche Wirkung
haben.
Quelle: Investmentfonds.de