16.10.2007
RisingStar: Studie zu Private-Equity-Anlagen in Asien
Köln, den 16.10.2007 (Investmentfonds.de) -
– Die attraktivsten Renditen der Private-Equity-Branche werden zukünftig
in Asien generiert
– Asiatische Märkte bergen neben Chancen auch Risiken für Investoren
– Stadium und Größe der Transaktionen definieren den Anlageerfolg
– Buy-out-Märkte wie Japan, Australien und Südkorea bieten hervorragende
Renditeaussichten
Aus der Publikationsreihe STAR Research veröffentlicht die Rising Star AG zu dem
Thema Private-Equity-Investments in Asien. Asien ist in seiner Entwicklung und
volkswirtschaftlichen Zusammensetzung ein sehr heterogener Markt; gesamtwirtschaftliche
Voraussetzungen und politische Bedingungen variieren regional sehr stark und schaffen
ihrerseits unterschiedliche Bedingungen für Private-Equity-Investments. Die vorliegende
Studie befasst sich mit der Frage, worauf Private-Equity-Investoren achten müssen, um
von diesem Potenzial optimal profitieren zu können und gibt konkrete
Handlungsempfehlungen.
Die mittel- bis langfristigen Renditepotenziale in Asien sind höher als in den USA oder
Europa. Grund dafür ist die anhaltende Wachstumsdynamik in der Region Asien-Pazifik.
Die Wachstumsraten sind mit den Wirtschaftswunderjahren in Deutschland vergleichbar,
in denen die größten deutschen Privatvermögen begründet wurden. Demgegenüber stehen
Kapitalüberhangsquoten in den traditionellen Private-Equity-Märkten in den USA und
Kerneuropa. Eine der Grundlagen für die hohe Renditeerwartung der asiatisch-pazifischen
Private-Equity-Märkte ist der Eigenkapitalbedarf aufstrebender national und
international agierender Unternehmen der Region. Schwache regionale Bankensysteme und
unterentwickelte Finanzmärkte können den für aufstrebende Unternehmungen hohen Fremd-
und insbesondere Eigenkapitalbedarf nicht zur Verfügung stellen, was Investitionschancen
für global aufgestellte Private-Equity-Gesellschaften eröffnet.
Das wirtschaftliche Umfeld schafft die Voraussetzungen für langfristig stabile
Renditen. So weisen vor allem China und Indien seit Jahren stabile Wachstumsraten des
Bruttoinlandsproduktes und des Pro-Kopf-Einkommens auf, was zum Wachstum breiter
konsumfreudiger Mittelschichten beiträgt. Auf diese Weise löst die Entwicklung der
beiden Nationen den Wirtschaftsboom einer ganzen Wirtschaftsregion aus, wovon Private-
Equity-Investoren profitieren können.
Stadium und Größe der Transaktionen bestimmen den Anlageerfolg
Dennoch darf die Euphorie der wirtschaftlichen Prosperität des asiatisch-pazifischen
Raumes nicht über die immer noch existenten Probleme hinwegtäuschen. So sollten
insbesondere in China und Indien regulatorische Unsicherheiten, umweltbedingte Probleme,
unterentwickelte Infrastrukturen und schwache Banken- und Finanzsysteme Auslöser für
Zurückhaltung der Investoren bei direkter Investition in diese beiden Ökonomien sein.
Dies gilt insbesondere für den Venture-Capital-Sektor, der angesichts eines sechsmal
höheren Fundraisings im Vergleich zu den Investments stark überhitzt ist und an die
Stilblüten des Neuen Marktes in Deutschland erinnert. Hohe Kapitalüberhangsquoten
lassen eine Blasenbildung vermuten.
Insofern kommt die STAR Research-Studie zu dem Schluss, dass vor allem Buy-out-
Investments in die wirtschaftlich etablierten Ökonomien Asien-Pazifiks wie Australien,
Japan, Singapur oder Südkorea, welche von dem Boom der beiden Wachstumskatalysatoren
der Region (China und Indien) profitieren, lukrativ sind, da diese ein attraktives
Rendite-Risiko-Profil aufweisen.
Quelle: Investmentfonds.de