22.08.2007
Metzler: Zwei Drittel aller Anleger haben keinen genauen Überblick über die Entwicklung ihrer Fonds
Köln, den 22.08.2007 (Investmentfonds.de) - Fondsanleger sind oft nur unzureichend über
die Wertentwicklung ihrer Fonds informiert: Zwei Drittel können überhaupt nicht oder nur
in etwa sagen, wie ihre Fonds gerade dastehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsenta-
tive Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Metzler Asset Manage-
ment.
Die Forsa-Studie zeigt, dass 69 % der Befragten ihr Fondsdepot von einer Bank oder Spar-
kasse verwalten lassen. Investmentgesellschaften, Direktbanken und Fondsplattformen stehen
bei der Fondsverwaltung dagegen bislang kaum im Fokus. 43 % der Befragten nutzen laut
Studie ausschließlich das Fondsangebot ihrer Hausbank oder Sparkasse. Nur gut ein Drittel
aller Fondsanleger kauft auch Fonds anderer Anbieter. „Hier liegt häufig das Problem,
denn eine wirklich unabhängige Beratung, frei von jeglichen Konzerninteressen, findet
oft nicht statt", so Hartmut Petersmann, Mitglied des Partnerkreises der B. Metzler seel.
Sohn & Co. Holding AG.
Fondsanleger fühlen sich zu wenig betreut
Entsprechende Defizite bei der Fondsberatung und -betreuung sehen auch die im Rahmen
der Studie befragten Fondsanleger. Nur knapp jeder Fünfte gibt an, regelmäßig von seinem
Bankberater kontaktiert zu werden. Jeder vierte Befragte findet, dass sich sein Berater
zu wenig um seine Fondsanlage kümmert und zu selten auf sinnvolle Depotanpassungen oder -
umschichtungen hinweist.
„Die Umfrageergebnisse belegen, dass der Wissensstand über das eigene Fondsdepot vieler
Anleger zu wünschen übrig lässt und dass es im Fondsgeschäft häufig an guter Beratung
und Betreuung mangelt. Die unabhängige Beratung, gekoppelt mit einer leistungsstarken
Abwicklungs- und Serviceplattform, ist somit gefragt“, kommentiert Petersmann die
Studienergebnisse.
Kaum Überblick über die Produkte am Markt
Die Forsa-Studie offenbart auch, dass sich nur etwa jeder dritte Fondsanleger in Deutsch-
land gut über die Produkte am Markt informiert fühlt. Ungefähr jeder zweite gibt an, in
etwa Bescheid zu wissen, und jedem sechsten Fondsanleger fehlt jeglicher Überblick.
Viele Anleger scheinen sich nicht darüber im Klaren zu sein, welche Möglichkeiten sie
auf dem deutschen Investmentmarkt haben. „Das kann bares Geld kosten“, so Petersmann,
„Erst recht, wenn künftig die richtige Produktwahl vor dem Hintergrund der Abgeltungsteuer
noch wichtiger wird.“
Informationsdefizite bei den Verwaltungskosten
Die Meinungsumfrage bringt zudem Informationsdefizite der Anleger hinsichtlich der
Verwaltungskosten ihrer Fondsdepots zu Tage: Insgesamt 29 % der Befragten geben an, dass
ihnen ein genauer Überblick hierzu fehlt. Ein Drittel der Anleger kann nur in etwa sagen,
wie viel sie für die Verwaltung des Depots zahlen.
Quelle: Investmentfonds.de