14.08.2007
Fidelity: Notenbanken pumpen weiter Geld in die Märkte
Köln, den 14.08.2007 (Investmentfonds.de) - Die europäischen Börsen wurden am Freitag
unverändert von der Angst beherrscht, die Krise am USKreditmarkt könne sich weiter
ausweiten. Finanzwerte wie Barclays, ABN Amro und Société Générale zogen die Märkte
nach unten. An der Wall Street gaben die Aktienkurse erst heftig nach, erholten sich
dann aber, nachdem die Federal Reserve den Markt mit zusätzlichen Mitteln versorgt hatte,
und beendeten den Handelstag mit einem Minus von 0,2%. Die asiatischen Börsen starteten
am Montagmorgen uneinheitlich in den Handel, nachdem sie am Freitag hohe Kursabschläge
hatten hinnehmen müssen.
Rund um den Globus versuchten die Zentralbanken den zweiten Tag in Folge sich mit
Liquiditätsspritzen gegen die große Krise zu stemmen. Die EZB stellte am Freitag 61,05
Milliarden Euro bereit, um den europäischen Geldmarkt zu stabilisieren. Und in den USA
pumpte die Federal Reserve in zwei Kreditgeschäften insgesamt 35 Milliarden Dollar ins
Bankensystem. Trotz heftiger Kurseinbrüche am Donnerstag und Freitag beendeten die drei
renommierten Aktienindizes der USA die letzte Woche im Plus. Der Dow Jones Industrial
Average gewann 0,4%, Standard & Poor's 500 legte 1,4% zu, und der Nasdaq Composite
kletterte um 1,3% nach oben. Die amerikanischen Anleger warten auf die für diese Woche
angekündigte Bekanntgabe wichtiger Konjunkturdaten, darunter die Zahlen zu Inflation und
Verbrauchervertrauen.
Weitere Themen sind Einzelhandelsumsätze, Anzahl der begonnenen Hausbauten und der neuen
Arbeitslosenanträge pro Woche. Trevor Greetham, Fondsmanager bei Fidelity, kommentiert:
“Es ist für Anleger sicherlich keine schlechte Idee, das Anlagerisiko etwas zu reduzieren,
wenn sich bei den derzeitigen Turbulenzen neue Investmentchancen auftun. Es wäre aber
ganz sicher ein Fehler, Titel voreilig zu verkaufen, bevor die aktuellen Tiefstände
überwunden sind und der Markt wieder anzieht. Die Fundamentaldaten zeigen unverändert
nach oben, und es ist nicht damit zu rechnen, das sich das makroökonomische Umfeld in
absehbarer Zukunft weiter verschlechtert. Angesichts der enorm gedämpften Anlegerstimmung
sind weitere Eingriffe seitens der Zentralbanken wahrscheinlich.“
Während die Nervosität an den Kreditmärkten weiter anhält, wächst die Sorge, die
US-Subprime-Krise könne auf andere Anlageklassen übergreifen. Verschlimmert wird die
Situation zudem durch den Liquiditätsmangel am Geldmarkt. Wir glauben jedoch, dass
unverändert starke makroökonomische Fundamentaldaten und Unternehmensaussichten
mittelfristig weiterhin einen positiven Ausblick bieten. Für uns als Bottom-up-Stock-
picker eröffnen sich bei dem momentanen Ausverkauf am Aktienmarkt interessante Anlage-
chancen.
Quelle: Investmentfonds.de