27.06.2007
SZ-Euroland-Indikator: Verlängerte Verschnaufpause
Köln, den 27.06.2007 (Investmentfonds.de) • Im Juni sinkt der SZ-Euroland-Indikator von
leicht nach oben korrigierten 3,69 % auf 3,61 %. Damit geht die Verschnaufpause des
Konjunkturbarometers erwartungsgemäß in die Verlängerung. Das Niveau des Indikators
bleibt aber hoch. Wieder steigende Werte können nach dem momentanen Stand der Dinge
für den Herbstbeginn erwartet werden.
• Im April erhielt die Industrieproduktion der Eurozone erstmals seit langem wieder
einen deutlichen Dämpfer. Die Referenzreihe des SZ-Euroland-Indikators, die die
Produktion glättet, konnte allerdings – voraussichtlich ein vorerst letztes Mal –
von 4,06 % auf 4,11 % zulegen.
1. Die Schwächephase des SZ-Euroland-Indikators geht im Juni in die Verlängerung: Das
Konjunkturbarometer sinkt auf einem weiterhin überdurchschnittlich hohem Niveau von nach
oben revidierten 3,69 auf 3,61 Prozent. Nach momentanem Stand der Dinge ist mit einer
wieder zunehmenden Dynamik erst für die Herbstmonate zu rechnen.
2. Letzten Monat mag es noch verwundert haben, dass der SZ-Euroland-Indikator eine
leicht negative Tendenz anzeigt. Mittlerweile ist aber klar, dass das zweite Quartal
für Euroland im aktuellen Aufschwung wieder ein weniger starkes war: Die Einkaufs-
managerindizes für das verarbeitende Gewerbe sinken in der Tendenz seit Februar,
die Auftragseingangsdynamik ist nicht mehr ganz so kräftig wie noch zu Jahresbeginn
und dementsprechend stagniert das Industrievertrauen. Auch der ifo-Index für Deutschland
zeigte sich im Juni unerwartet schwach. Grundsätzlich ist aber kein Abbruch des
aktuellen Aufschwungs des Euroraumes zu erwarten, vielmehr befinden wir uns in eine
reiferen Phase, in der Wachstumsraten nicht mehr so schnell gesteigert werden können
wie bisher, weil hier und da bereits Kapazitätsgrenzen erreicht werden.
3. Was der SZ-Euroland-Indikator seit einiger Zeit andeutet, hat sich mit den harten
Zahlen zur Industrieproduktion der Eurozone im April bewahrheitet: In jenem Monat musste
die Erzeugung im verarbeitenden Gewerbe erstmals seit langem wieder einen deutlichen
Dämpfer hinnehmen. Die Zeit des nahezu ungebremsten Wachstums, wie wir sie vor rund einem
Jahr erlebt haben, ist hier also vorerst vorbei. Die Referenzreihe des SZ-Euroland-
Indikators, die laufende Jahresveränderungsrate der Industrieproduktion Eurolands,
konnte derweil ein voraussichtlich (vorerst) letztes Mal von 4,06 % auf 4,11 % zulegen.
Das liegt daran, dass es sich bei ihr um eine geglättete Reihe handelt.
Quelle: Investmentfonds.de