16.03.2007
Fidelity sieht Chancen bei osteuropäischen Anleihen
Köln, den 16.03.2007 (Investmentfonds.de) - Die Anleiheexperten von Fidelity
International erwarten in den kommenden Monaten weiterhin weltweit stabile
Rentenmärkte. Bei einzelnen Titeln erwarten die Spezialisten allerdings steigende
Risiken. Diese werden sie durch eine tiefgehende Analyse festverzinslicher
Wertpapiere sowie durch eine gezielte Einzeltitelauswahl minimieren. Als besonders
aussichtsreich erachten die Fidelity Fondsmanager und Analysten Investitionen in
osteuropäische Anleihen.
Die derzeitige Stabilität der internationalen Anleihemärkte lässt sich laut David
Meade, Head of Credit Research bei Fidelity International, vor allem auf vier
Faktoren zurückführen: ein freundliches gesamtwirtschaftliches Umfeld, gute
Fundamentaldaten der Unternehmen, vernünftige Anleihebewertungen sowie den großen
Kapitalbedarf der Anleiheemittenten. "Momentan sprechen viele Anzeichen dafür,
dass sich die positive Entwicklung fortsetzt. Die Kreditausfallraten bleiben im
Vergleich zum langjährigen Durchschnitt weiterhin gering", sagte Meade.
Allerdings sollten sich die Investoren trotz der freundlichen Aussichten auch
auf mögliche Risiken bei einzelnen Unternehmen einstellen. Wenn Gesellschaften ihr
Kapital statt zur Schuldentilgung für Fusionen und Übernahmen einsetzen oder
kreditfinanzierte Zukäufe planen, ist eine erhöhte Vorsicht angebracht. "Die
Anleiheemittenten werden ihrer konservativen Linie voraussichtlich treu bleiben.
Unsere Analysten sehen jedoch bei jedem Titel genau hin, um aufkommende Risiken
rechtzeitig zu erkennen. So lassen sich Anleihen von hoher Qualität sowie
aussichtsreiche Anlageideen aufspüren", so Meade.
Das Fidelity Expertenteam suchte in jüngster Zeit verstärkt in Osteuropa nach
günstigen Investmentgelegenheiten. Das Volumen der von osteuropäischen Unternehmen
herausgegebenen Anleihen wächst rasant. "Anleihen osteuropäischer Banken bieten
viele langfristig aussichtsreiche Investmentchancen. Eine Reihe von Kreditinstituten
aus Russland, Kasachstan und der Ukraine haben aufgrund der steigenden Nachfrage
nach Verbraucherkrediten einen wachsenden Kapitalbedarf, den sie durch die Emission
von Anleihen decken", erklärte Meade. Dadurch steigt zwar die Vielfalt der
Anlagemöglichkeiten, aber auch die Notwendigkeit einer gezielten Auswahl von Qualitäts-
titeln.
Für eine positive Entwicklung der osteuropäischen Anleihemärkte spricht das Interesse
westeuropäischer Großbanken an Übernahmen. Durch die Zukäufe erschließen sich die
Institute Expansionsmöglichkeiten auf schnell wachsenden Märkten. Auch die zahlreichen
Verbesserungen bei den Ratings für osteuropäische Staaten sowie die zunehmende
Kreditnehmer-Bonität zahlreicher Banken verleihen den Märkten Auftrieb. Die Zahl
der Anleiheemittenten mit hoher Kreditnehmer-Bonität (Investment Grade) steigt.
Anlegern steht der Fidelity Funds - Emerging Market Debt Fund (ISIN LU0238203821)
zur Verfügung, wenn sie auf einen weiteren Aufschwung an den osteuropäischen
Rentenmärkten setzen wollen. Der Fonds investiert in hochverzinsliche Anleihen, die
im Vergleich zu Titeln aus etablierten Industrienationen ein leicht erhöhtes Risiko
aufweisen können. Der im Januar 2006 aufgelegte Fonds erzielte einen erfolgreichen
Start: Im seinem ersten Jahr brachte er Anlegern eine Wertentwicklung von 6,9 Prozent
(Stichtag: 31. Januar 2007).
Quelle: Investmentfonds.de