05.01.2007
Fidelity: Große Chancen gerade bei den kleineren Schwellenländern
Köln, den 05.01.2007 (Investmentfonds.de) - Schwellenländer werden auch in 2007
die dynamischsten Volkswirtschaften weltweit sein. Nachdem sich das Anlegerinteresse
zuletzt vor allem auf die großen vier so genannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland,
Indien und China konzentriert hatte, bietet nun besonders eine Reihe kleinerer
Märkte hervorragende Investmentchancen.
Bei der Suche nach Aktien mit großem Kurspotenzial wurden Investoren zuletzt auch
in Ländern wie Südkorea, Taiwan, Mexiko oder Südafrika fündig. "Viele Unternehmen
in diesen Staaten erzielen hohe Gewinne und sind dennoch günstig bewertet. Daraus
ergeben sich hervorragende Anlagegelegenheiten", sagte Robert von Rekowsky, Manager
des Fidelity Funds - Emerging Markets Fund.
Mit seinem Fonds strebt der Aktienstratege eine breite Streuung des Kapitals in
den Schwellenländermärkten an, die sich durch hohe Wertschwankungen und große
Marktenge auszeichnen. "Ein guter Emerging Markets-Fonds verfügt deshalb grundsätzlich
über ein günstigeres Rendite-Risiko-Profil als die in letzter Zeit in Mode gekommenen
BRIC-Fonds", sagte Rekowsky. Diese seien nur auf vier Staaten fokussiert, die zudem
stark voneinander abhingen: Der Energie- und der Rohstoffsektor spielten hier eine
dominante Rolle und machten die Produkte besonders anfällig für Preisschwankungen bei
Öl und anderen Rohstoffen. "BRIC-Fonds beruhen auf einem auf den ersten Blick
bestechenden Marketingkonzept. Allerdings gehen Anleger mit ihnen ein unnötiges
Klumpenrisiko ein, das durch Kurskorrekturen in nur wenigen Branchen schnell sichtbar
werden kann", sagte Rekowsky.
Im asiatischen Raum zählt Rekowsky außer Indien und China vor allem Südkorea und
Taiwan zu seinen Favoriten. Diese Länder hätten erfolgreich ihre Finanzsysteme und
Börsengesetze reformiert, um ähnlich starke Einbrüche wie während der Asienkrise
Ende der 90er-Jahre zu verhindern. Hohe Wachstumsraten und Handelsüberschüsse sowie
stark ausgeweitete Reserven an ausländischen Währungen seien weitere Pluspunkte.
Auf Unternehmensebene sprechen die niedrige Verschuldung sowie hohe Dividendenrenditen
vieler Gesellschaften für Investitionen.
In Lateinamerika setzt Rekowsky in erster Linie auf Brasilien, den bedeutendsten
Aktienmarkt der Region. Doch auch Mexiko bildet einen Schwerpunkt im Fidelity
Emerging Markets Fund. "Viele mexikanische Gesellschaften verdienen gut am Export
in die USA. Zudem erwacht hier - wie in anderen Schwellenländern auch - eine
zahlungskräftige Mittelschicht, die für hohe Unternehmensgewinne sorgt", erklärte
der Fondsmanager. Zur Abrundung seines Portfolios sucht er auch in Südafrika und
Russland nach aussichtsreichen Aktien.
Anhand von Analysen volkswirtschaftlicher Faktoren schätzt Rekowsky zunächst die
Perspektiven für jedes Schwellenland ein. Dadurch erhält er einen Rahmen für die
Titelauswahl. An eine spezifische Ländergewichtung ist der Fondsmanager dadurch aber
nicht gebunden. Bei der Zusammenstellung seines Portfolios setzt Rekowsky auf eine
gezielte Einzeltitelauswahl.
Die Sorgfalt bei der Aktienauswahl zahlt sich für die Anleger aus. So erzielte der
Fidelity Emerging Markets Fund (ISIN LU0048575426) seit Oktober 2001 innerhalb von
fünf Jahren eine Wertentwicklung von 238,5 Prozent. Im Einjahres-Vergleich legte der
Fonds um 40,8 Prozent und im Dreijahres-Vergleich um 125,5 Prozent zu. Der
Vergleichsindex erreichte dagegen über ein Jahr ein Plus von 35,0 Prozent, über
drei Jahre 115,0 Prozent. Damit gehörte der Fonds jeweils zu den besten 25 Prozent
seiner Vergleichsgruppe.
Quelle: Investmentfonds.de