18.09.2006
RisingStar: Die Zeit ist reif für Private Equity in den dynamischen Wachstumsregionen Europas
Köln, den 18.09.2006 (Investmentfonds.de) -Private Equity ermöglicht die Beteiligung
an den wachstumsstärksten Sektoren der zentral- und osteuropäischen Regionen der
ersten EU-Beitrittsrunde von 2004 und den zukünftigen EU-Aspiranten. Das Vermögen
von erfolgreichen Familiendynastien verlagert sich aus den USA und Europa zunehmend
in ertragreichere dynamische Wachstumsregionen.
Die Erfolgsstory eines Warren Buffet ist in bestehenden etablierten Volkswirtschaften
sicherlich nicht wiederholbar. Blickt man jedoch auf die US-amerikanische
Investorenvergangenheit von Warren Buffet zurück, so stellt man fest, dass dieser
damals in den besten Jahren der aufstrebenden US-Wirtschaft sein Kapital von einigen
Tausend Dollar in rund 40 Jahren 25.000 mal vermehrt hat. Die USA galten damals noch
als ein dynamischer Wachstumsmarkt. Das „Orakel von Omaha“ hätte heute sicherlich
ebenfalls reelle Chancen, sein Kapital innerhalb der nächsten 40 Jahre in Volkwirt-
schaften wie Osteuropa oder Asien, in denen derzeit ein dreifach so hohes Wachstum
wie in anderen Regionen stattfindet, gewinnbringend zu vermehren. Dieses Wachstum
hat sich als langfristiger Trend gefestigt.
Während in Westeuropa der Widerstand gegen Unternehmensverkäufe aufgrund der
traditionellen Familienbetriebe spürbar ist, haben Privatisierung und ausländische Direktinvestitionen in Zentral- und Osteuropa ein unternehmerisches, handels-
orientiertes Klima geschaffen, welches sich hervorragend für den Transfer von
Unternehmenswerten eignet. Der EU-Beitritt der acht zentral- und osteuropäischen
Länder am 1. Mai 2004 hat ein entscheidendes Signal gesetzt. Die verbesserten
rechtlichen und politischen Entwicklungen haben das richtige Klima für Private
Equity nicht nur für die Beitrittsländer sondern auch für die zukünftigen
Beitrittskandidaten geschaffen.
Kapitalknappheit in der Region
Zentral- und Osteuropa erlebt eine Phase des schnellen Wachstums und der schnellen
Entwicklung, wobei eine Nachfrage sowohl nach privatem als auch nach öffentlichem
Kapital generiert wird. Trotzdem hat die Region nach den meisten Kennzahlen
(Verhältnis Marktkapitalisierung der börsennotierten Unternehmen zum BIP, Institu-
tionelle Investoren zum BIP, etc.) im Vergleich zu anderen Märkten noch ein
riesiges ungenutztes Aufnahme-potential für Equity-Kapital. Da wachsende
Unternehmen und Unternehmen im Restrukturierungsprozess generell einen hohen
Kapitalbedarf, aber nicht die nötigen Cashflow-Charakteristiken haben, um
signifikante Kreditbeträge zu erhalten, sind Private Equity Investitionen überaus
willkommen. Diese ermöglichen ihnen, ihre Finanzierungslücke zu schließen. Direktes
Equity Investment hat von 7 Milliarden USD 2003 auf 23 Milliarden USD 2004
zugenommen und Prognosen zeigen, dass Private Equity bis Ende 2006 nochmals
jeweils um 35 Milliarden USD zunehmen wird. Weiter wird ein konstant hoher Zufluss
an ausländischen Direktinvestitionen von ungefähr 4% des BIP über die nächsten
fünf Jahre erwartet. In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt der Private
Equity- Investitionen zur Expansionsfinanzierung von mittelgroßen Unternehmen im
späteren Stadium und zu Buy-and-Build-Strategien hin verlagert. Ziel der
Investitionen sind etablierte, rentable Unternehmen mit lokalen Managementteams
und hohen Wachstumspotentialen. Zunehmend stehen auch strukturierte Finanzierungs-
möglichkeiten für Leverage-Transaktionen und Mezzanine-Kapital zur Verfügung,
wodurch Buy-Out-Aktivitäten gefördert werden. Trotzdem bleibt der Anteil an
Fremdkapital bei Private Equity-Transaktionen beträchtlich unter dem, der sich
heute in westlichen Märkten beobachten lässt. Dadurch ist das Transaktionsrisiko
geringer als bei Buy-out-Investitionen in den USA oder Paneuropa.
Auch die makroökonomischen Fakten sprechen eine klare Sprache: Heute haben alle
neuen EU-Mitgliedstaaten aus Zentral- und Osteuropa eine geringere Inflation, eine
stabilere Wirtschaft, offenere politische Systeme und eine ausgeglichenere
Exportbilanz. Die Region verfügt über ein breites Spektrum an Investitionsmöglich-
keiten in unterschiedlichen Branchen, über eine hohe Wachstumsdynamik und durch die
EU über ein stabiles rechtliches Umfeld.
Früh eingestiegene, staatlich unterstützte Fonds wie die European Bank for
Reconstruction and Development, oder von der US-Regierung unterstützte “Enterprise
Funds” brachten talentierte Arbeitskräfte aus dem Ausland in die Region, wodurch
der Private Equity Technologie-Transfer und der Import westlicher Geschäftsmodelle
gefördert wurde. Mittlerweile können Private Equity-Teams in diesen dynamischen
europäischen Wachstumsregionen bereits auf mehr als zehn Jahre Erfahrung zurückblicken.
Gleichzeitig wächst die Anzahl der lokalen Managementtalente konstant, da die Region
für im Westen ausgebildetete Manager sowie für erfahrene osteuropäische Manager
attraktiv wird, weshalb die Abhängigkeit von ausländischer Managementexpertise stark
reduziert wurde. Die Private Equity Industrie hat in der Region eine steile
Lernkurve hinter sich und avanciert nun zum langfristig attraktivsten und rendite-
stärksten regionalen Markt der Anlageklasse.
Quelle: Investmentfonds.de