23.08.2006
Chemie-Industrie: Weitere Mega-Deals in der Pipeline
Frankfurt am Main (ots) - - Studie von PricewaterhouseCoopers belegt: Starker Anstieg der Firmenkäufe und Zusammenschlüsse zwischen 2003 und 2005 - Mega-Deals beherrschen den Markt - West-Europa ist der größte Schauplatz - Auch 2006 hält der Trend zur Konsolidierung an Die Chemie-Industrie erlebt derzeit einen massiven Strukturwandel.Fusionen und Übernahmen werden auch in Zukunft die Branche prägen. Zudiesem Ergebnis kommt PricewaterhouseCoopers (PwC) in der Studie"Chemical Compounds". PwC untersuchte darin Unternehmenstransaktionenund Firmenkäufe weltweit, die jeweils 50 Millionen Dollar und mehr anWert umfassten. Demnach gingen zwischen 2003 und 2005 insgesamt 245solcher Transaktionen über die Bühne. 2003 waren es noch 62, im Jahr2005 stiegen sie um über 50 Prozent auf 95. Das Gesamtvolumenverdoppelte sich sogar nahezu von 28,3 Milliarden Dollar auf 55,6Milliarden Dollar im Betrachtungszeitraum. "Das Interesse an der Chemiebranche ist unverändert hoch. VieleUnternehmen versuchen, mit dem Erwerb von Unternehmen oderUnternehmensbereichen ihre Marktposition in Europa und Asienabzusichern", so die Analyse von Dr. Volker Fitzner, Global ChemicalsAdvisory Leader bei PwC. "Der Trend zur Konsolidierung wird auch in2006 anhalten Mit der Akquisition von BOC durch Linde steht diebislang größte Firmenübernahme der Branche an." Rückkehr der großen Deals Einer der bedeutendsten Trends der vergangenen Jahre ist dieKonzentration auf Mega-Deals in einer Größenordnung von mindestenseiner Milliarde Dollar. Insgesamt gab es im Zeitraum zwischen 2003und 2005 35 Übernahmen mit einem kumulierten Volumen von 82,1Milliarden Dollar. Das entspricht 62,5 Prozent aller getätigtenGeschäfte gemessen am Gesamtvolumen von rund 131,4 Milliarden Dollar.Großfusionen werden von Jahr zu Jahr bedeutender: Lagen 2003 nochacht Transaktionen über einer Milliarde Dollar, waren es 2005 mit 15fast doppelt so viele. Auch der Wert der einzelnen Geschäfte nahmüber die Jahre zu. Der größte Deal 2003 war die Akquisition von OndeoNalco durch eine Investorengruppe bestehend aus Blackstone, ApolloManagement und Goldman Sachs Capital Partners mit einem Volumen vonannähernd 4,4 Milliarden Dollar. Zwei Jahre später umfasste dergrößte Zusammenschluss - von Ineos und Innovence - rund neunMilliarden Dollar. West-Europa führt Rangliste der Transaktionen an In West-Europa wurden gemessen am Transaktionsvolumen zwischen2003 und 2005 allein 46 Prozent aller Transaktionen abgewickelt.Insgesamt 94 Übernahmen und Fusionen kamen dort zum Abschluss. DerGesamtwert lag bei mehr als 60 Milliarden Dollar. Damit führt Europaim globalen Vergleich vor Nord-Amerika mit 84 Transaktionen. Hier lagdas Gesamtvolumen bei 54 Milliarden Dollar. Im asiatisch-pazifischenRaum kamen nur 33 Deals im Gesamtwert von 11,9 Milliarden Dollarunter Vertrag. Das Schlusslicht bildet Ost-Europa mit gerade malzwölf Übernahmen und Fusionen für insgesamt 2,3 Milliarden Dollar.Der Rest der Welt konnte weitere 22 Transaktionen in Höhe vonzusammen 3,2 Milliarden Dollar melden. Das Interesse innerhalb des Sektors wechselte dabei von Spezial-und Feinchemikalien zu Basischemikalien. "2003 haben Firmenübernahmenim Spezial- und Feinchemie-Sektor mit 28,3 Milliarden Dollar nochbeinahe zwei Drittel der Transaktionen ausgemacht. Gleichzeitigsteuerte die Sparte der Basischemikalien kaum mehr als ein Viertelbei", bestätigt Dr. Volker Schlüter von ChemAdvice. "2005 machtenGeschäfte im Bereich Basischemikalien über die Hälfte desTransaktionsvolumens von 55,6 Milliarden Dollar aus. Der Spezial- undFeinchemiebereich lag hingegen lediglich bei einem Fünftel." Private Beteiligungsgesellschaften auf dem Vormarsch Strategische Investoren waren bei den Geschäften in der chemischenIndustrie Ton angebend. Doch auch Finanzinvestoren aus den USA undWest-Europa wurden vom lukrativen Ertragspotenzial angezogen, dassich zu Beginn des Aufschwungs bietet. Sie verfolgen typischerweiseeine andere Strategie als strategische Investoren und haben zumeistschon das Ausstiegsszenario geplant, bevor sie den Kauf abgeschlossenhaben. Das geringe Risiko der Produktüberalterung, relativ niedrigeBewertungen besonders in 2003 und 2004, niedrige Zinssätze auf demKapitalmarkt und die Verfügbarkeit hoher Investitionsvolumina, machteden Sektor für sie zusätzlich interessant. Insgesamt investiertenFinanzinvestoren 32,5 Milliarden Dollar, nahezu ein Viertel desgesamten Transaktionsvolumens in der chemischen Industrie imBetrachtungszeitraum. Gab es für private Beteiligungsgesellschaftenallerdings 2003 noch wenige Ausstiegsmöglichkeiten, hat sich das in2005 entscheidend geändert. Wieder erstarkte Kapitalmärkte undgesteigertes Interesse von strategischen Investoren spornte dieFinanzinvestoren mittlerweile an, ihre Gewinne über Veräußerungen zurealisieren. Unverminderter Trend zur Konsolidierung Dennoch bleibt das Interesse an der Chemiebranche unverändert.Allein in der ersten Hälfte 2006 wurden Transaktionen in einemGesamtumfang von nahezu 58 Milliarden Dollar abgeschlossen oderangekündigt. Nicht zuletzt die Übernahme des britischen Gase-KonzernsBOC durch Linde mit einem Volumen von 14,3 Milliarden Dollarbestätigt zudem die Tendenz zu Großübernahmen. "Auch für die nähereZukunft sehen wir viele Chancen für weitere Transaktionen in derchemischen Industrie", sagt Dr. Volker Fitzner. Zusätzliche Informationen zur Studie "Chemical Compounds " finden Sie unter: www.pwc.com Redaktionshinweis: Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft istin Deutschland mit 8.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen vonrund 1,1 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- undBeratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten fürnationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietetDienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung undprüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowiein den Bereichen Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung(Advisory). PricwaterhouseCoopers arbeitet seit einigen Jahren im ChemAdviceNetzwerk mit erfahrenen Managern und Beratern der chemischenIndustrie zusammen. Dieses Netzwerk bündelt Kompetenzen und Methoden,die für die strategische Ausrichtung, Führung und Wertentwicklung vonUnternehmen der chemischen Industrie von erheblicher Bedeutung sind.Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8664
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8664.rss2
Pressekontakt:Dr. Volker FitznerPricewaterhouseCoopers AG WPGAdvisoryTel.: (069) 9585 - 5602E-Mail: volker.fitzner@de.pwc.comDr. Volker SchlüterChemAdvice GmbHTel.: (069) 716733-11E-Mail: volker.schlueter@chemadvice.comKarim SchäferPricewaterhouseCoopersCorporate Communications / PresseTel.: (069) 9585 - 54 35E-Mail: karim.schaefer@de.pwc.com
Quelle: news aktuell