26.06.2006
Bundesbürger: Russisches Erdgas ist sicher
Berlin (ots) - - forsa-Umfrage zeigt Vertrauen in Russland - Erdgas liegt als Energieträger bei Bundesbürgern vorn - Engagement Schröders wird positiv bewertet Laut einer jetzt vorliegenden Studie des BerlinerMeinungsforschungsinstituts forsa zur "Versorgungssicherheit imdeutschen Energiemarkt" machen sich über 70 Prozent der BundesbürgerGedanken über eine sichere Energieversorgung der Bundesrepublik. DieEnde März durchgeführte repräsentative Studie unter rund 1.000volljährigen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern beschäftigte sichneben der Frage der Versorgungssicherheit vor allem mit dem richtigenEnergiemix: Dabei zeigte sich, dass der Energieträger Erdgas vorKohle, Erdöl oder Atomkraft klarer Favorit der Deutschen unter denkonventionellen Energieträgern ist. Neben Norwegen, den Niederlanden und Kanada zählen dieBundesbürger laut der Umfrage Russland zu den zuverlässigenEnergielieferanten. Ländern des Nahen Ostens oder Nordafrikas trauenteilweise weniger als 10 Prozent eine zuverlässige Versorgung mitErdgas zu. Über die Hälfte der Bundesbürger spricht sich dafür aus,zur Deckung des steigenden Energiebedarfs den Ausbau derEnergiepartnerschaft mit Russland fortzuführen und zu erweitern. Umdie Versorgungssicherheit zu verbessern, befürworten sogar zweiDrittel der Bundesbürger, dass sich deutsche Firmen - wie dieBASF-Tochter Wintershall - direkt bei der Erschließung und Förderungvon Erdgas in Russland engagieren. Gleichzeitig bestehen auch kaum Vorbehalte gegenüber dem größtenrussischen Erdgasproduzenten Gazprom, sollte dieser sich imEndkundengeschäft engagieren. So erhoffen sich knapp 70 Prozent derBefragten durch die Einbindung des russischen Unternehmens in dendeutschen Endverbrauchermarkt, wie es zurzeit im Rahmen desJoint-Ventures WINGAS GmbH zwischen Wintershall und Gazpromrealisiert wird, eher positive Effekte in punktoVersorgungssicherheit. In diesem Zusammenhang befürworten auch überdrei Viertel der Befragten den Bau der geplanten Ostseepipeline NEGP,um die Gasversorgung zwischen Russland, Deutschland und weitereneuropäischen Staaten zu sichern. Die Bundesbürger sehen laut Umfragein der Ostseepipeline eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigenPipelineverbindungen über die Ukraine oder Weißrussland, die über 70Prozent für eine zu riskante Option zur nachhaltigen Erdgasversorgungbetrachten. Grundsätzlich aufgeschlossen zeigen sich die Bundesbürgerinnen undBundesbürger auch gegenüber einem politischen Engagement zum Ausbauinternationaler Energiepartnerschaften: So befürworten etwa 60Prozent der Befragten quer durch alle politischen Lager das aktuelleEngagement des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder imAufsichtsrat der Ostsee-Pipeline mit der Begründung, dass sie darineinen sinnvollen Beitrag für mehr Versorgungssicherheit Deutschlandsmit russischem Erdgas sehen.Originaltext: Wintershall
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Quelle: news aktuell