26.05.2006
"RV2": Innovativer Fondsansatz ermöglicht ...
Köln, den 26.05.2006 (Investmentfonds.de) - Michael Mewes: Ganz kurz und knapp:
Dieser Fonds nutzt Ertragsunterschiede zwischen verschiedensten
Zinsinstrumenten und zielt damit auf einen Ertrag nach Gebühren von 100
Basispunkten über EONIA (Euro Over Night Index Average), dem Geldmarkt-
Vergleichsindex.
Der Name des Fonds sagt eigentlich schon sehr genau aus, wie wir ihn managen:
RV steht für „relative= value“. Das bedeutet, wir nutzen gezielt relative Preis-
abweichungen oder -änderungen zwischen positiv korrelierten Finanzinstrumenten
aus. Damit gehen wir viel weniger Risiko ein, als bei so genannten direktionalen
Wetten, wie beispielsweise Durationssteuerung oder Fremdwährungsanleihen. Diese
spielen nur eine stark untergeordnete Rolle. Außerdem nutzen wir keinen
traditionellen Anleihenindex, sondern den Geldmarkt als Vergleichsmaßstab und
Ertragsziel, und managen das Risiko konsequent. All dies macht den „RV 2“ zu
einem „echten“ Total Return Fonds.
Der Fonds nutzt als risikoarmes Basisinvestment ausschließlich klassische Geldmarkt-
produkte hoher Bonität. Um die erwähnten Zusatzerträge von netto einem Prozent
über Geldmarkt zu generieren, nutzen wir die „besten“ Investment-Strategien und
Ertragsquellen unserer weltweiten Rentenexperten. Dieses Konzept ist auch als
„Portable Alpha“ bekannt.
Die Zusatzerträge stammen aus stark diversifizierten Long- und Short-Positionen:
In insgesamt 14 Unterportfolien werden Wetten auf Zinsen, Renditedifferenzen und
Währungen gehandelt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Anlagen im Bereich der Nicht-
Staatsanleihen. Der Fonds nutzt Marktchancen bei Cash-Anlagen und besicherten
Produkten (Mortgage-Backed Securities und Asset-Backed Securities) ebenso wie in
volatileren Märkten wie Schwellenländer-Anleihen und hochverzinslichen Unternehmens-
anleihen. Zudem erfolgt eine Sektorrotation mit den klassischen Rentenmarktkategorien
(Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Swap-nahe Segmente).
Das Risiko ist dabei auf 2 Prozent „Value at Risk“ jährlich begrenzt. Deswegen auch
„RV 2“. Das bedeutet ganz konkret, dass bei einem EONIA-Satz von beispielsweise 2
Prozent eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen positiven Ertrag besteht.
Um nun das Alpha aus den verschiedenen Kategorien „portabel“ zu machen,
werden für die aktive Positionierung ausschließlich Derivate wie Futures, Optionen,
Devisentermingeschäfte, Credit Default Swaps etc. genutzt. Somit wird das physische
Volumen von fast 3 Milliarden Euro wie ein Geldmarktfonds quasi ohne Durations- und
Bonitätsrisiko veranlagt. Dies ermöglicht eine insgesamt sehr niedrige realisierte
monatliche Volatilität von bisher 0,5 Prozent pro Jahr.
Wir fokussieren uns wie gesagt auf positive absolute Erträge. Das Gute an unserem
Relative Value-Konzept ist nämlich, dass wir stabile Zusatzerträge in steigenden und
fallenden Märkten generieren können. So konnte der Fonds trotz des schwierigen
Rentenumfelds seit Jahresbeginn + 1,6 Prozent zulegen und erreichte damit fast
punktgenau sein Ertragsziel. Damit liegt der „RV 2“ rund 3 Prozent vor traditionellen
Rentenfonds, die seit Jahresbeginn mehrheitlich einen negativen Ertrag aufweisen.
Quelle: Investmentfonds.de