09.05.2006
Ökologisches vom Dit
Köln, den 09.05.2006 (Investmentfonds.de) -
Eine wachsende Wirtschaft und eine stetige Zunahme der Bevölkerung –
zwei gute Gründe für den Deutschen Investment Trust (Dit), auch die
ökologischen Seiten dieses Wachstums abzudecken. Bozena Jankowska,
Managerin des Dit-Global Eco Trends, setzt in ihrem Fonds daher auf
Aktien der Branchen Wasserversorgung, Energiegewinnung und Umweltschutz.
Ihr Fonds wurde bereits Anfang Mai aufgelegt; zum öffentlichen Vertrieb
in Deutschland soll er voraussichtlich in den kommenden Wochen zugelassen
werden.
Investoren stehe dabei ein enormes Betätigungsfeld offen, heißt es vom Dit.
So rechne einer Studie zufolge die Energie-Vereinigung World Energy Council
damit, dass sich der Markt für erneuerbare Energien von 2010 bis 2020 auf
1,5 Billionen Euro mehr als verdreifache. „Allein um das geltende
EU-Umweltrecht umzusetzen, müssen in der Europäischen Union bis zu
110 Milliarden Euro investiert werden“, ergänzt Jankowska. Und um die
weltweite Wassernot zu lindern, seien in den kommenden zehn Jahren rund
470 Milliarden Euro notwendig.
Die Nutzungsmöglichkeiten der Dit-Managerin sind vielfältig: So investiert
Jankowska im Energiesektor in Windturbinenhersteller ebenso wie in Energietransportunternehmen, Hersteller von Wärmedämmungen oder
Energiesparprodukten. Im Bereich Umwelt sind es die Hersteller von
Luftfiltern sowie Recycling- und Müllsortieranlagen aber auch Spezialisten
für Schadstoffkontrolle und –überwachung. Schwerpunkte in der Wasserbranche
sind Produzenten von Entsalzungsanlagen, Wasseraufbereitungsanlagen und
Infrastruktur, wozu vor allem Rohre und Pumpen gehören.
„In Europa ist der Öko-Markt bereits am weitesten entwickelt und der
politische Wille zum Umweltschutz am stärksten ausgeprägt“, sagt Jankowska
zu DER FONDS.com. Daher würden europäische Unternehmen wirtschaftlich aber
auch politisch auf einem soliden Fundament stehen. In den USA habe dagegen
bei Volk und Regierung das Umdenken in Richtung Umweltschutz gerade erst
begonnen. So plane beispielsweise der kalifornische Gouverneur Arnold
Schwarzenegger die Installation von einer Million Solardächern – dies sei
ein erstes Anzeichen für das enorme Potenzial auf diesem Markt, so die
Fondsmanagerin. Auch US-Präsident George W. Bush nehme den Begriff
„erneuerbare Energien“ bereits immer häufiger in den Mund.
Das allergrößte Potenzial für Öko-Investments schlummert Jankowska zufolge
jedoch in den BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China.
„Die Bereiche Energie, Wasser und Umweltschutz sind noch völlig unterentwickelt,
daher sind dort die Zukunftsaussichten für diese Branche besonders günstig“,
erklärt Jankowska. Allerdings sei die politische Unterstützung für die
Unternehmen dieser Branchen derzeit noch sehr gering. Der Druck auf die
Regierungen durch Wasserknappheit, Luftverschmutzung und Energieknappheit
wachse jedoch ständig. So ist es der Dit-Managerin zufolge nur eine Frage
der Zeit bis neue Umweltrichtlinien das Potenzial der BRIC-Länder freisetzen.
Quelle: Investmentfonds.de