11.04.2006
BGA: EU-Länder erneut wichtigste Wirtschaftspartner
Berlin (ots) - "Deutsche Produkte sind auf den Weltmärkten
weiterhin äußerst gefragt. Mit einem Handelsbilanzüberschuss von
160,6 Milliarden Euro ist das vergangene Jahr erneut ein Rekordjahr
für den deutschen Außenhandel gewesen. Die aktuellen Zahlen
verdeutlichen einmal mehr die zentrale Bedeutung der EU und
insbesondere ihres Binnenmarktes für den deutschen Außenhandel.
Unsere großen europäischen Handelspartner Frankreich, Großbritannien,
Italien und die Niederlande alleine sind Ziel- bzw. Herkunftsland für
annähernd ein Drittel der deutschen Ex- bzw. Importe." Dies erklärt
Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß-
und Außenhandels (BGA), heute in Berlin.
Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Rangfolge der 15
wichtigsten Handelspartner Deutschlands für 2005 bekannt gegeben.
Frankreich ist mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent wichtigstes
Zielland für deutsche Produkte, gefolgt von den USA, Großbritannien,
Italien und den Niederlanden. China liegt in dieser Liste auf Platz
11 mit einem Anteil von 2,7 Prozent und damit nahezu gleichauf mit
Polen. Wichtigstes Herkunftsland deutscher Importe war ebenfalls
Frankreich mit einem Anteil von 8,7 Prozent, gefolgt von den
Niederlanden, den USA, China und Großbritannien. Mit Russland, Polen,
der Tschechischen Republik und Ungarn finden sich auch vier mittel-
und osteuropäische Länder in der Liste.
"Ein kleiner Wermutstropfen ist sicherlich das nur geringe
Wachstum der deutschen Exporte nach China. Allerdings ist dies auch
vor dem Hintergrund eines äußerst starken Wachstums 2004 zu sehen, in
dem die deutschen Ausfuhren nach China um 15 Prozent gestiegen waren.
Hier spielten Einmaleffekte wie eine besonders starke Nachfrage nach
deutschen Textilmaschinen wegen des Auslaufens des Textilabkommens
eine starke Rolle. Insofern sind die Zahlen für das vergangene Jahr
weniger dramatisch, als es zunächst den Anschein haben mag", so
Börner weiter.
"Ein wirklich vollendeter europäischer Binnenmarkt - also auch im
Dienstleistungsbereich - bietet ein enormes Potential für die
deutschen Unternehmen. Hier müssen die ewigen Bedenkenträger endlich
einmal über ihren Schatten springen, damit dieser zusätzliche
Wachstumsmotor endlich in vollem Umfang genutzt werden kann", so
Börner abschließend.
23, Berlin, 10. April 2006
Originaltext: BGA Bundesverb.Dt.Groß- u. Außenhandels
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Quelle: news aktuell