20.03.2006
Bauwirtschaft am Jahresanfang 2006: Bester Jahresstart seit sieben Jahren!
Berlin (ots) - - Auftragseingänge im Januar + 10 %!
- Alle Bausparten mit Auftragsplus!
- Schlechte Witterung belastet Umsätze!
Die im letzten Jahr zu beobachtende Belebung der Baunachfrage hat
sich zu Jahresbeginn 2006 fortgesetzt: Wie der Hauptverband der
Deutschen Bauindustrie in der jüngsten Ausgabe seines "Aktuellen
Zahlenbildes" berichtet, ist der Wert des Auftragseingangs im Januar
2006 im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 % gestiegen. Das ist das erste
Plus im Januar seit 1999. Von der positiven Entwicklung profitierten
- wie im Vormonat - alle Bausparten.
Die seit Mai letzten Jahres steigenden Auftragseingänge haben zu
einem spürbaren Anstieg der Auftragsbestände geführt: Die
Auftragsbestände lagen Ende Dezember um 4,6 % über dem
Vorjahresniveau. Im Durchschnitt entfielen auf jeden beschäftigten
Arbeiter Aufträge in Höhe von 64.000 Euro (Vorjahr: 57.000 Euro). Das
ist der höchste gesamtdeutsche Wert seit der Wiedervereinigung.
Bislang hat die positive Auftragsentwicklung noch keinen
Niederschlag in den Umsätzen gefunden: Die Bauunternehmer meldeten
3,8 % weniger Umsätze als im Vorjahr. Der Grund: Die
Witterungsverhältnisse waren zum Jahresanfang noch schlechter als zu
Beginn des letzten Jahres. Die Hälfte der im Januar im Rahmen des ifo
Konjunkturtests befragten Bauunternehmer klagten über
witterungsbedingte Behinderung der Bautätigkeit, im letzten Jahr
waren davon nur 27 % betroffen. Über Auftragsmangel beklagten sich
hingegen nur 36 % (Vorjahr: 48 %).
Die verbesserte Stimmung in der Gesamtwirtschaft schlägt auch im
Januar beim Wirtschaftsbau positiv zu Buche: Die Bauunternehmer
meldeten ein Auftragsplus von 8,0 %. Getragen wird die Belebung im
Wirtschaftsbau von einer höheren Investitionsbereitschaft der
Unternehmer: Für dieses Jahr planen fast 80 % der im Rahmen der
DIHK-Umfrage befragten Unternehmen höhere oder zumindest gleich hohe
Investitionen wie im Vorjahr, das ist das beste gesamtdeutsche
Ergebnis seit Beginn der Erhebung. Der Öffentliche Bau profitierte
von den steigenden Steuereinnahmen der Gebietskörperschaften,
insbesondere der Kommunen: Der Auftragseingang stieg um 11,3 %, im
Straßenbau sogar um 17,7 %. Im Wohnungsbau macht sich die Abschaffung
der Eigenheimzulage bemerkbar: Der Anstieg der Baugenehmigungen von
Einfamilien-häusern im zweiten Halbjahr des letzten Jahres von 13 %
führte zu einem Auftragsplus von 11,2 %.
Der Hauptverband fühlt sich in seiner Prognose bestätigt, dass die
Bauwirtschaft in diesem Jahr beim Umsatzwachstum bundesweit eine
"schwarze Null" erreichen wird.
Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de
Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
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Quelle: news aktuell