08.03.2006
Investmentbarometer: Stimmung dt. Privatanleger erreicht erneut Höchstwert
Köln, den 08.03.2006 (Investmentfonds.de) - Die deutschen Privatanleger sind
optimistisch wie nie zuvor: Mit 66,8 Prozent hielten im Februar mehr als zwei
Drittel der befragten Investoren eine positive Entwicklung des deutschen
Aktienmarktes für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Nachdem bereits im
Dezember (54,1 Prozent) und Januar (64,1 Prozent) die Zuversicht über
steigende Börsenkurse in neue Dimensionen vorstieß, war dies der dritte
Höchstwert in Folge. Gleichzeitig ging der Anteil der Pessimisten auf 8,5
Prozent zurück (Januar 8,9 Prozent) – der niedrigste Wert seit Beginn der
JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Befragung. Diese wird monatlich
in Deutschland und Großbritannien sowie vierteljährlich in Belgien, Schweden
und der Schweiz durchgeführt. Die Fondsgesellschaft ermittelt mit der Studie
Markteinschätzungen und Investitionsabsichten der Privatanleger des
jeweiligen Landes.
Die neuen Rekordwerte erläutert Boudewijn Hoogenraad, Marketing & PR Director
für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei JPMorgan Asset Management:
„Die positive Entwicklung des deutschen Aktienmarktes – so hat der DAX Ende
Februar mit 5.900 Punkten ein Viereinhalb-Jahreshoch erreicht – macht sich
auch in der Anlegerstimmung bemerkbar. Wie nachhaltig dieser Trend ist, wird
sich in den nächsten Monaten zeigen.“
JPMAM Investor Confidence-Index auf Rekordniveau
Der Enthusiasmus der Anleger zeigt sich auch im JPMorgan Asset Management
Investor Confidence-Gesamtindex. Dieser Mittelwert aus den einzelnen Antworten
liegt mit 6,7 noch über dem Januar-Ergebnis (6,4), dem bisherigen absoluten
Höchstwert.
Während der Stimmungsaufschwung im Januar verstärkt auf die weiblichen Befragten
zurückzuführen war, reduzierte sich deren Indexwert in der aktuellen Befragung
leicht von 5,9 auf 5,5. Bei den Männern stieg der Wert von 6,7 auf 7,7, sie waren
damit die Treiber des aktuellen Hochs. Die Stimmung in den alten und neuen
Bundesländern näherte sich im Februar wieder stärker aneinander an: Der Indexwert
in den alten Bundesländern stieg von 6,1 auf 6,7, während er in den neuen Bundes-
ländern von 7,7 auf 7,4 leicht sank.
Optimismus steigt auch in der Gesamtbevölkerung
Zwar stieg im Februar der Anteil der Anleger leicht an, aber dennoch besitzt
in Deutschland nach wie vor nur rund jeder Vierte – das heißt 24,5 Prozent der
2000 Befragten – Investments. Deshalb ist auch ein zusätzlicher Blick auf die
Gesamtbevölkerung aufschlussreich. Der JPMorgan Asset Management Investor
Confidence-Indexwert stieg hier erneut und erreicht mit -0,6 ebenfalls einen
neuen Höchstwert. Zum zweiten Mal in Folge übertrifft auch in der Gesamtbe-
völkerung die Anzahl der Optimisten mit 36,5 Prozent die Anzahl der Pessimisten
(29,3 Prozent) – die Differenz stieg sogar noch an. Bei den Befragten der neuen
Bundesländer stieg der Wert der Optimisten zum ersten Mal über den der
Pessimisten. Analog zu den Anlegern sind die Männer optimistischer als die
Frauen, die als einzige Teilgruppe noch stärker pessimistisch als optimistisch
gestimmt sind.
Fonds in der Anlegergunst weiter vorn
Im Zuge des Stimmungshochs zeigten die deutschen Privatanleger im Februar
2006 wieder mehr Investitionsfreude als im Vormonat: Fast jeder zweite
Befragte (49,6 Prozent) plant nun, in den nächsten zwölf Monaten Geld anzulegen.
Im Vergleich zum Januar (46,9 Prozent) stieg die Bereitschaft somit um fast
drei Prozentpunkte Spitzenreiter für die geplanten Investitionen bleiben Fonds:
Mit 28,9 Prozent haben sie ihren Anteil leicht ausgebaut und liegen mit weitem
Abstand in der Anlegergunst vorn. Im Vergleich zum Vormonat konnte das Sparbuch
wieder aufholen und rangiert mit 18 Prozent auf dem zweiten Platz (Vormonat:
13,6 Prozent). Direktanlagen in Aktien sind trotz des Börsenbooms weniger
geplant: ihr Anteil sank von 13,2 auf 11,9 Prozent. Die Anteile von Anleihen
(4,0 Prozent) und Zertifikaten (3,7 Prozent) stiegen dagegen leicht an (von 3,0
bzw. 3,1 Prozent).
„Laut dem Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften BVI konnten die
deutschen Privatinvestoren mit ihrem Anlageverhalten im letzten Jahr durchweg
positive Erträge erzielen: So war mit europäischen Aktienfonds beispielsweise
eine Rendite von 25,2 Prozent möglich, relativ risikoarme Euro-Rentenfonds
brachten immerhin 3,8 Prozent ein. Dass sich das Sparbuch trotz niedriger
Verzinsung – die Wertsteigerung betrug gerade einmal 1 Prozent – so großer
Beliebtheit erfreut, zeigt, dass bei den deutschen Anlegern noch viel Infor-
mationsbedarf besteht. Banken und Finanzberater sollten alle Chancen nutzen,
die Privatinvestoren über Chancen und Risiken verschiedener Anlagemöglichkeiten
aufzuklären", kommentiert Boudewijn Hoogenraad.
Quelle: Investmentfonds.de