24.02.2006
Nordea: Baltikum mit hohem Potenzial
Köln, den 24.02.2006 (Investmentfonds.de) - So wird das Baltikum bis 2030 das
wirtschaftliche Niveau der EU-Gründungsmitglieder erreichen. Denn, so ist sich Helge
Pedersen, bei Nordea Head of Economic Research, sicher, "das Potenzial dieser Länder
ist noch lange nicht ausgeschöpft". Vorausgesetzt, die baltischen Länder beschreiten
ihren aktuellen Wachstumspfad weiter, dürften sie in 20 bis 25 Jahren das wirtschaft-
liche Niveau der sechs EU-Gründungsstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und der
Benelux-Staaten erreicht haben. Die Entwicklung Polens dürfte im selben Zeitraum
dann dem Verhältnis entsprechen, das heute die wirtschaftlichen Kräfte von Spanien
und Portugal gegenüber den sechs Gründungsstaaten kennzeichnet.
Litauen
Mit Blick auf den Euro habe derzeit Litauen die besten Aussichten auf eine pünktliche
Aufnahme in die Europäische Währungsunion im kommenden Jahr. Die litauische Wirtschaft
expandiere nicht so stark wie die der anderen baltischen Staaten. Dies sei eine
willkommene Entwicklung, weil sie helfe, die Inflation auf einem geringen Niveau zu
halten.
Lettland
Die Euro-Einführung in Lettland könnte sich um mehrere Jahre verschieben, fürchten
die Nordea-Experten. Derzeit übersteige das Nachfragewachstum die lettische
Produktionskapazität, dies führe zu einem anhaltend hohem Inflationsdruck.
Estland
Auch Estland habe weiterhin mit einer hohen Inflation zu kämpfen, die die Mitglied-
schaft in der Währungsunion um ein Jahr auf 2008 verzögern werde. Dies sei umso
wahrscheinlicher, als die estnische Regierung bereits angedeutet habe, lieber eine
Verzögerung in Kauf zu nehmen, als die Inflation für die Mitgliedschaft nur vorüber-
gehend abzusenken. Für das Jahr 2006 gehen die Nordea-Experten zudem davon aus,
dass sich das Wirtschaftswachstum in Estland etwas abschwächen werde.
Nordea verfügt als größtes Finanzhaus Nordeuropas über eine langjährige Länderexper-
tise in der Region. Diese zeigt sich auch in einer großen Zahl Investmentfonds, die
auf das wirtschaftliche Potenzial Nordeuropas setzen, so etwa der von Nordea im
vergangenen Jahr aufgelegte Central European Equity Fund. Polnische Aktien und
Beteiligungspapiere etwa machen mehr als zwölf Prozent des Fondsinvestments aus,
estnische Papiere sind mit fast vier Prozent vertreten. "Der polnische Markt
verblüffte die Anleger mit einem guten Start ins neue Jahr, wobei zahlreiche
kleinere Anleger und mittlere Unternehmen im Rampenlicht standen", sagt Fondsmanager
Martin Majdaniuk.
Nordea Nordic Equity Fund
Aber auch die skandinavischen Staaten und Finnland profitieren als Ostsee-Anrainer
vom Aufschwung des Baltikums und Polens. Besonders erfolgreich war in den vergangenen
drei Jahren der Nordic Equity Fund von Nordea mit einer Performance von 116,92 Prozent.
Quelle: Investmentfonds.de