21.02.2006
BVI: Kräftiger Nachfrageschub nach Riester-Fondssparplänen
Köln, den 21.02.2006 (Investmentfonds.de) - Die Fondsbranche
verzeichnet einen kräftigen Nachfrageschub nach Riester-
Fondssparplänen. Allein im vierten Quartal 2005 haben
rund 200.000 Altersvorsorgesparer einen Riester-
Fondssparplan abgeschlossen, berichtet der BVI Bundesverband
Investment und Asset Management e.V. Am 31.
Dezember 2005 verwalten die Investmentgesellschaften
damit knapp 575.000 Riester-Verträge; dies sind 80 Prozent
mehr als ein Jahr zuvor. „Die Riester-Rente ist attraktiver
geworden. Das Förderverfahren wurde vereinfacht
und die Auszahlbedingungen flexibilisiert. Mit Riester-
Fondssparplänen können die Bürger renditestark für das
Alter vorsorgen“, sagt BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan
Seip.
Durch die staatlichen Zulagen kommt zum Beispiel ein
verheirateter Familienvater mit zwei Kindern nach 30-
jährigem Sparen in einen Riester-Fondsvertrag auf ein
Endvermögen von gut 164.870 Euro – ohne Förderung
wären es nur rund drei Viertel davon. „Der Absatz könnte
allerdings noch besser sein, wenn der Gesetzgeber die
bürokratischen Vorgaben weiter lockern würde“, so Seip.
Wichtige Impulse hierfür liefert das Konzept des BVI für
ein Altersvorsorge-Konto. Es sieht nur zwei Mindestanforderungen
vor. Erstens beginnt die Bezugsphase erst bei
Eintritt in den Ruhestand bzw. bei Erreichen des 60. Lebensjahres.
Zweitens hat der Anbieter des Altersvorsorge-
Kontos, z.B. die Investmentgesellschaft, den Erhalt des
eingezahlten Kapitals zu garantieren.
Wie erfolgreich eine unbürokratische Abwicklung sein
kann, zeigt der Erfolg des Fondssparens mit vermögenswirksamen
Leistungen (VL). Die Anzahl der von der Investmentbranche
verwalteten VL-Fondsdepots stieg zum
31. Dezember 2005 auf den Rekordwert von 5,9 Mio. Das
Gesamtvermögen dieser VL-Depots erreichte mit 10,3
Mrd. Euro ebenfalls einen historischen Höchstwert, der
aufgrund der positiven Börsenentwicklung im vergangenen
Jahr um mehr als 30 Prozent über dem des Vorjahresstichtages
(7,9 Mrd. Euro) lag.
Der BVI empfiehlt, die zum Jahresbeginn ausgelaufenen
VL-Fondssparpläne stehen zu lassen und weiterhin auf
die langfristige Ertragsstärke von Aktienfonds zu setzen.
Legen Arbeitnehmer ihre vermögenswirksamen Leistungen
in mehreren, nacheinander folgenden Verträgen an,
können sie auch mit Blick auf die Altersvorsorge ein beachtliches
Vermögen aufbauen. Beispielsweise erwirtschafteten
fünf VL-Verträge nacheinander über die vergangenen
31 Jahre durchschnittlich ein Kapital von
65.976 Euro (per 31. Dezember 2005). Dabei wurden
14.400 Euro eingezahlt und die Sparzulage nicht berücksichtigt.
Die Sparzulage in Höhe von 18 Prozent auf den
Förderhöchstbetrag von 400 Euro im Jahr erhalten Arbeitnehmer,
deren zu versteuerndes Einkommen 17.900
Euro (bei Ledigen) bzw. 35.800 Euro (bei Verheirateten)
nicht übersteigt.
Quelle: Investmentfonds.de