07.02.2006
JPMFleming: Dt. Privatanleger starten optimistisch ins neue Jahr
Köln, den 07.02.2006 (Investmentfonds.de) - Nachdem die Stimmung der deutschen
Anleger bereits vor dem Jahreswechsel einen neuen Höhepunkt erreicht hatte,
stieg der Optimismus im Januar noch weiter an: Mit 63,6 Prozent halten nun fast
zwei Drittel der befragten Investoren eine positive Entwicklung des deutschen
Aktienmarktes für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich (Dezember 2005:
54,1Prozent). Gleichzeitig ging der Anteil der Pessimisten auf 8,9 Prozent
zurück (Dezember 2005: 12,1 Prozent). Dabei gab es in fast allen Ausprägungen
der Antworten Rekordergebnisse:
Während erstmals mehr als die Hälfte der Befragten (52,3 Prozent) steigende
Börsen für „wahrscheinlich“ hielten, schätzten 11,3 Prozent dies sogar als
„sehr wahrscheinlich“ ein. Eine neutrale Position bezogen 27,5 Prozent. Mit
7,0 Prozent lag der Anteil derjenigen, die eine positive Marktentwicklung
für „unwahrscheinlich“ halten, erstmals unter 10 Prozent und lediglich 1,9
Prozent sehen dies als „sehr unwahrscheinlich“ an.
Dieses geradezu euphorische Stimmungsbild zeigt die aktuelle JPMorgan Asset
Management Investor Confidence-Befragung, die monatlich in Deutschland und
Großbritannien sowie vierteljährlich in Belgien, Schweden und der Schweiz
durchgeführt wird. Die Fondsgesellschaft ermittelt mit der Studie Marktein-
schätzungen und Investitionsabsichten der Privatanleger des jeweiligen
Landes. Boudewijn Hoogenraad, Marketing & PR Director für Deutschland,
Österreich und die Schweiz bei JPMorgan Asset Management, erläutert: „Unsere
Ergebnisse stehen nicht allein da: Im Januar haben auch die GfK-Konsumklima-
indikatoren und der ifo-Geschäftsklimaindex erstmals wieder Niveaus wie
2000/2001 erreicht. Das wird als Indiz gewertet, dass der Aufschwung seit
dem letzten Sommer nachhaltig ist und das Vertrauen in die neue Regierung
steigt – eine Einschätzung, die die Privatinvestoren teilen.“
Durch Stimmungshoch neuer Maximalwert des JPMAM Investor Confidence-Index
Der Anleger-Optimismus zeigt sich auch im JPMorgan Asset Management Investor
Confidence-Gesamtindex. Dieser Mittelwert aus den einzelnen Antworten liegt mit
6,4 deutlich über dem Dezember-Ergebnis (4,8); der bisherige absolute Höchstwert
wurde damit um über 30 Prozent übertroffen. Das Stimmungshoch ist in erster
Linie auf die weiblichen Befragten zurückzuführen.
Ihr Indexwert hat sich von 2,6 auf 5,9 mehr als verdoppelt. Bei den Männern blieb
der Wert mit 6,7 nach 6,4 im Vormonat auf hohem Niveau. Ist der Aufwärtstrend bei
den Befragten in den alten Bundesländern schon beachtlich (6,1 nach 4,7 im Vormonat)
so befinden sich die Privatanleger in den neuen Bundesländern mit einem Indexwert
von 7,7 (nach 5,1) auf einem absoluten Stimmungs-Höhenflug.
Erstmals auch mehr Optimisten als Pessimisten in der Gesamtbevölkerung
Da in Deutschland nur rund jeder Fünfte – das heißt 22,4 Prozent der 2000
Befragten – Investments besitzt, ist auch ein Blick auf die Gesamtbevölkerung
aufschlussreich. Der JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Indexwert
stieg hier um 1,4 Punkte auf -1,3 und erreicht damit ebenfalls einen neuen
Höchstwert. Erstmals übertrifft auch in der Gesamtbevölkerung die Anzahl der
Optimisten mit 33,6 Prozent die Anzahl der Pessimisten (30,5 Prozent). Analog
zu den Anlegern sind die Männer optimistischer als die Frauen, allerdings sind
die Befragten der neuen Bundesländer nach zwei Monaten wieder etwas
pessimistischer gestimmt als die der alten Bundesländer.
Fonds weiterhin favorisiertes Investmentvehikel / Aktie erstmals vor Sparbuch
Trotz des Stimmungshochs zeigten sich die deutschen Privatanleger im Januar 2006
weniger investitionsfreudig als noch im Vormonat: Mit 46,9 Prozent ging die
Bereitschaft, in den nächsten zwölf Monaten Geld anzulegen, um 3 Prozentpunkte
zurück.
Von den geplanten Investitionen können Fonds den größten Anteil verbuchen: Sie
liegen mit 28,8 Prozent mit weitem Abstand in der Anlegergunst vorn und haben
ihren Anteil noch um 3,8 Prozentpunkte gesteigert. Zweitbeliebteste Anlageform
sind in der aktuellen Befragung Aktien, die mit 16,7 Prozent erstmals vor dem
Sparbuch (13,6 Prozent) rangieren. Während der Anteil der Aktien um 3,5 Prozent-
punkte stieg, ging der des Sparbuchs um 5,5 Prozentpunkte zurück. „Das gute
Abschneiden der Aktie in unserer Befragung erstaunt nicht, denn eine aktuelle
Umfrage des Deutschen Aktieninstituts bestätigt, dass das Vertrauen in Aktien
gestiegen ist“, sagt Boudewijn Hoogenraad.
Britische Investoren nur verhalten optimistich
Im Vergleich zu den deutschen Anlegern sind die Privatinvestoren in Großbritannien
viel weniger optimistisch: Zwar stieg die Stimmung im Vergleich zum Vormonat
leicht, aber mit 34,2 Prozent Optimisten glauben nur knapp halb so viele Briten
wie Deutsche an steigende Kurse im nächsten halben Jahr. Besonders auffällig ist
der hohe Anteil an Unentschlossenen: jeder zweite der Befragten hat zu der kommenden
Marktentwicklung keine Meinung.
Quelle: Investmentfonds.de