03.02.2006
Einkaufsmanager-Index: Stärkste Produktionssteigerungen seit 18 Monaten / Exportorders auf höchstem Stand seit 2000
Frankfurt/Main (ots) - Das deutsche Industriewachstum gewinnt
weiter an Dynamik. Der RBS/BME Einkaufsmanager Index (Ausgabe Februar
2006) stieg im Berichtsmonat Januar auf 55.0 (nach 53.6 im Dezember).
Er lag damit auf dem höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. (Werte
über 50 bedeuten Wachstum.)
Grund waren die gegenüber Dezember stärkeren Zuwächse bei
Auftragseingang und Produktion. Die Unternehmen weiteten ihre
Produktion so kräftig aus wie seit 18 Monaten nicht mehr. Bei den
Neubestellungen verbuchten die Firmen den höchsten Stand seit 17
Monaten, wobei die Nachfrage aus dem In- und Ausland zulegte. Die
deutschen Unternehmen meldeten den stärksten Zuwachs an Exportorders
seit Juni 2000 (59.0 in 1/2006).
Investitions- und Vorleistungsgüterhersteller verzeichneten
stabile Steigerungen bei Neugeschäft und Produktion. Dagegen mussten
die Konsumgüterhersteller, bedingt durch die schwache
Einzelhandelskonjunktur, erneut Rückschläge hinnehmen. Bei den
Exportorders vermeldeten indes alle drei Industriebereiche Zuwächse.
Die nach wie vor hohen Öl- und Energiepreise sowie die Verteuerung
von Metallen, Kunststoffen und Verpackungsmaterialien sorgten
abermals für einen kräftigen Anstieg der Einkaufspreise. Gleichzeitig
stiegen die Verkaufspreise zum zweiten Mal innerhalb der letzten zehn
Monate.
Der "RBS/BME-Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher
Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in
Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft
des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.,
Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe NTC Research,
Henley-on-Thames, erstellt. Sponsor ist die Royal Bank of Scotland
(RBS). Der Index beruht auf der Befragung von 500
Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der verarbeitenden Industrie in
Deutschland (nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die
deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild
des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).
Originaltext: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkau
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Sabine Ursel
Pressesprecherin
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Quelle: news aktuell