12.01.2006
JPMorgan AM Studie: Investitionsfreude steigt
Köln, den 12.01.2006 (Investmentfonds.de) - Nach einem leichten Einbruch im
Vormonat hat die Stimmung der deutschen Anleger zum Jahreswechsel einen neuen
Höhepunkt erreicht: Über die Hälfte der Befragten (54,1 Prozent) halten eine
positive Entwicklung des deutschen Aktienmarktes für wahrscheinlich oder sehr
wahrscheinlich. Gleichzeitig ging der Anteil der Pessimisten auf 12,1 Prozent
zurück. Dies ergab die aktuelle JPMorgan Asset Management Investor Confidence-
Befragung, die monatlich in Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie
vierteljährlich in Belgien, Schweden und der Schweiz durchgeführt wird. Die
Fondsgesellschaft ermittelt mit der Studie die Markteinschätzungen und
Investitionsabsichten privater Anleger. Boudewijn Hoogenraad, Marketing & PR
Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei JPMorgan Asset
Management, erläutert: „Die euphorische Stimmung der Privatanleger liegt
sicherlich nicht zuletzt in der positiven Entwicklung des DAX begründet, der
2005 rund 30 Prozent zulegen konnte. Aufgrund dieser guten Erfahrungen scheinen
die Privatanleger endlich wieder Vertrauen in den Aktienmarkt gefasst zu haben.“
Der Anleger-Optimismus wird auch im JPMorgan Asset Management Investor
Confidence-Gesamtindex deutlich: Dieser Mittelwert aus den einzelnen Antworten
ist ein Indikator für die Stimmung im Markt. Mit 4,8 liegt er deutlich über dem
November-Wert (3,0) und stieg im Dezember sogar über den bisherigen absoluten
Höchstwert 4,2 vom Oktober 2005. Das Stimmungshoch wurde in erster Linie von dem
Optimismus der Männer getragen. Ihr Indexwert stieg von 3,9 auf 6,4. Der
Stimmungsaufschwung bei den weiblichen Befragten lag mit 2,6 nach 1,9 im November
nicht ganz so hoch. Bei Betrachtung der Gesamtbevölkerung – schließlich sind
lediglich 22,3 Prozent der rund 2.000 Befragten Investmentbesitzer – zeigt sich
ein ähnlicher Stimmungstrend. Der JPMorgan Asset Management Investor Confidence-
Indexwert stieg hier um 1,5 Punkte auf -2,7 und erreicht damit ebenfalls ein
Allzeithoch. Wie im Vormonat sind die Befragten in den alten Bundesländern
(Indexwert: -2,8) weniger optimistisch gestimmt als in den neuen Bundesländern
(Indexwert: -2,7), der Abstand verringerte sich jedoch. „Die gute Stimmung hat
sich auch im Weihnachtsgeschäft bemerkbar gemacht“, kommentiert Boudewijn
Hoogenraad. Nach Aussagen des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels (HDE)
haben die Umsätze im Weihnachtsgeschäft 2005 das Vorjahresniveau sogar
übertroffen. Insgesamt sei das Weihnachtsgeschäft 2005 besser gelaufen als
ursprünglich erwartet.
Mit dem Stimmungshoch der deutschen Privatinvestoren stieg auch deren Investitions-
bereitschaft: 49,9 Prozent der Befragten gaben an, in den nächsten zwölf Monaten
Geld anlegen zu wollen, das sind 2,8 Prozentpunkte mehr als im November. Bei der
Beliebtheit der Anlageinstrumente stieg der Anteil der Fonds um einen Prozentpunkt.
Sie liegen mit 25 Prozent in der Anlegergunst vorn und konnten den Vorsprung zum
Sparbuch, dessen Anteil von 22,1 auf 19,1 Prozent sank, ausbauen. Direkt in Aktien
wollen 13,2 Prozent der Privatanleger investieren (November: 11,1 Prozent). Auch
Anleihen und Zertifikate konnten zulegen: Anleihen von 1,9 auf 4,1 Prozent und
Zertifikate von 1,2 auf 3,8 Prozent.
Quelle: Investmentfonds.de