27.12.2005
Fidelity rechnet 2006 mit stabilen Rentenmärkten
Kronberg im Taunus (ots) - Fidelity International erwartet, dassauf den Anleihemärkten weiterhin stabile Erträge bei niedrigem Risikomöglich sind. Die Analysten und Fondsmanager von Fidelity, die dasweltweit größte Expertenteam einer Fondsgesellschaft bilden, sehenbesonders bei Unternehmensanleihen großes Gewinnpotenzial. WichtigsteVoraussetzung für erfolgreiches Investieren sei weiterhin einesorgfältige Auswahl der Einzeltitel. Die internationalen Anleihemärkte werden auch 2006 zahlreicheInvestmentgelegenheiten bieten, meinen die Rentenexperten vonFidelity. Ian Spreadbury, Fondsmanager des Fidelity Funds - EuropeanHigh Yield Fund hält eine Renditeerwartung im mittleren bis hoheneinstelligen Bereich für das kommende Jahr für realistisch."Festverzinsliche Wertpapiere versprechen weiterhin stabile Erträge.Deshalb bleiben sie die erste Wahl, wenn Anleger ihr Portfolio durchGeldanlagen mit weniger Risiko als Investments in Aktienfondsergänzen möchten." Gleichzeitig kritisierte Spreadbury, dass viele deutsche Anlegeraus Angst vor Verlusten zu einseitig auf Renten und Rentenfondssetzen. "Manche Investoren stecken hohe Summen in Anleihen undschießen damit übers Ziel, ein ausgewogenes Portfoliozusammenzustellen, weit hinaus." Zwischen Januar und November 2005flossen in Deutschland netto 29,9 Milliarden Euro in Rentenfonds; inAktienfonds dagegen netto 2,2 Milliarden Euro. Trotz der großenNachfrage nach Rentenwerten sieht Spreadbury keine Anzeichen dafür,dass der Markt überhitzt ist oder gravierende Kurskorrekturenbevorstehen. Anleihen, mit denen Unternehmen ihren Kapitalbedarf decken, werdennach Ansicht des Fidelity Expertenteams auch 2006 eine sehr hoheQualität besitzen. In jüngster Zeit hätten sich zahlreiche Konzerneauf ihre Kernkompetenzen, die Tilgung von Schulden oder sogar dasAnhäufen von Barbeständen fokussiert. Hinzu käme ein historischniedriger Stand bei den Kreditausfällen. Daher seien die Risiken imAnleihegeschäft überschaubar. "Besonnene Fondsmanager werden durchgute Analyse risikoreiche Unternehmen identifizieren und vermeidenkönnen", sagte Spreadbury. Unternehmensanleihen stehen auf der Beliebtheitsskala derzeithöher als Staatsanleihen. "Ihnen ist in den vergangenen zwölf bis 18Monaten sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt worden. Manche Titel habenso viel Anlegergeld angezogen, dass sie derzeit leicht überbewertetsind. Trotzdem sehe ich viele lohnenswerte Anlagechancen in diesemSegment", so Spreadbury. Schließlich böten Anleihen von Unternehmennach wie vor ein größeres Gewinnpotenzial als Staatspapiere. Mit Spannung erwartet das Fidelity Expertenteam, wie sich derFührungswechsel bei der US-Notenbank auswirken wird. Anders als seinVorgänger Alan Greenspan wird der neue Notenbankchef Ben Bernanke einfestgestecktes Inflationsziel verfolgen. Bernanke werde diese Markeschnell festsetzen, um Glaubwürdigkeit als Gegner einer zu hohenInflation zu erlangen. Auf dem amerikanischen Rentenmarkt seien zweiweitere Zinsschritte der Notenbank bereits eingepreist. Allerdingsweisen Andeutungen der Währungshüter auf ein mögliches Ende derZinssteigerungspolitik hin. In Europa werden die Zentralbanken unterschiedlich auf diewirtschaftliche Entwicklung reagieren. Die Zinsen in Großbritannienwerden kurzfristig noch stabil bei 4,50 Prozent bleiben. Fidelitywertet dies als ein Plus für die Anleihenmärkte. Die EuropäischeZentralbank, die für das Zinsniveau in der Eurozone verantwortlichist, hat am 01. Dezember 2005 erstmals seit 2000 die Zinsen auf 2,25Prozent erhöht. Weitere Steigerungen sind zwar nicht auszuschließen -ihr Ausmaß wird allerdings gering sein, um die zaghaftewirtschaftliche Erholung nicht zu gefährden. Die Null-Prozent-Zinspolitik in Japan wird mittel- bis langfristigenden. Die Bank of Japan hat zwar angekündigt, eine straffereGeldpolitik anzustreben, dennoch erwartet Fidelity nicht, dass sichdas kurzfristig auswirkt. Schließlich sei die Erholung derjapanischen Wirtschaft bisher nur zaghaft zu spüren. Vor diesem Hintergrund bieten sich weltweit günstigeInvestmentchancen auf den wichtigsten Anleihemärkten. "DieVeränderungen bei den Zinsen sowie die wirtschaftliche Entwicklungbilden ein stabiles Umfeld für Anleihen. Diese spielen auch 2006 ihreStärke als schwankungsarme Ergänzung eines Portfolios aus", erklärteSpreadbury. Auf der Basis von realistischen Erwartungen und einersorgfältigen Einzeltitelauswahl seien bei niedrigem Risiko sogarüberdurchschnittliche Gewinne möglich. Fidelity International ist eines der weltweit führenden sowie amhäufigsten ausgezeichneten Fondsmanagement-Unternehmen. Seit mehr als50 Jahren stellt Fidelity privaten und institutionellen AnlegernInvestmentprodukte und -dienstleistungen zur Verfügung. Mit 480Fondsmanagern und Analysten verfügt Fidelity über das größteInvestment-Expertenteam der Welt und ist an allen wichtigeninternationalen Finanzplätzen vertreten. Die deutsche NiederlassungFidelity Investment Services GmbH in Kronberg im Taunus betreut einFondsvermögen von 10,83 Mrd. Euro, vertreibt 100 Publikumsfondsdirekt sowie über mehr als 600 Kooperationspartner und beschäftigt160 Mitarbeiter (Stand: 30.06.2005). Herausgeber: Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus.Originaltext: Fidelity International
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Quelle: news aktuell