14.12.2005
Activest: Wichtige Konjunkturdaten als Impulsgeber
Köln, den 14.12.2005 (Investmentfonds.de) -
Aktienmärkte
Wichtige Konjunkturdaten zu Wochenbeginn dienten durchaus als Impulsgeber
für den internationalen Börsenzug. Im Wochenverlauf überwog dann aber weltweit
eine Konsolidierungsneigung auf dem zuletzt erreichten Kursniveau. Selbst die
zuletzt von anhaltenden Auslandsorders getriebene Tokioter Börse konnte zum
Wochenausklang zwar den Kursrutsch vom Donnerstag (-1,95%) umgehend mit einem
beachtlichen Kursgewinn wieder kontern. Dennoch verfehlte auch die japanische
Börse einen ausgeglichenen Wochensaldo noch knapp.
Ein herausragendes Wochendatum einschließlich dem Statement im Anschluss ist
unstrittig das letzte FOMC-Meeting in 2005. Es bestehen kaum Zweifel, dass die
Fed ihre Politik moderater Verschärfungsschritte fortsetzt und folglich eine
neuerliche Anhebung ihres Leitzinses um weitere 25 Basispunkte beschließen
wird. Diese Erhöhung sollte aber vom Markt weitgehend in den Kursen eingepreist
sein.
Wichtige Wichtige Konjunkturdaten dürften auch das Börsengeschehen in Europa
beeinflussen. Neben den ZEW-Konjunkturerwartungen wird vor allem das Ifo-
Geschäftsklima wieder hohe Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Dämpfer im
Vormonat kam überraschend, sollte aber keine Trendwende markieren.
Rentenmärkte
Nach der vorherigen "Mega-Woche" bildete sich der Spannungsbogen im zurück-
liegenden Berichtsabschnitt wieder merklich zurück. Gleiches gilt für das
Aktivitätsniveau am US-Bondmarkt, der sich zum jeweiligen Schlussstand wenig
verändert zeigte. Auch der Schwankungskorridor für 10-jährige US-Treasuries
reichte nicht über 12 Basispunkte hinaus.
Auf Basis der zuvor deutlich nach oben revidierten BIP-Zahlen lieferten auch
die Produktivitätskennziffern einen bondmarktfreundlichen Mix aus verbesserter
Produktivität und stärker rückläufigen Lohnstückkosten.
Die "Werthaltigkeit" der jüngsten Makrodaten wird in der laufenden Woche einem
Belastungstest unterzogen. Waren die Einzelhandelsumsätze im Oktober noch von
schwachen Absatzzahlen der US-Autohersteller überlagert, hat sich im November
eine Stabilisierung abgezeichnet. Offenbar dreht das Weihnachtsgeschäft trotz
der zuletzt spürbaren Entlastung der Benzinpreise noch nicht auf höherer Drehzahl,
weshalb die Markterwartungen verhalten geblieben sind. Begünstigt von niedrigeren
Energiekosten sollte sich bei den Verbraucherpreisen eine Entspannung abzeichnen
und die in den Vormonaten zugespitzten Inflationsszenarien weiter beruhigen
können.
Die wahrscheinliche Anhebung des Fed-Leitzinses um weitere 25 Basispunkte ist im
Bondmarkt längst eingepreist.
Quelle: Investmentfonds.de