12.12.2005
Marktausblick 2006: Fidelity sieht Börsen gut in Schwung
Kronberg im Taunus (ots) - Fidelity International blickt weiterhinoptimistisch in die Zukunft. Während sich das Wirtschaftswachstum inden USA und China etwas verlangsamt, zeichnet sich in Europa einhöherer Zuwachs ab, meinen die Experten des weltweit größtenInvestment- und Researchteams. Europäische Aktien sind nach wie vorgut bewertet und bieten Investoren 2006 zahlreiche lukrativeAnlagemöglichkeiten. Die Analysten und Fondsmanager von Fidelity erwarten, dass dieMärkte auch 2006 robust bleiben und Anleger für ihr Engagementbelohnt werden. "Im ablaufenden Jahr konnten nicht einmalTerroranschläge, Rekordpreise beim Öl, Hurrikane oder der Streit umdie europäische Verfassung den klaren Aufwärtstrend stoppen. DieBörsen sind also gut in Schwung und werden auch nächstes Jahr vielepositive Überraschungen bereithalten", sagte Anne-Sophie Girault,Chefstrategin bei Fidelity International in Europa. Klare Gewinnermärkte zeichnen sich ab Gesamtwirtschaftlich geht es nach Meinung des FidelityExpertenteams zwar in allen bedeutenden Volkswirtschaften aufwärts,doch im Jahr 2006 wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Das heisst,die Konjunkturverläufe einzelner Länder werden sich stärkerunterscheiden als bisher. Dies lässt sich am erwartetenWirtschaftswachstum ablesen: Für die USA sehen Schätzungen für 2006mit 3,3 Prozent ein geringeres Plus als 2005 (3,6 Prozent) vor. InChina wird die Wachstumsrate nach 9,4 Prozent im laufenden Jahr für2006 nur bei 8,4 Prozent liegen. In Europa zeichnet sich dagegen - auf niedrigerem Niveau - einezaghafte Belebung ab: In der Eurozone, zu der auch Deutschlandgehört, wird der Zuwachs 1,7 Prozent (2005: 1,3 Prozent) betragen.Die Briten können mit einem Plus von 2,2 Prozent (2005: 1,8 Prozent)rechnen. Die Musterschüler des Kontinents werden in Osteuropa zufinden sein. Beobachter gehen von 5,3 Prozent Wirtschaftswachstumaus. "Damit gehören auch die neuen EU-Länder zu den wenigen Regionenweltweit, in denen die Wachstumsraten spürbar steigen. Investorensollten also unbedingt osteuropäische Unternehmen auf ihrem Radarhaben", kommentierte Girault. Trotz Gewinnchancen fallen Umsatzsteigerungen schwer Ermutigende Signale für die Börsen lassen sich laut Fidelity anden Stimmungsbarometern für die globale Wirtschaft ablesen: Dieweltweit führenden Indikatoren haben sich im zurückliegenden Halbjahrpositiv entwickelt. Und das, obwohl der Einfluss steigenderRohstoffpreise sowie der Inflation auf das Wirtschaftsklima nichtgenau abgeschätzt werden kann. "Dies wirkt ermutigend auf dieAktienmärkte, sind diese doch auf eine stabile Großwetterlageangewiesen", so Girault. Vor diesem Hintergrund haben Unternehmen gute Aussichten, auch2006 erneut ihre Gewinne erheblich zu steigern. Weltweit gesehenwerden die Gewinnzuwächse nächstes Jahr 12 Prozent betragen und damitnur knapp unter dem aktuellen Niveau von 14 Prozent liegen. DerEffekt, dass die Gewinnsteigerungen sich verlangsamen, wird sich inden USA etwas stärker auswirken als in Europa. AmerikanischeGesellschaften werden ihre Gewinne im Schnitt um 13 Prozent (2005: 16Prozent) steigern; europäische Unternehmen um 10 Prozent (2005: 11Prozent). Das Erzielen von Umsatzsteigerungen sieht Fidelity als eine derschwierigsten Herausforderungen für Aktiengesellschaften im kommendenJahr an. Angesichts des scharfen Wettbewerbs und möglicherSteigerungen bei Rohstoffpreisen und Produktionskosten werden vieleGesellschaften sich schwer tun, beim Umsatz zuzulegen. DieKonsequenz: Erfolg werden vor allem Unternehmen haben, die bei ihrenKunden Preissteigerungen durchsetzen können. "Damit sindGesellschaften gemeint, die trotz höherer Preise keine Marktanteileverlieren oder wachsende Kosten an die Verbraucher weiterreichenkönnen. Nur mit tief gehenden Analysen lassen sich diese lukrativenInvestmentziele erkennen", erläuterte Girault. Stockpicker profitieren vom Marktumfeld 2006 In ihrer Einschätzung, welcher Investmentstil 2006 die höchstenGewinne verspricht, messen Fidelity Analysten den SegmentenWachstums- sowie Large-Cap-Aktien aufgrund der sehr günstigenBewertungen herausragende Chancen bei. Während 2004 noch vieleSubstanzwerte unter den Small-Caps gut abschnitten, wendete sich imablaufenden Jahr das Blatt. "Fondsmanager müssen in diesemMarktumfeld ihr Talent unter Beweis stellen", sagte Girault. "UmWettbewerber und die Marktperformance zu überbieten, müssen siemutige Entscheidungen treffen und ihre Researchquellen optimalnutzen. Nur so können die wertvollsten Perlen aufgespürt werden." Im Vergleich von Aktien aus verschiedenen Regionen erscheinen ausSicht der Fidelity Beobachter europäische Werte besonders attraktiv.Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse (KGV) werden 2006 ähnlich niedrig seinwie 2005, sowohl gemessen an ihren eigenen früheren Bewertungen, alsauch gegenüber Titeln aus anderen Märkten. Vor allem im Gegensatz zuStaatsanleihen bieten Aktien aus Europa gute Investmentgelegenheiten.Bemerkenswert an den niedrigen KGV ist, dass sie noch nicht dasGewinnpotenzial oder die Einsparungen aus Restrukturierun-gen in denUnternehmen widerspiegeln. Wachstum und Wachstumsförderung hat Priorität Waren Fusionen und Übernahmen bereits 2005 ein bewegendes Thema,wird dies auch 2006 so bleiben. Gleich bleibend hohe freie Geldströmeerlauben vielen Unternehmen, sich nach geeigneten Übernahmekandidatenumzusehen. Förderlich für solche Transaktionen ist auch der Wunschvieler Anleger nach Investitionen in künftiges Wachstum: Die meistenFusionen und Übernahmen zielen darauf ab, Marktanteile zu vergrößern,Produktionskosten zu senken oder freiere Hand bei der Preisbestimmungzu erhalten. Die wichtigsten Notenbanken der Welt werden 2006 voraussichtlichsehr unterschiedlich auf die wirtschaftliche Entwicklung in ihrenLändern reagieren. In Japan deutet der aktuelle Halbjahresbericht derNotenbanker darauf hin, dass 2006 die Abkehr von derNull-Prozent-Zinspolitik bevorsteht. Hintergrund ist hier, dass dielangjährige Deflationsphase langsam endet. In den USA ist mit einemEnde der Zinssteigerungspolitik zu rechnen. Hierfür sprechen vorallem ein abnehmender Inflationsdruck, die uneindeutige Tendenz beiden Konsumklima-Indizes und entsprechende Andeutungen derWährungshüter. Genau umgekehrt könnte sich 2006 die Europäische Zentralbankverhalten: Zwar sind weitere Zinserhöhungen nicht auszuschließen -ihr Ausmaß wird allerdings gering sein, um die zaghaftewirtschaftliche Erholung nicht zu gefährden. "In dem wirtschaftlichen Umfeld, das wir 2006 erwarten, können vorallem wählerische Anleger wie wir ihre Stärken ausspielen. Als echteStockpicker analysieren wir Aktien bis ins Detail, um fundierteInvestmententscheidungen zu treffen", sagte Girault. Um Wettbewerberund die Marktperformance zu überbieten, müssten Anleger mutigeEntscheidungen treffen und deutlich von Indizes abweichen.Schließlich sei auch das persönliche Talent der erfahrenen FidelityFondsmanager ein wichtiger Schlüssel für hohe Gewinne und einerfolgreiches Jahr 2006. Fidelity International ist eines der weltweit führenden sowie amhäufigsten ausgezeichneten Fondsmanagement-Unternehmen. Seit mehr als50 Jahren stellt Fidelity privaten und institutionellen AnlegernInvestmentprodukte und -dienstleistungen zur Verfügung. Mit 480Fondsmanagern und Analysten verfügt Fidelity über das größteInvestment-Expertenteam der Welt und ist an allen wichtigeninternationalen Finanzplätzen vertreten. Die deutsche NiederlassungFidelity Investment Services GmbH in Kronberg im Taunus betreut einFondsvermögen von 10,83 Mrd. Euro, vertreibt 100 Publikumsfondsdirekt sowie über mehr als 600 Kooperationspartner und beschäftigt160 Mitarbeiter (Stand: 30.06.2005). Herausgeber: Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus.Originaltext: Fidelity International
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Quelle: news aktuell