11.11.2005
BVI: Absatz von Riester-Fondssparplänen nimmt leicht zu
Köln, den 11.11.2005 (Investmentfonds.de) - Der Absatz von
Riester-Fondssparplänen hat leicht zugenommen. Im Laufe
des Jahres 2005 haben etwa 65.000 Altersvorsorgesparer
einen Riester-Fondssparplan abgeschlossen. Die
Investmentgesellschaften verwalteten am 30. September
380.652 Riester-Verträge, berichtet der BVI Bundesverband
Investment und Asset Management e.V. „Die Riester-
Rente ist für alle Arbeitnehmer attraktiv. Die Förderrenditen
von Riester-Fonds sind durchaus beachtlich“,
darauf weist BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip hin.
Durch die staatlichen Zulagen komme etwa ein verheirateter
Familienvater mit zwei Kindern nach 30-jährigem
Sparen in einen Riester-Fondsvertrag auf ein Endvermögen
von gut 158.000 Euro – ohne Förderung wären es nur
rund drei Viertel davon. „Der Absatz könnte noch besser
sein, wenn der Gesetzgeber die komplizierten bürokratischen
Vorgaben weiter lockern würde“, so Seip. Ansätze
hierfür liefere das Altersvorsorge-Konto des BVI. Es führt
die Anforderungen auf zwei Mindeststandards zurück.
Erstens beginnt die Bezugsphase erst bei Eintritt in den
Ruhestand bzw. bei Erreichen des 60. Lebensjahres.
Zweitens hat der Anbieter des Altersvorsorge-Kontos, z.B.
die Investmentgesellschaft, die eingezahlten Beträge zu
garantieren.
Als Vorbild für eine unbürokratische Abwicklung befindet
sich das Fondssparen mit vermögenswirksamen Leistungen
(VL) weiter auf dem Vormarsch. Am 30. September2005
verwaltete die Fondsbranche 5,8 Millionen VLDepots.
Ihr Gesamtvermögen belief sich auf den Rekordwert
von 9,5 Milliarden Euro. Aufgrund der positiven Börsenentwicklung
der vergangenen Monate lag dieser um
mehr als ein Viertel über dem Wert am Vorjahresstichtag
(7,5 Milliarden Euro). Innerhalb von drei Jahren ist das in
VL-Depots verwaltete Vermögen sogar um das 2,5-fache
gestiegen.
Die Betrachtung rollierender Sieben-Jahres-Zeiträume bei
VL-Fondssparplänen seit 1962 zeigt im Durchschnitt eine
jährliche Wertentwicklung von acht Prozent; bei Hinzurechnung
der Arbeitnehmer-Sparzulage waren es sogar
10,6 Prozent. Die Sparzulage in Höhe von 18 Prozent auf
den Förderhöchstbetrag von 400 Euro im Jahr erhalten
Arbeitnehmer, deren zu versteuerndes Einkommen
17.900 Euro (bei Ledigen) bzw. 35.800 Euro (bei Verheirateten)
nicht übersteigt. Arbeitnehmer können durch das
VL-Sparen in mehreren, nacheinander folgenden Verträgen
ein beträchtliches Vermögen aufbauen. Wer in den
vergangenen 31 Jahren (fünf VL-Verträge plus ein Jahr
Wartezeit; Stand 31. Dezember 2004) die vielfach vom
Arbeitgeber gezahlten Leistungen in deutsche Aktienfonds-
Sparpläne einzahlte, verfügte durchschnittlich über
ein Vermögen von 57.100 Euro – bei einer Einzahlung
von 14.400 Euro. Dabei wurde eine monatliche Einzahlung
von 40 Euro zugrunde gelegt (ohne Berücksichtigung
der Sparzulage).
Quelle: Investmentfonds.de