07.11.2005
Stirol und Tatneft - Osteuropa im Fokus
Berlin (ots) - Gemischte Signale bewegten heute Vormittag die
Kurse der deutschen Blue Chips. Gestützt wurde der Markt vor allem
vom festen US-Dollar, belastend wirkte sich hingegen die anhaltende
Zinsdiskussion aus. An der Berliner Börse rechneten die Händler daher
heute zunächst mit einer Seitwärtsbewegung des Marktes.
Etwas längerfristig herrscht jedoch bei allen Marktteilnehmern die
Hoffnung auf eine Jahresendrallye, das jedenfalls legt ein Artikel
der Süddeutschen Zeitung von heute nahe. Das Kursbarometer für die 30
wichtigsten Standardwerte habe um 3,5 Prozent zugelegt, die ersten
Quartalsbilanzen seien vielversprechend ausgefallen. Bisher hätten 14
von 16 Unternehmen beim Umsatz die Erwartungen des Marktes getroffen.
Belastend könne sich jedoch eine restriktivere Geldpolitik der
Zentralbanken auswirken, so die SZ weiter.
An der Berliner Börse zeigten sich heute Werte aus Osteuropa
besonders umsatzstark, allen voran der Chemie- und Pharmakonzern
Stirol. Nach einem mehr als deutlichen Kurseinbruch Anfang November
konnten die ADRs heute wieder etwas Boden gut machen. Nach 25,00 Euro
am Freitag notierten sie heute zeitweise bei einem Tageshoch von
26,30 Euro, das aber bis zum Mittag nicht gehalten werden konnte.
Kursabschläge gab es für die ADRs von Tatneft (WKN 904 282), die
um fast zwei Prozent nachgaben. Der Öl- und Gaswert zeigte damit eine
Kursbewegung gegen den Trend. Energiewerte aus den USA notierten im
Plus. Triangle Petroleum (WKN A0E Q7P) legten um fast 16 Prozent auf
ein Tageshoch von 5,19 Euro zu, Sky Petroleum (WKN A0D 93R)
verbesserten sich um rd. acht Prozent.
Im Blickpunkt standen auch Autowerte. Toyota (WKN 853 510)
schwankten heute zwischen 38,19 und 38,20 Euro. Am vergangenen
Freitag hatte der japanische Autobauer bekannt gegeben, weiter
expandieren zu wollen. Trotz der Expansionskosten, die den operativen
Gewinn im abgelaufenen Quartal leicht drücken, rechnet Toyota mit
einem neuen Rekordjahr. Analysten erwarten laut einer Reuters-Meldung
vom 4. Oktober, dass Toyota General Motors bald als weltgrößten
Autokonzern ablösen wird.
Die Gerüchte, DaimlerChrysler (WKN 710 000) wolle sich von seinem
Finanzbereich trennen, scheinen aus der Luft gegriffen. Der
entsprechende Bericht in der "Automobilwoche" wurde von einem
Sprecher des schwäbischen Konzerns als "absoluter Nonsens"
bezeichnet. Die Aktien notierten heute in Berlin leicht im Plus und
erreichten ein Tageshoch von 41,80 Euro.
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Originaltext: Börse Berlin-Bremen
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Quelle: news aktuell