03.11.2005
Einkaufsmanager-Index: Höchster Stand seit 13 Monaten - Kräftiger Anstieg der Bestellungen aus dem In- und Ausland
Frankfurt (ots) - Der RBS/BME-Einkaufsmanager-Index* (EMI),
Ausgabe November 2005, belegt ein beschleunigtes Wachstum der
deutschen Industrie. Im Berichtsmonat Oktober lag der Indexwert bei
53.1 (Vormonat 51.0) und damit auf dem höchsten Stand seit September
2004. Werte über 50 bedeuten Wachstum, Werte unter 50 Schwäche. "Der
Index signalisiert einen positiven Trend der Konjunktur", so
BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt. Dies belege auch der
separate NTC-Index für die Dienstleisterbranche mit einem
Fünfjahreshoch.
Die Industrieunternehmen profitierten im Oktober von den kräftig
gestiegenen Auftragseingängen aus dem In- und Ausland. Die
Auslandorders summierten sich zur stärksten Zuwachsrate seit 14
Monaten. Kunden aus den USA, aus Asien und Osteuropa waren besonders
aktiv. Zusätzlich verbesserte die leichte Abschwächung des
Euro-Außenwerts zum US-Dollar die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Firmen.
Das Produktionswachstum beschleunigte sich so stark wie seit über
einem Jahr nicht mehr. Die Unternehmen weiteten ihre Produktion
erneut aus und sie stellten zum ersten Mal seit September 2004 wieder
Personal ein.
Die Einkaufspreise stiegen im Oktober schneller als im letzten
halben Jahr, was in erster Linie auf die hohen Energie- und Ölpreise
zurückzuführen war. Höhere Preise meldeten die Einkaufsleiter auch
für Chemikalien, Kunststoffe und Verpackungsmaterialien.
* Seit Oktober 2005 erscheint der bisherige "BME/NTC Research
Einkaufsmanager-Index" (EMI) unter dem Titel
"RBS/BME-Einkaufsmanager-Index". Die Royal Bank of Scotland (RBS) ist
neuer Partner der monatlichen Umfrage.
Der "RBS/BME-Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher
Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in
Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft
des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.,
Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe NTC Research,
Henley-on-Thames, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von
500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der verarbeitenden Industrie
in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für
die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden. Der EMI orientiert sich am
Vorbild des renommierten US-Purchasing Manager's Index (PMI).
Originaltext: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkau
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Sabine Ursel
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Quelle: news aktuell