02.11.2005
Activest: Vielzahl von US-Konjunkturdaten stehen an
Köln, den 02.11.2005 (Investmentfonds.de) -
US-Verbrauchervertrauen sinkt - Ifo-Geschäftsklimaindex steigt
Die Serie an soliden US-Unternehmensberichten, die jedoch nicht ganz an die
hochgesteckten Markterwartungen heranreichten, setzte sich mit weiteren Kurs-
abschlägen fort. Ernüchtert zeigte sich die Wall Street zwischenzeitlich auch
vom US-Verbrauchervertrauen. Anstelle der erwarteten leichten Erholung sackte
das zentrale Stimmungsbarometer auf den tiefsten Wert seit März 2003 ab. Im
Unterschied dazu beurteilten die deutschen Unternehmen ihre aktuelle Situation
so gut wie lange Zeit nicht mehr und ließen das Ifo-Geschäftsklima mit 98,7
(+2,7) auf ein Fünf-Jahres-Hoch klettern.
US-Unternehmensberichte im Rahmen der Erwartungen
Auch gegen Ende der Vorwoche waren sich die internationalen Märkte noch nicht
so ganz einig, welches Prädikat sie dem Auftakt der Q3-Berichtssaison verleihen
sollten. Zum Ende der Vorwoche haben rund 70% der US-Unternehmen ihre Zahlen
präsentiert. Der aktuelle Zwischensaldo weist dabei einen Zuwachs von knapp 15%
gegenüber dem Vorjahr aus. Er liegt damit nach einer kleinen zwischenzeitlichen
Delle wieder im Bereich der Markterwartungen zu Beginn der Berichtsperiode.
US-BIP überrascht positiv
Angesichts der zuletzt gestiegenen Nervosität an den Börsen kam die positive
Überraschung der ersten Schätzung zum US-BIP für Q3/2005 gerade zur rechten Zeit.
Mit vorläufig 3,8% nach 3,3% im Vorjahresquartal wurden die Erwartungen klar
übertroffen. Stärker als erwartet stieg zwar der Preisindex mit 3,1%. Hingegen
erhöhten sich die Löhne im Jahresabstand um moderate 2,3%.
USA: Vielzahl von US-Konjunkturdaten stehen an
Die laufende Woche wird von einer wahren Flut an Konjunkturdaten bewegt werden.
Dazu zählen die bedeutenden US-Daten zum Privatkonsum oder den ISM-Indizes, und
gipfeln im FOMC-Meeting und dem Oktober-Arbeitsmarktbericht. Auch hinsichtlich
der Unternehmensdaten steht erneut eine Vielzahl an Berichten an, die aber nicht
an die Frequenz der beiden Vorwochen heranreichen.
Europa: EZB-Meeting im Zentrum des Interesses
In Europa bleibt abzuwarten, ob sich das zuletzt verstetigte Bild einer
zyklischen Erholung wichtiger Frühindikatoren auch in den Einkaufsmanager-
Indizes für das Verarbeitende Gewerbe und mehr noch für den Servicesektor
fortsetzen konnte. Herausragendes Datum in Europa ist zweifelsohne das EZB-
Meeting. Zwar wird ein Zinsschritt kaum auf der Agenda stehen. Mit Spannung
werden die Märkte aber abwarten, ob die EZB im Tenor ihrer Stellungnahme
eine nochmals kritischere Reaktionsbereitschaft im Falle von erkennbaren
und keinesfalls tolerierbaren Zweitrundeneffekten in der Preisentwicklung
anklingen lässt.
Quelle: Investmentfonds.de