11.10.2005
Gazprom gefragt, DaimlerChrysler mit Kursplus
Berlin (ots) - Trotz weiterhin negativer Vorgaben aus den USA
starteten die deutschen Aktien heute mit Gewinnen in den neuen
Handelstag. Es scheint, als würde man hierzulande die schlechten
US-Daten ignorieren. Positiv hat sich offensichtlich der erste
Bericht der US-Bilanzsaison ausgewirkt, der nachbörslich von Alcoa
(WKN 850 206) veröffentlicht wurde. Der Aluminiumerzeuger
verzeichnete im dritten Quartal 2005 einen Nettogewinn von zwei
Prozent. Der Kurs der Alcoa-Aktien gab in Berlin leicht nach.
Einen Tag nach der Veröffentlichung der Daten zu den
US-Öl-Lagerbeständen stieg der Ölpreis in den USA wieder bis knapp
über die Marke von 62,00 US-Dollar. Das rückte am Berliner
Börsenplatz internationale Öl- und Energiewerte in den Blickpunkt.
Gazprom (WKN 903 276) stiegen um über sechs Prozent auf 52,57
Euro. Das Unternehmen war heute kurzfristig in die Schlagzeilen
geraten, weil die "Bild-Zeitung" berichtet hatte, dass Bundeskanzler
Schröder laut des russischen Radiosenders "Echo Moskau" zunkünftig
bei Gazprom als Berater tätig sein werde. Dies wurde inzwischen von
Regierungssprecher Anda dementiert.
Die Aktien des schwedischen Öl- und Gasunternehmens PA Resources
AB (WKN 621 907) verteuerten sich um über ein Prozent auf 10,70 Euro.
Gestern waren die Aktien in Berlin um rd. 14 Prozent gefallen.
Steigende Kurse verzeichnete man in Berlin auch für das
chinesische Öltransportunternehmen Frontline (WKN 885 094). Die
Aktien verteuerten sich um über zwei Prozent auf 33,92 Euro. Das
Tageshoch lag zunächst bei 34,20 Euro.
Die Nachfrage nach D1 Oils (WKN A0D NGZ) fiel heute bei sinkendem
Kurs deutlich geringer aus. Noch gestern wurde der AIM-Wert stark
nachgefragt und erzielte einen Kurszuwachs von 1,5 Prozent. Heute gab
der Aktienkurs bis zum Mittag um fast drei Prozent auf ein Tagestief
von 5,46 Euro nach.
Unter den deutschen Aktien gehörten DaimlerChrysler (WKN 710 000)
zu den umsatzstärkeren Titeln. Medienberichten zufolge soll die
Nutzfahrzeugsparte des schwäbischen Unternehmens den weltweit bisher
größten Auftrag für Hybrid-Busse erhalten haben. Der Auftraggeber
sind die New Yorker Verkehrsbetriebe, beauftragt wurde die
DaimlerChrysler Commercial Buses North America. Der Aktienkurs stieg
um 0,4 Prozent, die Aktien notierten gegen Mittag bei 42,58 Euro.
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Originaltext: Börse Berlin-Bremen
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Quelle: news aktuell