10.10.2005
JPMorgan AM: Deutsche Anleger sind optimistischer
Köln, den 10.10.2005 (Investmentfonds.de) - Auch wenn sich die Stimmung der
deutschen Anleger im September leicht verschlechtert hat, sind sie im europäischen
Vergleich relativ optimistisch gestimmt. So glaubten 46,4 Prozent der befragten
Privatinvestoren, dass sich der deutsche Aktienmarkt in den nächsten sechs
Monaten positiv entwickeln wird, im Vormonat waren dies noch 47,1 Prozent.
Lediglich Schweden (55 Prozent) und Schweizer (51,4 Prozent) sehen die Ent-
wicklung für ihre jeweiligen Heimatmärkte positiver. Dagegen sind Belgier
(42 Prozent), Franzosen (37,8 Prozent) und insbesondere Briten (27,4 Prozent)
weniger optimistisch gestimmt. Dies ergab die aktuelle JPMorgan Asset
Management Investor Confidence-Befragung, die monatlich in Deutschland,
Großbritannien und Frankreich sowie vierteljährlich in Belgien, Schweden
und der Schweiz durchgeführt wird. Die Fondsgesellschaft ermittelt mit
der Studie die Markteinschätzungen und Kaufabsichten privater Anleger.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Pessimisten, die eine positive
Entwicklung der Aktienmärkte für unwahrscheinlich halten. Lediglich 16,8
Prozent der Deutschen sehen für die Zukunft schwarz. Hier liegen sie sogar
vor den Schweden (18 Prozent Pessimisten), aber auch vor den Franzosen
(20,2 Prozent), Briten (20,3 Prozent), Schweizern (24,4 Prozent) und vor
den äußerst pessimistisch gestimmten Belgiern (38 Prozent).
Das Stimmungsbild lässt sich analog auch aus dem JPMorgan Asset Management
Investor Confidence-Index ablesen. Der Index gibt die Veränderung der positiven
Erwartungen in Relation zu einem Basismonat an, wobei ausschließlich die
positiven Antworten in die Berechnung einbezogen werden. So sind die Deutschen
derzeit die einzigen, die über dem Basiswert von 100 liegen.
Im Vergleich zum Vormonat sank die Bereitschaft der deutschen Privatanleger,
zukünftige Investments zu tätigen. So planen nur noch 43 Prozent der Befragten,
in den nächsten zwölf Monaten zu investieren. Das sind 6,6 Prozentpunkte weniger
als noch im August.
Fonds sind weiterhin das beliebteste Anlageinstrument, obwohl sich ihr Anteil
von 24,4 auf 20,3 Prozent reduzierte. Das Sparbuch blieb auf Rang zwei der
Anlegergunst, ebenfalls mit leichtem Rückgang (von 18,9 auf 17 Prozent). In
Aktien direkt wollen 14 Prozent der Privatanleger investieren, das sind 1,8
Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Zertifikate (2,9 Prozent) und Anleihen
(2,2 Prozent) konnten ihren Anteil behaupten.
„Insgesamt besitzen in Deutschland 17,6 Prozent der Befragten börsennotierte
Wertpapiere und Investments. Das ist wenig im Vergleich zu den Schweizern, bei
denen beispielsweise mit 29,6 Prozent fast jeder Dritte Investments hält. Bei
den Deutschen herrscht also noch Nachholbedarf, wie auch die aktuelle Diskussion
um die ‚ausbaufähige Investmentkultur’ belegt“, kommentiert Boudewijn Hoogenraad,
Leiter Marketing und PR für Deutschland, Österreich und die Schweiz von JPMorgan
Asset Management.
Quelle: Investmentfonds.de